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asphalt 06/19

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22 Menschen Abschied von

22 Menschen Abschied von Ulrich Halfmann Ein guter Freund hat uns verlassen Ulrich Halfmann ist gestorben und neben seiner Familie trauern viele Freunde und Kollegen um ihn. Wer ihn, so wie ich, seit rund 55 Jahren kannte, erst als bewunderter Fachmann von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), dann als mehr und mehr geschätzten Straßenbau- und Asphaltspezialisten und ihn schließlich als immer treusorgenden, hilfsbereiten und liebenswerten Freund in vielen Lebenslagen und Situationen erlebt hat, kann ermessen, welche Lücke er hinterlässt. Er war etwas Besonderes, ein Original, mit Ecken und Kanten, mit manchmal ungeduldigem und auch ruppigem Auftreten, aber immer bemüht, Meinungsverschiedenheiten zu überbrücken und auszugleichen. Fast immer ist es ihm gelungen, dies zu erreichen, ohne jemanden ernsthaft zu verärgern oder gar zu verletzen. Sein überragendes Fachwissen – vor allem auf dem Gebiet des Asphaltstraßenbaus – machte ihn zum allseits geschätzten Partner in fast unzähligen Fachgremien und als Vortragenden bei einer großen Zahl von Fachveranstaltungen im In- und Ausland. Die Ehrungen, die ihm zuteilwurden, können nur unzulänglich wiedergeben was neben seinem Arbeitgeber zum Beispiel die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV), der Deutsche Asphaltverband (DAV) und das Deutsche Asphaltinstitut (DAI) ihm zu verdanken haben. Er war gradlinig, ein treusorgender Ehemann, strenger und konsequenter Vater und ein liebevoller Opa, der auch persönlich einiges zu verkraften hatte. Mit der unerschütterlichen Hilfe seiner Frau Bruni konnte er schwere gesundheitliche Attacken bewältigen, die aber doch Narben und Spuren hinterlassen haben. So musste er, der sich selbst für nahezu „unkaputtbar“ hielt, sich schließlich doch einigen hartnäckigen Beeinträchtigungen seiner Dipl.-Ing. Ulrich Halfmann, Leitender Regierungsdirektor a. D., *1933 †2019 (Quelle: FGSV) Gesundheit geschlagen geben. Das Schicksal hat ihm längere Schmerzen erspart und ruhig einschlafen lassen. Wir trauern um Ulrich Halfmann, aber wir schätzen uns auch glücklich, dass wir einen langen Abschnitt des Lebens mit ihm teilen konnten und werden ihm einen würdigen Platz in unserem Herzen bewahren. Ulrich Halfmann hat sich um seine Familie, seine Freunde und alle, die ihn menschlich und beruflich erleben konnten, verdient gemacht! Horst Erhardt NACHRUF Zum Gedenken an Dipl.-Ing. Ulrich Halfmann Der Deutsche Asphaltverband (DAV) und das Deutsche Asphaltinstitut (DAI) trauern um den Leitenden Regierungsdirektor a. D. Dipl.-Ing. Ulrich Halfmann. Mit ihm haben wir und die gesamte Branche einen unserer aktivsten Fürsprecher verloren. Dabei bestach Ulrich Halfmann mit einem außergewöhnlichen, über viele Jahre angesammelten Fachwissen. Als ehemaliger Referatsleiter Asphaltbauweisen bei der Bundesanstalt für Straßenwesen stand seine fachliche Kompetenz immer außer Frage – sein Wort hatte Gewicht und seine Meinung war gefragt. Das offenbarte sich auch in seiner intensiven Gremienarbeit bei der FGSV. So war er beispielsweise Leiter der seinerzeitigen Arbeitsausschüsse 7.9 „Wiederverwertung von Asphalt“ und 9.4 „Technische Vorschriften und Richtlinien für Tragschichten“. Außerdem war er in zahlreichen weiteren Arbeitsausschüssen und Arbeitskreisen aktiv, bis zuletzt noch im Lenkungsausschuss 7 „Asphaltbauweisen“, im Arbeitsausschuss 7.1 „Technische Vertragsbedingungen“ und im Arbeitsausschuss 7.3 „Bauweisen“. Dass er für dieses unermüdliche Wirken im Laufe seiner langjährigen Tätigkeit mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt wurde, ist schon beinahe selbstverständlich. Die Lüer-Nadel und die FGSV-Ehrennadel seien hier aufgrund ihrer besonderen Bedeutung beispielhaft genannt. Seine Expertise hat Ulrich Halfmann zudem auch viele Jahre dem DAV zur Verfügung gestellt. So hat er beispielsweise die auf unserer Homepage www.asphalt.de veröffentlichte Liste aller relevanten Technischen Regelwerke auf dem aktuellen Stand gehalten. Unverzichtbar für den DAV war auch sein Endlektorat sämtlicher technischer Leitfäden, was maßgeblich zu deren Qualität und Ansehen beigetragen hat. Mit seiner unerreichten Akribie spürte er immer wieder technisch unsaubere Formulierungen auf oder wies auf veraltete Normen oder Regelwerke hin. Aber auch menschlich war Ulrich Halfmann für das gesamte DAV-Team und wohl alle, die ihn kannten, stets eine Bereicherung. Er stand uns mit seiner großen Menschenkenntnis und Lebenserfahrung in nahezu allen Lebenslagen mit Rat und auch Tat gern zur Seite. Unvergessen sind seine zahlreichen Besuche in unserer Geschäftsstelle, zu denen er stets etwas früher erschien, um auch noch mit jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter des gesamten DAV-Teams ein paar persönliche Worte wechseln zu können, ehe es an die fachliche Arbeit ging. Häufig brachte er zu solchen Terminen auch noch einen Kuchen oder zur Weihnachtszeit auch die legendären Florentiner – beides natürlich von seiner Ehefrau Brunhilde frisch gebacken – mit. Lieber Ulrich Halfmann, danke für alles – Sie werden uns fehlen! André Täube 6|2019

