Aufrufe
vor 2 Jahren

GP 05/18

  • Text
  • Gesteins
  • Perspektiven
  • Unternehmen
  • Aufbereitung
  • Einsatz
  • Maschinen
  • Maschine
  • Deutschland
  • Steinbruch
  • Zudem

52 AUFBEREITUNG &

52 AUFBEREITUNG & VEREDELUNG AUSGEREIFTE TECHNIK: Die mobile Klassiersiebanlage Mobiscreen MS 953 Evo ist flexibel für Naturstein- und Recyclinganwendungen einsetzbar. Foto und Grafik: Kleemann Die optimale Nutzung mobiler Siebanlagen Um ein hochwertiges Endprodukt zu erzielen, gilt es, die eingesetzten Siebanlagen individuell an die jeweilige Anwendung anzupassen. Dafür müssen einige Faktoren beachtet werden. In mehrstufigen mobilen Aufbereitungsprozessen sind Klassiersiebanlagen unersetzlich, um exakte Fraktionen zu erhalten, die sich als genormte Zuschlagsstoffe in der Asphalt- oder Betonproduktion eignen. Außerdem können Klassiersiebanlagen auch solitär UNTERSCHIEDE bei Maschenform und Beschaffenheit führen zu jeweils anderen Siebergebnissen. Optimieren lassen sie sich durch eine gezielte Auswahl je nach Einsatzspezifikation. eingesetzt werden, wenn beispielsweise bei der Asphaltproduktion eine klassierte Körnung Altasphalt der neuen Asphaltrezeptur beigemischt werden soll. Mobile Lösungen können dabei gegenüber der Stationärtechnik mit Flexibilität bei gleichzeitig hohen Leistungswerten punkten. Sie helfen außerdem dabei, unnötige innerbetriebliche Materialverfrachtungen zu vermeiden. Je nachdem, ob eine Zwei- oder Drei-Deck-Siebanlage eingesetzt wird, werden drei beziehungsweise vier Fraktionen produziert. Um einen hohen Durchsatz bei möglichst geringem Verschleiß zu erzielen, müssen der Siebbelag, die Siebneigung und die Schichtdicke richtig gewählt werden. Entscheidende Stellgrößen Für einen effizienten Betrieb der Siebanlage müssen selbstverständlich die Siebbeläge zur Anwendung passen. Auch die Siebneigung ist für das Ergebnis entscheidend. Je steiler sie ist, desto größer muss die Siebmasche sein, da das Ma- terial schneller fällt und kürzere Zeit auf dem Siebdeck verweilt. Wird eine besonders gründliche und trennscharfe Klassierung angestrebt, ist eine geringere Siebneigung ratsam. Dabei ist zwar der Durchsatz niedriger, aber das Ergebnis fällt präziser aus. Von wesentlicher Bedeutung ist auch die Schichtdicke auf dem Siebdeck. Ist die Geschwindigkeit des Aufgabebandes zu hoch, wächst die Schicht über das Optimum hinaus an. In diesem Fall wird grobes Material aufgeschwemmt mit dem Ergebnis, dass die Absiebung ungenauer wird und feines Material in den gröberen Fraktionen verbleiben kann. Wichtig für einen hohen Durchsatz und ein exakt klassiertes Endprodukt ist demnach ein gut organisierter Materialfluss von Anfang an. Kleemann hat den Aufgabetrichter seiner Mobiscreen-Evo- Siebanlagen deshalb so großzügig dimensioniert, dass eine Beschickung per Radlader oder vorgeschalteter Brechanlage möglich ist. Ein mit 1200 mm extrabreites Aufgabeband transportiert das Material vom Trichter zum Siebkas- GESTEINS PERSPEKTIVEN 5/2018

