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asphalt 05/19

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52 Technik Wirtgen Group

52 Technik Wirtgen Group Beim Asphaltrecycling muss die gesamte Prozesskette stimmen Damit aus Gesteinskörnungen und Bitumen Asphalt für den Straßenbau wird, braucht es einen thermischen Vermischungsprozess. Dafür ist eine Asphaltmischanlage unerlässlich. Bei der Herstellung des „schwarzen Goldes“ wird weltweit zunehmend der Ausbauasphalt als Ressource entdeckt. Hinzu kommt, dass in Industrienationen längst weitaus mehr Straßenkilometer saniert als neu gebaut werden. Das bedeutet auch, dass Millionen Tonnen Asphalt abgetragen werden. Diese Aufgabe erledigen überwiegend Kaltfräsen. Sie sind das erste Glied in der Prozesskette, bei der im nächsten Schritt Brech- und Siebanlagen sowie die Asphaltmischanlagen folgen und an deren Ende der Ausbauasphalt als Teil des neuen Mischgutes von Asphaltstraßenfertigern wieder eingebaut wird. Wesentlichen Einfluss auf die Effizienz der Prozesskette haben dabei aufeinander abgestimmte Maschinen, moderne Verfahren und moderne Technologien. Dank reibungsloser Prozesse lässt sich das Asphaltrecycling wirtschaftlich und nachhaltig steigern. Herausforderung: Zugabemenge erhöhen Lösungen für das Asphaltrecycling aus einer Hand – vom Ausbau des Altasphalts über dessen Aufbereiten bis zum Mischen des neuen Asphalts und dessen Einbau. Mit einer optimalen Prozesskette lässt sich das Asphaltrecycling wirtschaftlich und nachhaltig steigern. In vielen Ländern ist kaum noch ein Mischgut-Lkw zu einer Baustelle unterwegs, der nicht mit einem Anteil an recyceltem Asphalt beladen ist. So entfiel 2018 allein in Deutschland ein Viertel des produzierten Asphalts (41 Mio. t) auf den Ausbauasphalt (10,5 t). Bei insgesamt rund 12 Mio. t anfallendem Ausbauasphalt bedeutete das im vergangenen Jahr eine Wiederwendung von 87 %. Die Aufbereitung von Altasphalt ist ein volkswirtschaftliches Gebot zur Erhaltung natürlicher Ressourcen. Die Industrie sucht daher immer wieder nach Lösungen, die Prozesse innerhalb der Asphaltmischanlage zu optimieren. Ein wesentlicher Ansatz ist dabei die Erhöhung der Zugabemenge von Ausbauasphalt in allen Rezepturen der „Heiß- und Kalt“-Aufbereitungstechnologien. Die maximale Zugabemenge schont nicht nur die Umwelt, sondern bringt auch Vorteile für die Mischgutpreise. Bei der klassischen Recycling-Zugabe im Gleichstrom-Prinzip ist die Temperatur durch die entstehenden Abgasemissionen auf 130 °C beschränkt, die Abgastemperaturen liegen jedoch physikalisch bedingt darüber, was zu einem erhöhten Energieverbrauch und höherer Belastung der Entstaubung führt. Um eine Mischgut-Temperatur von 160 °C zu erreichen, 5|2019

Technik 53 Siebanlagen wie die MOBISCREEN MS 953 EVO sieben das Fräsgut, um eine optimale Sieblinie zu erzielen. So kann die Zugabemenge des Ausbauasphalts gesteigert werden. Bei der Recyclingtrommel mit Heißgaserzeuger wird – im Unterschied zu klassischen Recycling-Paralleltrommeln – das Recycling-Material indirekt im Gegenstrom-Verfahren erhitzt. Dabei fließt das Material in der Trommel der Wärmequelle entgegen. Hierdurch werden höhere Materialtemperaturen bei gleichzeitiger Senkung der Abgastemperatur erzielt. Die Auslauftemperatur von 160 °C entspricht der weiteren Verarbeitungstemperatur, die Abgastemperatur liegt über dem Taupunkt in etwa bei 100 °C. Das Ganze ist nur möglich durch den Einsatz eines Heißgaserzeugers, denn bei Direktbefeuerung würde das Recycling verbrennen und somit unbrauchbar werden. Brenner, Heißgaserzeuger, Recyclingtrommel, Absaughaube sowie Um- und Abluftsystem sind dabei exakt aufeinander abgestimmt. Positiver Effekt: Das Weißmineral muss nicht mehr überhitzt gefahren werden, was zu einer deutlichen Energiereduzierung führt. Durch das Recycling im Gegenstrom-Verfahren lassen sich die Emissionen massiv senken (TA Luft) und – je nach Qualität des Recycling-Materials – Recy- muss Weißmineral in diesem Fall überhitzt gefahren werden. Lösung: Gegen den Strom – Recycling-Quote 90 + x % Asphaltfertiger wie der SUPER 1800-3i und Tandemwalzen wie die HD+ 90i PH VO oder DV+ 70i VV-S sowie Gummiradwalzen wie die HP 280i übernehmen am Ende der Prozesskette den Einbau und die Verdichtung des recycelten Asphalts Kaltfräsen wie die W 210i tragen durch das selektive Fräsen von Deck-, Binder- und Tragschicht und intelligente Frästechnologien dazu bei, dass das ausgebaute Material in der Asphaltmischanlage besonders wirtschaftlich recycelt werden kann. (Quelle: Wirtgen) 5|2019

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