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asphalt 04/20

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32 Technik Gerade die

32 Technik Gerade die Kombination aus Sicherstellung des Schichtenverbunds und Versiegelung der Arbeitsnaht beeindruckte. nente des Maschinenantriebs ist das Dieselaggregat mit angeflanschten Hydraulikpumpen für den Fahrantrieb und die Arbeitshydraulik. Der Dieselmotor verfügt dabei über Technologie der Abgasnachbehandlung gemäß Verordnung (EU) 2016/1628 Stufe V inklusive Dieselpartikelfilter. Seit 2019 sind alle Maschinen der Baureihe Weiro TM mit dieser umweltfreundlichen Antriebstechnik ausgerüstet. Damit sind die Anwender dieser Maschinen beispielsweise auch berechtigt, in besonders ausgezeichneten Luftreinhaltezonen, wie sie von bestimmten Kommunen vielerorts ausgewiesen wurden, die erforderlichen Anspritzarbeiten uneingeschränkt durchzuführen. Gleichzeitig wurde der hydrostatische, auf die Hinterräder wirkende Fahrantrieb effizienter ausgeführt, was die Emissionen in Bezug auf Abgas und Lärm gegenüber früheren Ausführungen nochmals verringert. Die auf der Maschine installierten Hilfsaggregate wie Kompressor und Rührwerk sowie die schalt- und regelbaren Pumpenantriebe werden ebenfalls hydraulisch angetrieben. Für den Auftrag des Schichtenverbunds ist die kombinierte Arbeitsmaschine TM600SKH mit einem isolierten Bindemitteltank mit 600 l Nutzinhalt und mit direkter, thermostatgesteuerter Propangasheizung ausgerüstet. Das Bindemittel wird nach dem Aufheizen mittels einer Vollzirkulationsspritzrampe gleichmäßig und dosiergenau auf die Oberfläche ausgebracht. Das verstopfungsfreie Arbeiten wird auch hier durch das Zirkulationsprinzip gewährleistet. Dabei wird stets erwärmtes Bindemittel im Umlauf gehalten und so Leitungen, Spritzeinrichtung und Düsen erwärmt. Die Befüllung des Bindemitteltanks erfolgt auf der Baustelle mittels Saugrohr oder aus separaten Behältern, etwa IBC oder Servicetanks, oder mit externer Pumpe direkt durch den geöffneten Domdeckel. Der Bitumenwerkstoff für die Naht- und Randversiegelung wird im indirekt beheizten und wärmegedämmten Rührwerkskocher aufgeschmolzen. Das den Bitumenkessel umgebende Thermalöl wird dabei durch einen Gasbrenner mit automatischer Temperaturregelung erwärmt, wodurch eine schonende Aufschmelzung der empfindlichen Bitumenwerkstoffe erreicht wird. Das hydraulische Rührwerk stellt die erforderliche gleichmäßige Wärmeverteilung sicher. Die Spritzeinrichtung ermöglicht eine direkte und zeitsparende Ausbringung des Heißbitumenwerkstoffes. Sie besteht aus einer hydraulisch angetriebenen, außen liegenden und beheizten Spezialpumpe sowie einem durch Bindemittelzirkulation vorgeheizten Düsenkopf. Die Förderleistung der Pumpe wird am Fahrerplatz elektrohydraulisch eingestellt. Der Düsenkopf wird in Auslenkung und Anspritzhöhe voreingestellt. Zusätzlich ermöglicht eine Auswahl von verschiedenen Düseneinsätzen für den richtigen Anspritzwinkel, dass das Bindemittel sachgerecht an der Längsnaht aufgetragen werden kann. Zum Versiegeln von Quernähten und Anschlüssen kann zusätzlich ein Handspritzrohr angeschlossen werden. Die Dosierung der Auftragsmenge wird in beiden Anwendungsfällen grundsätzlich durch die Düsenbestückung, die Fahrgeschwindigkeit und den Spritzdruck festgelegt. Die für die jeweils gewünschte Auftragsmenge notwendige Fahrgeschwindigkeit kann dabei in der Grundversion der Maschine einer vom Fahrersitz aus abzulesenden Dosiertabelle entnommen werden. Optional kann die TM600SKH, wie auch andere Weiro-Anspritzsysteme, mit einer rechnergestützten Dosierautomatik ausgestattet werden, welche den Bindemittelauftrag weitgehend unabhängig von der Arbeitsgeschwindigkeit auf einen vorher eingegebenen Sollwert regelt und überwacht. Diese Option erlaubt es auch, die jeweiligen Betriebsdaten bezogen auf jede Baustelle zu speichern und in Form eines Kurzprotokolls (Lieferschein) auszudrucken. Zusätzlich können die Daten aus dem Steuerrechner auch extern gespeichert und einer späteren detaillierteren Auswertung unterzogen werden. Ein wichtiger Punkt innerhalb der durchgeführten Einweisung war die sorgfältige Reinigung sämtlicher Leitungen und der Düsen sowohl des Düsenkopfs als auch der Spritzrampe nach Arbeitsende. Dies geschieht zuverlässig mittels Druckluft und ist Gewähr dafür, dass nach einem erneuten Aufheizen des Materials sofort störungsfrei weitergearbeitet werden kann. Kontakt: www.weiro.de Sie wollen einen Sonderdruck Ihres Berichtes aus einer Ausgabe der asphalt? Gerne senden wir Ihnen ein Angebot zu! Josef-Herrmann-Str. 1–3 · D-76473 Iffezheim · Tel.: +49 7229 606-0 infoSTV@stein-verlagGmbH.de · www.stein-verlagGmbH.de 4|2020