AUFBEREITUNG & VEREDELUNG 53 ten, wo es von einer Prallplatte gleichmäßig auf dem Siebbelag verteilt wird. Um die Siebanlagen flexibel an verschiedene Anwendungen anpassen zu können, lässt sich der Siebwinkel anforderungsgerecht verstellen. Für die Wahl des richtigen Siebbelags sind ebenfalls verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Sie betreffen die Materialart (natürliches Gestein oder Recyclingmaterial) sowie die Kornform (kubisch oder länglich). Die gewünschte Endkorngröße fließt in die Bestimmung der Siebmaschengrößen der Siebdecks ein. Bei feuchtem Aufgabematerial gilt es, Anbackungen zu vermeiden. Je steiler die Siebneigung gewählt wird, desto größer muss die Sieböffnung im Verhältnis zum gewünschten Trennschnitt sein. Das Verhältnis Oberdeck zu Unterdeck darf nicht größer als 4:1 sein, da ansonsten nicht gründlich genug klassiert wird und die Anwendung weniger effizient ist. Zudem nimmt der Verschleiß zu. Die Qualität der Siebbeläge ist entscheidend für das Siebresultat. Als praxiserprobte Faustregel gilt: Je hochwertiger der Belag, desto genauer der Trennschnitt. Deshalb setzt Kleemann auf Siebbeläge, die hohen Anforderungen an Robustheit und Präzision gerecht werden. Zur Absiebung verschiedener Fraktionen und Materialien ist es wichtig, auf eine große Bandbreite an Sieb belägen zurückgreifen zu können. Die wichtigsten Unterschiede liegen in der Maschenform. Hier lassen sich die Grundtypen Quadrat – Rechteck – Harfe unterscheiden sowie die Beschaffenheiten (Stahl – Kunststoff). Absiebung von feinem Material Wenn die Maschengröße des Unterdecks zu fein gewählt ist, kann der Belag zukleben, da das feine Material anbackt. Je feiner die gewählte Drahtstärke ist, umso weniger Anbackungen entstehen und umso höher ist der Durchsatz. Dafür ist jedoch der Verschleiß höher. Bei dickerer Drahtstärke passiert das Gegenteil: mehr Anbackungen und weniger Durchsatz. Der Siebbelag ist in diesem Fall robuster. Kunststoff-Siebbeläge sind sehr gut für Feinmaterial und feuchtes Material geeignet, da die Beläge stärker vibrieren und dadurch Anbackungen vermieden werden. Allerdings ist bei diesen Belägen in der Regel der Trennschnitt nicht so scharf wie bei Stahl-Siebbelägen. Im Einzelfall kann es außerdem sinnvoll sein, das obere Deck grobmaschiger zu wählen, damit das Unterdeck von dem groben Siebdurchgang freigeklopft wird. Bei Anlagen, die Tausende Tonnen Gestein in einer Arbeitsschicht klassieren können, hat das Thema Wartung eine besondere Bedeutung. Um sie zu vereinfachen, wurden die Mobiscreen-Evo-Modelle mit einem großzügigen Motorraum für Inspektionen ausgestattet. Weitere Servicekomponenten sind über die umlaufende Arbeitsbühne mit Geländern schnell erreichbar. Durch den guten Zugang zu den Siebdecks ist auch der Siebbelagswechsel für Anwender einfacher geworden. So kann zum Beispiel das Feinkornband abgesenkt werden, um den Zugang zum unteren Siebbelag zu erleichtern. Schnelle Siebbelagswechsel und die intuitive Bedienbarkeit der Evo-Siebanlagen machen am Ende auch die flexible Anpassung an neue Anwendungen einfach. www.kleemann.info Starke Anbaugeräte für jeden Einsatz • Reißlöffel • Abbruchgreifer • Hochkippschaufel • Sortierlöffel uvm. Kraftvoll dank Borox Hart dank HARDOX® Ausdauernd dank ESCO® Baumaschinenzubehör made by HS Schoch Tel. 07363 9609 6 Tel. 034923 700 0 www.hs-schoch.de HS-Schoch GmbH & Co KG, Baumaschinenzubehör, Am Mühlweg 4, 73466 Lauchheim Cobbelsdorfer Hauptstr. 10, 06869 Coswig/Anh.-Cobbelsdorf bsg GmbH, Baumaschinenzubehör, 5/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN Am Königholz 5, 85411 Eglhausen