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GesteinsPerspektiven 05/20

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6 ZUR SACHE GP

6 ZUR SACHE GP BLICKPUNKT Meisterkurs GP-Leser wissen, was es bedeutet, wenn die Rede von „unseren Meistern“ ist. Zur Erinnerung: Ein Netzwerk aus Verbänden – konkret aus dem Berufsförderungswerk für die Beton- und Fertigteilhersteller, dem Bundesverband Mineralische Rohstoffe, MIRO, sowie der Asphalt- und Transportbetonindustrie (DAV und BTB) – machte sich vor einigen Jahren für eine Meister- Qualifikationsstufe stark, denn zwischen der Möglichkeit, als Facharbeiter oder Akademiker in der mineralischen Roh- und Baustoffindustrie tätig zu sein, klaffte eine Lücke. Auf der anderen Seite wurden dringend Verantwortungsträger für das mittlere Management gesucht. Wer dafür eine Zusatzqualifikation anstrebte, dem blieb nur der allgemeine Weg über den Meisterabschluss Metalltechnik. Auch gut, aber zu unkonkret für die speziellen Belange der Branche. In einer übergreifenden Arbeitsgruppe „Meisterkurs“ entstand seitens der Verbände gemeinsam mit erfahrenen Lehrern der Aus- und Weiterbildungssparte ein Konzept. Vor zwei Jahren gelang es auf dieser Basis zusammen mit den Eckert Schulen Regensburg als hochkarätigem Partner, das Weiterbildungsangebot zum „Industriemeister Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik IHK“ zu etablieren. Im vergangenen Mai legten die ersten zehn Protagonisten dieses Spezial-Meisterkurses ihre Abschlussprüfungen ab. Im „Jahr zwei“ fanden schon 25 relevante Meisterkandidaten zusammen. Die 24 Männer und eine Frau sollten nun eigentlich bereits ihren Meisterbrief in der Hand halten – eigentlich, denn die Corona-Situation machte ihrem Zeitplan einen dicken Strich durch die terminliche Rechnung. Wie geht es nun also weiter mit den 2020er-Meisterschaften? Veränderte We Die Aufstiegsfortbildung zum Industriemeister Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik in das Angebotssystem der Eckert Schulen einzugliedern, verlief annähernd stromlinienförmig ideal. Zwar stellte sich schon kurz nach dem Start der Hauptqualifikation heraus, dass diese HQ-Phase in Regensburg wegen der Stoff-Fülle von geplanten vier auf sechs Monate hochgefahren werden muss, aber wenn schon Meister, dann auch mit einem umfassenden Hintergrund. Nach nur kurzer Irritation aufgrund dieser zeitlichen Änderung sahen dies auch die Arbeitgeber der Meister-Aufsteiger so. Wie sonst hätte sich die Anzahl beim erst zweiten Aufschlag gegenüber dem Premierenjahrgang 2018/19 auf das Zweieinhalbfache erhöhen können? Die unterstützenden Arbeitgeber der angehenden Meister handeln mit Weitblick, indem sie für die Kandidaten selbst sowie für ihr Unternehmen gleichermaßen neue Möglichkeiten schaffen. Inzwischen wissen sie auch, dass ihre zur Weiterbildung Delegierten in den besten Händen sind. Sie kehren mit Wissen zurück, das sie für das mittlere Management ohne Wenn und Aber qualifiziert. Die Roh- und Baustoffbranche ist schließlich überschaubar, alles spricht sich schnell herum. So blieb auch das Lob der Absolventen des ersten Jahrgangs nicht im Verborgenen. Abläufe und Dozenten kamen gleichermaßen gut weg, auch weil die Eckert Schulen auf Berufspraktiker setzen, die theoretisches Fachwissen und Anwendungs- Know-how aus langjähriger Berufserfahrung – oftmals in leitender Position – verknüpfen und praxisgerecht weitergeben. So finden Teilnehmer und Dozenten rasch einen direkten Draht zueinander, was einen erheblichen Einfluss auf die hervorragenden Bestehensquoten hat. StD Uwe Heider, der auch am BSZ, Staatliches Berufliches Schulzentrum Wiesau, lehrt, erntete auf der vorjährigen Meisterfeier besonders viel Zuspruch für sein enormes Engagement. Nicht nur ist dieser Meisterkurs genau genommen zum Teil „sein Kind“, das er gemeinsam mit den Verbänden zum Laufen brachte, er schätzt auch ausdrücklich die Menschen, die er im Rahmen der Aufstiegsfortbildung begleitet. Während er aber das großartige Miteinander im vergangenen Jahr noch einem eventuellen Premiereneffekt zuschrieb, ist er sich nun nach Rückfrage sicher: Das besondere Dozenten-Schüler-Miteinander war ELMAR DOBNER erklärt stolz, wie schnell es dem Bildungsträger gelang, allen Lernwilligen eine Online-Lizenz zur Verfügung und die Unterrichtsform der Dozenten umzustellen. Foto: Eckert Schulen GESTEINS Perspektiven 5 | 2020

