Aufrufe
vor 2 Jahren

GP 05/18

  • Text
  • Gesteins
  • Perspektiven
  • Unternehmen
  • Aufbereitung
  • Einsatz
  • Maschinen
  • Maschine
  • Deutschland
  • Steinbruch
  • Zudem

68 SKW & DUMPER

68 SKW & DUMPER TRANSPORTDIENSTLEISTER: Das erfolgreiche Familienunternehmen wurde von Clemens Heckers Großvater gegründet. Steinbruchtransporte als Dienstleistung Der innerbetriebliche Transport der in den Steinbrüchen gewonnenen Rohstoffe stellt nur scheinbar eine simple Aufgabe dar. In der Regel werden hierfür schwere Starrrahmenkipper eingesetzt. Sie gehören zu den größten Fahrzeugen innerhalb der Wertschöpfungskette – und auch zu den aufwendigsten Schlüsselgeräten. Heute haben sich Muldenkipper zudem zu komplexen Maschinen entwickelt, deren Bedienung und Wartung entsprechende Spezialisten erfordert. Zur eigenen Anschaffung und dem Betrieb der Geräte gibt es – wie für fast alles – eine Alternative, denn auch beim Gesteinstransport von der Gewinnung bis zur Weiterverarbeitung gibt es Möglichkeiten zum strategisch sinnvollen Outsourcing. Im Dienstleistungssegment der innerbetrieblichen Transportabwicklung hat die Heinrich Hecker KG aus dem westfälischen Anröchte schon mehr als 70 Jahre Erfahrung vorzuweisen. Aktuell wird das Familienunternehmen in der dritten Generation von Clemens Hecker geleitet. Sein Großvater begann im unmittelbaren Nachkriegsaufbruch 1946 als Transportunternehmen und spezialisierte sich bereits in den frühen 1950er-Jahren verstärkt auf den innerbetrieblichen Gesteinstransport. Der heute 37-jährige Clemens Hecker weiß aus den Überlieferungen: „Mein Großvater baute die ersten Lastwagen aus dem damals allgegenwärtigen Weltkriegsschrott. Zu dieser Zeit wurde der Gesteinstransport noch meist mit Feldbahnen bewerkstelligt, die ausgesprochen unflexibel und zunehmend unwirtschaftlich wurden. Diesen Nachteil erkannte er und bot ersten Zement- Unternehmen bei uns in der Region an, die Transporte mit schweren Muldenkippern zu übernehmen.“ Damit führte er den schienenlosen Transport ein und wurde zu einem echten Pionier der Branche. Die Anfangsjahre waren schwer und nicht ungefährlich. Wenn bei den damals üblichen Seilbaggern etwa die Schwenkbremsen nicht optimal arbeiteten, landete auch schon mal eine Schaufel auf der Fahrerkabine der Lastwagen. Aus Sicherheitsgründen mussten die Fahrer während des Beladens deshalb immer abseits der Fahrzeuge warten. Der Erfolg stellte sich rasch ein – musste sich fast zwangsläufig einstellen, denn das System erlaubte hohe Flexibilität, besonders der aufwendige Gleisbau entfiel. Im Gegenzug wuchsen mit GESTEINS PERSPEKTIVEN 5/2018

SKW & DUMPER 69 FRÜHE ZEITEN: Mit 70 Jahren Geschichte ist Hecker ein Pionier radgestützter Service-Transporte im Steinbruch. Foto: Hecker EIGENE ENTWICKLUNG: Zusammen mit Perlini hat Hecker einen Dumper erdacht, der als Perlini DPT70 verkauft wurde. Foto: Hecker dem steigenden Leistungsvermögen der Lkw, besonders mit dem Aufkommen der Skw-Muldenkipper, stetig auch die Kapazitäten der Dienstleistung. Parallel damit wuchs auch das Unternehmen Hecker stetig. Das Tätigkeitsgebiet weitete sich aus und umfasst nun den gesamten Bereich vom Laden und Transportieren bis zur mobilen Aufbereitung mineralischer Rohstoffe. Der Transport blieb aber eine der wesentlichen Kernkompetenzen und mit rund 100 Kippern machen diese Fahrzeuge denn auch heute noch den bei Weitem größten Teil der umfangreichen Flotte aus. In diesem Segment ist Hecker sogar mittlerweile mit eigens initiierten Konstruktionen im Fahrzeugbau engagiert. Bereits seit Gründung wurde die Technik entsprechend der Anforderungen im Arbeits umfeld angepasst. Denn stets galt bei Hecker das Motto: Optimale Leistungsfähigkeit erreichen Maschinen vor allem durch perfekte Anpassung an den jeweiligen Einsatzort. Diese Erfahrung ist bis heute wesentlicher Bestandteil der Firmenphilosophie. dem es sich um ein im Wettbewerb einmaliges Nischenprodukt in Gestalt eines Skw mit angehängter Transporterweiterung handelt. „Bei einem großen Auftrag erforderte die Bestandslogistik des Kunden einen wendigen, niedrigen Skw, der seine Fracht seitlich abkippen konnte. Zudem sollte die Transportkapazität eines mittelgroßen Skw keinesfalls unterschritten werden. Zusammen mit dem italienischen Familienunternehmen Perlini haben Mit eigenen Ideen zum besseren Ergebnis Schon häufig wurden Ausstattungen, die vom Hersteller nicht angeboten werden, selbst angeregt und bei Konstruktion und Realisierung unterstützt. Ein Beispiel ist der Perlini DPT70, bei GROSSER AUFWAND: Am Basisstandort unterhält Hecker eine leistungsstarke eigene Werkstatt, die im Zweischichtbetrieb arbeitet. Fotos: bwi Wir beraten Sie gerne! 5/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN Tel.: +49 (0)8424 89 89 0 | Web: geo-konzept.de