Technik 33 Marktreportage Asphaltfertiger Wenn die großen Jungs das Sagen haben Sie sind die Flaggschiffe auf jeder Großbaustelle – egal ob beim Straßenbau oder beim Asphaltieren von Startund Landebahnen. Die großen Asphaltfertiger der Baumaschinenhersteller überzeugen durch Superleistungen. Wir haben uns bei den Schwergewichten der Hersteller umgesehen. Für die Autobahnbaustelle und für den Bau von Flugbetriebsflächen gilt gleichermaßen: die beste Naht ist keine Naht. Daher sind vor allem bei diesen Großbaustellen Asphaltfertiger mit großen Einbaubreiten gefordert. Daneben sind aber auch noch andere Features für einen erfolgreichen Einsatz notwendig. asphalt blickt auf das Angebot der Baumaschinenhersteller in diesem Sektor. Ammann Mit seiner Auswahl an Asphaltfertigern bietet Ammann die richtige Maschine für jede Aufgabe. So bietet der Maschinenbauer beispielsweise auch für Großprojekte die passende Einbaumaschine, mit den großen Premiumfertiger, bestehend aus zwei Radfertigern (AFW 600-3 und AFW 700-3) und vier Kettenfertigern (AFT 600-3, AFT 700-3, AFT 800-3 und AFT 900-3). Der AFT 900-3 ist der größte Straßenfertiger von Ammann. Mit einer starren Bohle erzielt er eine Einbaubreite von 14 m und ist damit besonders geeignet für Großprojekte. Er verfügt über die nötige Leistung und Traktion, die auch für den Einsatz einer Hochverdichtungsbohle erforderlich sind. Die intelligente Steuerung mit Ammann Pavemanager gestattet die umfassende Überwachung sämtlicher Fertigerfunktionen. Die technologisch ausgereifte Ausstattung der Ammann-Fertiger bietet den Kunden zahlreiche Optionen, mit denen sie sich ihre Maschinen für die tägliche Arbeit oder spezifische Projekte zusammenstellen können. Die bewährte Steuerung ist einfach zu bedienen und bietet hohe Qualität. Die Fertiger der Premiumklasse sind mit dem Pavemanager ausgestattet, einem leistungsstarken, automatisierten HMI-System, das dem Bediener permanent Rückmeldungen zum Arbeitsablauf liefert und Einstellungsänderungen in Echtzeit ermöglicht. Dank einer großen Auswahl an Bohlen lassen sich die Fertiger problemlos an spezifische Anwendungen für den jeweiligen Anwendungsbereich und die Präferenzen der Einbaumannschaft anpassen. Alle Bohlen für Ammann-Fertiger überzeugen durch Stabilität – selbst bei großen Einbaubreiten. Die Bohlen können elektrisch oder mit Gas beheizt werden. Sie wollen mehr zum Ammann- Asphaltfertigerprogramm erfahren: Der AFT 900-3 ist der größte Straßenfertiger von Ammann. (Quelle: Ammann) Bomag Bomag geht mit den beiden Schwergewichten BF 800 und BF 900 an den Start. Der BF 800 bietet 135 kW, 21,3 t Gewicht und eine Einbauleistung von 800 t/h. Er ist überall dort im Einsatz, wo es um besonders hohe Einbauleistungen geht: zum Beispiel bei Autobahnen oder auch dem Start- und Landebahnnetz eines Großflughafens. Die gilt ebenfalls für den noch größeren Fertiger BF 900. Er verfügt über 160 kW, hat ein Gewicht von 21,5 t und eine Einbaukapazität von 900 t/h. Beide Highwayfertiger können auf bis zu 10 m Arbeitsbreite angebaut werden. Bei Fertigern dieser Größenordnung ist ein einfacher und sicherer Transport besonders wichtig. Der wird beim BF 800 und BF 900 durch das hydraulisch absenkbare Dach und die schnelle Transportfixierung der Bohle sichergestellt. Ob Autobahnen oder Start- und Landebahnen für Verkehrsflugzeuge, die Highwayfertiger sind mit einer ausgezeichneten Vorverdichtung von bis zu 94 % die ideale Maschine für anspruchsvolle Projekte. Ein ebenso kraftvoller wie sparsamer 140-kW-Deutz-Motor (190 PS) treibt den Kettenfertiger an. Dank des Bohlen-Schnellanbausystems Quick Coupling sind die Fertiger beim Umrüsten nach Herstellerangaben doppelt so schnell startklar. Wertvolle Zeit auf der Baustelle spart der Anwender auch mit dem Magmalife-Heizsystem. Die Heizbohlentechnologie von Bomag basiert auf elektrischen Heizelementen, die in Aluminium vergossen sind. Wegen der guten Wärmeleitfähigkeit dieses Metalls heizen sich die Glättbleche besonders schnell und gleichmäßig in gerade einmal 25 Minuten auf die Betriebstemperatur auf. Magmalife ist nachweislich 25 % schneller als herkömmliche Bohlenheizungen. 4|2020

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