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asphalt 06/19

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10 Aktuell

10 Aktuell BAUSTELLENMELDUNGEN ËËË L125 Mit der Landesstraßenoffensive verfolgt die Landesregierung Schleswig-Holsteins das Ziel, den Sanierungsstau der vergangenen Jahrzehnte bis 2030 abzubauen und die In - frastruktur im Land wieder auf Vordermann zu bringen. Eine dieser stark geschädigten Landesstraßen ist die L125 zwischen Bargstedt und Nortorf. Die Unterfinanzierung des Landesstraßenhaushaltes und die damit verbundene Aufteilung in Straßennetze unterschiedlicher Priorität hatten in der Vergangenheit dazu geführt, dass bisher die Straße nur notdürftig geflickt werden konnte. Nunmehr ist es jedoch gelungen, durch eine maßgeschneiderte Erhaltungsstrategie und die Sicherstellung der Finanzierung der Landesstraßenmaßnahmen über das sogenannte Impulsprogramm, auch über eine Legislaturperiode hinaus, die L125 in 2021 zu finanzieren. ËËË A52/B225 Die Arbeiten in der A52-Anschlussstelle Marl-Frentrop sowie die Sanierung der in diesem Bereich verlaufenden B225 sind abgeschlossen. Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm hatte mit den Arbeiten Anfang Juni begonnen. Geplant war eine Bauzeit von zwei Monaten, die auch eingehalten werden konnte. Straßen.NRW investierte bei dieser Maßnahme 2 Mio. Euro aus Bundesmitteln. ËËË A524 Anfang August begann die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Krefeld mit der Einrichtung einer Baustelle auf der A524 zwischen der Anschlussstelle Duisburg-Rahm und dem Autobahndreieck Breitscheid. Geplant ist bis Herbst 2020 diese Strecke grundhaft zu erneuern. Die A524 wird auf einer Länge von ca. 4 km saniert. Bei dem mit ca. 40 Jahren in die Jahre gekommenen Autobahnstück müssen die Entwässerung, der Gesamtaufbau der Fahrbahn (d. h. neue Frostschutzschicht und neue Tragschichten), die Fernmeldekabel sowie die Stahlschutzplankenanlagen erneuert werden. Saniert werden auch die Aus- und Auffahrten der innerhalb dieser Strecke liegenden Anschlussstelle Lintorf. In diesem Abschnitt werden auch 10 Brücken saniert. Die Baukosten betragen rund 10 Mio. Euro ËËË Foto: DAV/Hin Straßen.NRW Wie Drohnen beim Autobahnbau helfen Seit 2014 wird am Kreuz Recklinghausen gebaut. Die A43 soll künftig sechsspurig das hohe Verkehrsaufkommen besser bewältigen. Das Bauende rund um das AK Recklinghausen wird im November dieses Jahres sein. Wichtige Informationen für die am Bau Beteiligten sammeln dabei auch Drohnen. Mit Drohnen den Überblick behalten – gerade bei großen Projekten. (Quelle: Straßen.NRW) Ein Blick von oben macht die Dimension des Bauvorhabens am Kreuz Recklinghausen deutlich. Bevor hier Autos und Lkw mehr Platz bekommen, muss viel Boden bewegt werden. Wie viel tatsächlich am Ende von den Baggern ausgehoben oder aufgeschüttet worden ist, kann Michael Quente mithilfe der Drohnen-Daten ermitteln. „Wir erstellen aus der Luft ein digitales Aufmaß. Das ist nicht nur zu Dokumentationszwecken interessant, sondern hilft auch bei der Abrechnung“, erklärt der Vermessungsingenieur des Landesbetriebes Straßenbau NRW (Straßen NRW). Nur wenige Hundert Meter weiter östlich lässt Michael Quente die Drohne noch einmal aufsteigen. Dieses Mal über einer Wiese. Die rund 5 ha große Fläche ist eine Ausgleichsfläche. Vor Beginn des Projekts „Neue A43“ wurde das Areal als Ackerland gebraucht. Seit 2016 aber finden Spaziergänger hier eine artenreiche Glatthaferwiese mit regionalem Saatgut. „Vor allem für die Planung solcher Flächen ist der Drohneneinsatz hilfreich“, erklärt Quente den Nutzen der Technik. Die Bilder aus der Luft helfen Straßen.NRW auch beim Dialog mit den Bürgern. Dort, wo ein neues Projekt geplant wird, reicht die Vorstellungskraft oft nicht aus, die Dimensionen realistisch einzuschätzen. Mithilfe der Drohnendaten lassen sich Wirklichkeit und planerische Ideen verschmelzen. „Die Visualisierungen, die wir zum Beispiel bei Bürgerinformations-Messen zeigen, werden immer sehr interessiert aufgenommen“, weiß Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin von Straßen.NRW. „Vielen Anliegern können wir so die Angst vor einem neuen Projekt nehmen.“ Auf der anderen Seite lassen sich mithilfe der umfangreichen Daten auch Alternativen visuell darstellen. „Gerade bei der frühen Bürgerbeteiligung können wir so ein Meinungsbild abfragen, welche Variante die beste Akzeptanz findet“, so Sauerwein-Braksiek. • 6|2019

Aktuell 11 6|2019

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