ERINNERUNG AN DIE FEIER der Premieren-Meister. Manche wurden vom Arbeitgeber empfohlen und ermuntert, andere fanden den Flyer während der steinexpo 2017 bzw. auf bv-miro.org. Die Altersspanne reichte von 22 bis 48 Jahre. Foto: gsz ge zum 2020er-Ziel keine Ein-Jahres-Fliege, denn die Zweitauflage mit deutlich mehr Teilnehmern ist schon wieder aus seiner Sicht „ein Hammer!“ Digitale Überbrückung blitzschnell eingeführt Seit dem Shutdown hat sich nun das Miteinander freilich komplett verändert und auch die für Mai geplanten Abschlussprüfungen fielen glatt ins Wasser. Doch die Eckert Schulen Regensburg reagierten auf die neue Situation blitzschnell und professionell. Hier zeigte sich, dass die Einrichtung im Jahr 2019 vom Stern zu Recht als „Deutschlands bester Weiterbildungsanbieter“ ausgezeichnet worden ist. Weiterbildungsberater Elmar Dobner erklärt: „Wir hatten zuvor bereits 2200 Lizenzen für die digitale Fernbeschulung über MS-Teams im Programm. Dieses Kontingent haben wir von einem Tag auf den anderen auf 9000 Lizenzen aufgestockt, um ohne Zeitverzug für alle Teilnehmer in den Fernlehre-Modus wechseln zu können. Es ist uns ganz wichtig, das Wissen auch in dieser ungewöhnlichen Zeit hochzuhalten und tatsächlich in Vollzeit-(Digital-)Kontaktwochen die Prüfungsvorbereitung professionell durchzuziehen.“ Dies sei zugegebenermaßen nicht für alle Weiterbildungswilligen die Vorzugsmethode auf dem Weg zum Meisterbrief. Statt einer Unterrichtsteilnahme über PC hätten es einige vorgezogen, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren, um im nächsten Jahr einen Neustart nach der klassischen Präsenz-Methode zu wagen. Die Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik-Meister in spe allerdings blieben vollzählig bei der Stange und beißen sich durch. Sie büffeln und arbeiten auf ihre Der Meisterkurs 2019/20 Im November 2019 starteten insgesamt 25 Teilnehmer – eine Frau und 24 Männer – nach absolvierter Basisqualifikation an verschiedenen Standorten in Deutschland den HQ-Teil in Regensburg, um den Abschluss als Industriemeister Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik zu erwerben. Dabei kommen die Meisterkandidaten aus folgenden Unternehmen: ✔ Basalt AG (2x) ✔ F. L. Juchem & Söhne GmbH & Co. KG (2x) ✔ Asphaltmischwerk Oberwiera GmbH & Co. KG ✔ Betonwerke Bad Lausick GmbH & Co. ✔ KG Fels GmbH ✔ Kalkwerk Saal Fels-Werk GmbH ✔ Global-Construction GmbH ✔ Heidelberger Beton Franken GmbH & Co. KG ✔ Heidelberger Beton GmbH Gebiet München ✔ Heidelberger Sand und Kies GmbH ✔ Holcim Kies und Beton GmbH ✔ Hollweg, Kümpers & Comp. / Zweigniederlassung der BAG ✔ Josef Schnurrer GmbH & Co. KG ✔ MHI Naturstein GmbH ✔ MKW Mitteldeutsche Hartstein-, Kies- und Mischwerke GmbH ✔ Holcim Kies und Beton GmbH ✔ Peterbeton Rudolf Peter GmbH & Co. KG ✔ Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG ✔ Sand und Mörtelwerk GmbH ✔ Sebald Zement GmbH ✔ TBS Transportbeton Rhein-Neckar GmbH & Co. KG ✔ Walhalla Kalk GmbH & Co. KG ✔ Wilhelm Geiger GmbH & Co. KG Wie erhofft und gewünscht bilden die aufgeführten Unternehmen das von den initiierenden Verbänden angepeilte Spektrum der mineralischen Rohund Baustoffindustrie ab. Ab 1. August dieses Jahres soll ein verbessertes Aufstiegs-BAföG der Bereitschaft zur Weiterbildung zusätzlichen Rückenwind verleihen. Das im Februar vom Bundestag beschlossene neue Gesetz sieht unter anderem höhere Zuschussanteile, höhere Freibeträge sowie höhere Darlehenserlasse vor und führt stufenweise die Förderung bis auf „Master-Niveau“ ein. Aufstiegswillige können die Kurse auch künftig in Volloder Teilzeit bzw. als Fernstudium absolvieren. www.bv-miro.org Überblick 5 | 2020 GESTEINS Perspektiven

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