Menschen 23 Mecklenburg-Vorpommern Neuer Direktor des Landesamtes Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Energieministerium, hat Mitte August Dr. René Firgt in sein Amt als Direktor des Landesamts für Straßenbau und Verkehr eingeführt. Einen Tag zuvor hatte Infrastrukturminister Christian Pegel dem 42-Jährigen diese Funktion übertragen. Ina-Maria Ulbrich betonte anlässlich der Amtseinführung in Rostock: „Dr. Firgt hat seine hervorragenden Kenntnisse und Fähigkeiten in seinen bisherigen Positionen auf verschiedenen Ebenen der Straßenbauverwaltung überzeugend bewiesen. So hat er zuletzt die Projektgruppe ,Großprojekte‘ für Neubauvorhaben im Straßenbau aufgebaut und geleitet. Insbesondere schätzen wir ihn auch als sehr engagierten Kollegen mit vielen innovativen Ideen, der auch mal ausgetretene Pfade verlässt.“ Firgt, 1977 in Wismar geboren, hat nach seinem Studium zum Diplom-Ingenieur zwei Jahre im Straßenbauamt Lübeck und anschließend vier Jahre als Sachbearbeiter für kommunalen Straßenbau im Verkehrsministerium Schleswig-Holstein gearbeitet. Danach war er im Referat Bundesverkehrswegeplanung und Investitionspolitik beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Berlin tätig. Neben seiner Berufstätigkeit absolvierte er ein Studium in Rechtswissenschaften, das er als „Master of Laws“ und schließlich mit der Promotion abschloss. Seit 2011 ist Firgt bei der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt. Vom Sachbearbeiter im Referat Straßenbau des Verkehrsministeriums stieg der verheiratete Vater dreier Töchter auf zum Leiter der Abteilung Straßenbau und Straßenverkehr im Landesamt, bevor er 2018 Leiter der Projektgruppe Großprojekte wurde. Als Landesamtsdirektor folgt er auf Manfred Rathert, der im Frühjahr in Pension ging. • Dr. René Firgt ist neuer Direktor des Landesamts für Straßenbau und Verkehr. (Quelle: Landesamt) VERSCHLEISSFESTER STAHL ÜBERRAGENDE BEARBEITBARKEIT FÜR MEHR PRODUKTIVITÄT • Dicke: ab 3,2mm! • Exzellente Kaltverformungseigenschaften und Schweißbarkeit • Überlegene Verarbeitbarkeit, enge Toleranzen, hohe Oberflächenqualität und Konstanz www.qUArD.ME NLMK DEUTSCHLAND GmbH Eutelis-Platz 2 40878 Ratingen T: +49 2102 5513 - 600 E: quard@eu.nlmk.com 6|2019

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