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asphalt 06/19

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32 Schwerpunkt:

32 Schwerpunkt: Rejuvenatoren Abbildung 8: Ergebnisse EP RuK (links) und NP (rechts) nach wiederholter Alterung (AII) Abbildung 9: Ergebnisse Komplexer Schermodul (links) und Phasenwinkel (rechts) nach wiederholter Alterung (AII) Abbildung 10: Ergebnisse Black-Diagramm (links) und BTSV (rechts) nach wiederholter Alterung (AII) Abbildung 11: Ergebnisse MSCRT-Rückformung (links) und MSCRT-Nachgiebigkeit (rechts) nach wiederholter Alterung (AII) Abbildung 12: Ergebnisse BBR-Tm0,3 (links) und BBR-TS300 (rechts) nach wiederholter Alterung (AII) 6|2019

Schwerpunkt: Rejuvenatoren 33 tiven Alterungsprozessen (Beschleunigung). Dem hingegen weisen die Varianten V1, V2 und V8 im Vergleich zum Basisbitumen sogar eher eine leicht alterungshemmende Wirkung auf. Ausgehend von einer Abnahme der NP um 31 0,1 mm bei Alterung des 50/70 zeigen alle eingesetzten Produkte grundsätzlich eine geringere Abnahme. Bis auf Variante V4 liegen nach der Alterung nahezu alle Varianten auf einem vergleichbaren Niveau. Im Hinblick auf die rheologische Betrachtung der Bindemittel nach der wiederholten Alterung zeigen vor allem das Black-Diagramm, das BTSV-Diagramm und die MSCRT-Kennwerte (Abbildungen 9 bis 11) deutlich Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten. Es zeichnet sich an dieser Stelle analog zu den Ergebnissen EP RuK ab, dass die Alterung der verjüngten Bindemittel stellenweise zu einer Beschleunigung der Alterungsprozesse führt. So konnten hier am Beispiel der BTSV-Ergebnisse drei Wirkungsgruppen identifiziert werden. Die Varianten V4 und V5 sind stärker gealtert als das ursprüngliche Bitumen bei gleicher Alterungsstufe (AIII), die Varianten V2, V7, V6 und V3 liegen knapp vor diesem Bereich und die Varianten V8 und V1 sind wesentlich weniger stark gealtert und vom Alterungsstatus nur leicht hinter der Alterungsstufe 50/70 AII einzustufen. Bezüglich des Tieftemperaturverhaltens (BBR) liegen nach der wiederholten Alterung mit Ausnahme der Variante V4 alle Produkte auf einem vergleichbaren hohen Niveau und auch allgemein günstiger als das gealterte Basisbitumen (Abbildung 12). Die beiden Bitumenkennwerte Rückformung (R) und Nachgiebigkeit (J nr ) stehen unmittelbar in einem Zusammenhang miteinander und können genutzt werden, um das Verhalten eines Bitumens infolge einer Kriechbelastung zu beschreiben. Hierzu wurde in Abbildung 13 jeweils nach der Verjüngung (links) und der wiederholten Alterung (rechts) die bleibende Dehnung (Nachgiebigkeit) logarithmisch in Abhängigkeit des Anteils der viskoelastischen Dehnung (Rückformung) im R/N-Diagramm dargestellt. Die Darstellungsform der Ergebnisse der Kriechversuche (MSCRT) im R/N-Diagramm eröffnet die Möglichkeit einer einfachen und prüftechnisch schnell umzusetzenden Beschreibung der rheologischen Wirksamkeit eines Rejuvenators nach Verjüngung und wiederholter Alterung. Anhand dieser Darstellung konnten nahezu alle bisherigen Feststellungen aus den rheologischen Bitumenanalysen bestätigt werden. Wechselwirkungen zum Gestein Die Abbildung 14 stellt auszugsweise die Ergebnisse der Untersuchungen zur Wechselwirkung zwischen Bitumen/ Rejuvenator und Gestein zusammen. Mit Ausnahme von Variante V7 (Rapsöl) lässt sich an dieser Stelle festhalten, dass die geprüften Varianten zu keiner Veränderung bzw. teilweise zu einer leichten Verbesserung des Haftverhaltens führen. Aufgrund der Ergebnisse zur Untersuchung der Wechselwirkung der verschiedenen Bitumenvarianten mit zwei unterschiedlichen Füllern (Kalkstein- und Diabasfüller) kann für alle geprüften Varianten attestiert werden, dass die Wirkung durch die beiden eingesetzten Füller nicht beeinflusst wird. Abbildung 13: R/N-Diagramm zur Beschreibung der rheologischen Wirksamkeit eines Rejuvenators nach Verjüngung A0 (links) und wiederholter Alterung AII (rechts) Abbildung 14: Ergebnisse Umhüllungsgrad für Grauwacke (links) und Delta RuK (rechts) 6|2019

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