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asphalt 04/21

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Die Fachzeitschrift asphalt vertritt als offizielles Organ des Deutschen Asphaltverbandes (DAV) e.V. sowie des Deutschen Asphaltinstitutes (DAI) e.V. die Interessen der Asphalt produzierenden und verarbeitenden Industrie. Thematische Schwerpunkte sind Fachartikel, Berichte und Reportagen aus den Bereichen Wirtschaft und Politik mit Auswirkungen auf die Asphaltbranche sowie Entwicklungen und Tendenzen in der Verkehrspolitik, Neue Einbauverfahren, Neuerungen in der Maschinentechnik, Wiederverwendung, Lärmreduzierung, interessante Bauvorhaben, neue Regelwerke für die Asphaltbranche, aus dem Asphaltmischwerk, Neues aus dem Prüflabor und Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

8 Aktuell Radverkehr

8 Aktuell Radverkehr Deutschland soll Fahrradland werden Im April hat das Bundeskabinett den von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vorgelegten Nationalen Radverkehrsplan (NRVP 3.0) verabschiedet. Mit dem neuen Nationalen Radverkehrsplan soll Deutschland zum Fahrradland gemacht werden. Laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wurde bei der Erstellung alles berücksichtigt: von der Infrastruktur über die gesetzlichen Vorschriften, die finanzielle Förderung bis hin zum Einsatz des Fahrrads in der Logistik. Für den NRVP 3.0 wurden laut BMVI erstmals die Bürger gefragt, was sie sich für den Radverkehr wünschen. Über 2.000 Ideen wurden so zusammengetragen. Im Dialog mit Ländern, Kommunen, Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft entstand dann der NRVP 3.0 für die nächsten zehn Jahre. Verkehrsminister Andreas Scheuer dazu: „Ich fordere alle auf, ihn jetzt vor Ort mit Leben zu füllen, schnell anzupacken und die Maßnahmen umzusetzen.“ Der NRVP 3.0 ist die Strategie für die Radverkehrsförderung in ganz Deutschland und Leitlinie für Bund, Länder, Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft bis 2030. Der NRVP wird seit 2002 regelmäßig neu aufgelegt. Der aktuelle NRVP ist Ende 2020 ausgelaufen. Ziel des neuen Plans ist es, dass die Anzahl der Wege von rund 120 auf 180 Wege je Person und Jahr zunimmt. Die durchschnittliche Länge der mit dem Rad zurückgelegten Wege soll sich von 3,7 km auf 6 km erhöhen. Die finanzielle Förderung des Radverkehrs durch Bund, Länder und Kommunen soll sich perspektivisch an rund 30 Euro je Person und Jahr orientieren. Dabei gibt der NRVP konkrete Vorschläge und Handlungsempfehlungen, wie beispielsweise die Förderung einer sicheren und lückenlosen Radinfrastruktur. Das heißt, dass beim Neu- und Ausbau von Bundes-, Landes- oder Kreisstraßen grundsätzlich begleitende Radwege eingerichtet werden sollen. Konkretes fehlt Für den Fahrradclub ADFC ist der NRVP 3.0 viel zu unkonkret. Deshalb legte der ADFC einen Aktionsplan für eine neue Bundesregierung mit dem Titel „So geht #Fahrradland“ vor. Darin fordert der Verband von der nächsten Bundesregierung eine neue Verfassung für den Straßenverkehr, den Bundeshaushalt Radverkehr dauerhaft zu erhöhen (von 350 auf 850 Mio. Euro), einen Bund-Länder-Vertrag für lückenlose Radwegenetze zu schließen, 100 Stellen für den Radverkehr im BMVI und nachgeordneten Behörden zu schaffen, eine Aus- und Fortbildungsoffensive für Planer und Ingenieure zu starten sowie ein Bundesinstitut für Radverkehrsforschung zu gründen. • Bis 2030 will der Bund den Radverkehr drastisch ausbauen. (Quelle: Pixabay) Mehr Mut Parallel zur Veröffentlichung des NRVP 3.0 stellen der Fahrradclub ADFC und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) die gemeinsame Publikation „Förderung des Radverkehrs in Städten und Gemeinden“ vor. Durch Tipps für die Planung und viele Best-Practice-Beispiele wollen ADFC und Gemeindebund großen und kleinen Kommunen dabei helfen, schnell umsetzbare und praxistaugliche Lösungen für gute Radinfrastruktur zu finden. Quelle: ADFC 4|2021

Aktuell 9 4|2021

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