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6 Aktuell BG RCI

6 Aktuell BG RCI Ungeschminkte Schilderung dramatischer Erkrankungsfolgen Der Kontakt mit asbesthaltigen Bodenbelägen, das andauernde Heben und Tragen schwerer Lasten über Jahre hinweg, das ständige Arbeiten mit Reinigungsmitteln oder in Lärmbereichen: das alles kann krank machen. Eine neue Praxishilfe der BG RCI will Aufklärungsarbeit leisten. Im Gegensatz zu Unfällen, bei denen ein plötzliches Ereignis die Gesundheit der Betroffenen schädigt, kann es bei Berufskrankheiten oft sehr lange dauern, bis diese ausbrechen. Ursache und Wirkung liegen manchmal Jahrzehnte auseinander. Hier stehen Unternehmen vor einer besonderen Herausforderung, denn Fehlverhalten bleibt zunächst scheinbar folgenlos. Der neue Praxishilfe-Ordner „Aus Berufskrankheiten lernen“ der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) stellt 15 reale Berufskrankheitenfälle aus Mitgliedsunternehmen vor – von Hauterkrankungen über Schädigungen des Muskel‐Skelett‐Systems und Krebserkrankungen durch Gefahrstoffe wie beispielsweise Benzol oder Asbest bis hin zu Schädigungen durch Sonneneinstrahlung. Sie beruhen auf Ermittlungsakten der letzten Jahre, die anonymisiert und Will mit drastischen, ungeschönten Berichten zu Berufskrankheiten aufklären: der Praxishilfe-Ordner „Aus Berufskrankheiten lernen“ der BG RCI. (Quelle: BG RCI) grafisch sowie didaktisch aufgearbeitet wurden. Die ungeschminkte Schilderung der teilweise dramatischen Erkrankungsfolgen soll aufrütteln und die Beschäftigten zu Augenzeugen machen. Die Beispielfälle stehen sowohl in gedruckter Form als auch in Form von PowerPoint‐Präsentationen auf USB-Stick für die Unterweisung von Beschäftigten zur Verfügung. Der Praxishilfe-Ordner wendet sich an Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Unternehmensleitungen und Führungskräfte und kann im Medienshop der Berufsgenossenschaft bestellt werden. • Druschba-Pipeline Rosneft-Chef erkundigt sich in Schwedt (v. l. n. r.) Brian Chesterman, Geschäftsführer Rosneft Deutschland, Igor Setchin, CEO Rosneft, Wulf Spitzley, Sprecher der Geschäftsführung PCK Raffinerie GmbH (Quelle: Rosneft) Der Vorstandsvorsitzende von Rosneft, Igor Setchin, kam Anfang Juli 2019 zu einem Arbeitsbesuch bei der PCK-Raffinerie in Schwedt. Im Mittelpunkt seiner Gespräche stand dabei der Zustand der Raffinerie nachdem Ende April die „Druschba“-Pipeline, die Rohöl aus Russland nach Europa pumpt, aufgrund von Verunreinigungen gesperrt worden war. Während des Treffens dankte Setchin den Mitarbeitern der PCK-Raffinerie ebenso wie den Mitarbeitern von Rosneft Deutschland für ihre zügige Arbeit, die ergriffen wurde, um Schäden an der Anlage und ein Abschalten der Raffinerie zu verhindern. Vier von sechs Rosneft-Raffinerien, die mit chlororganischen Verbindungen kontaminiertes Öl erhielten, erlitten schwere Verluste und mussten den Betrieb einstellen, um die Anlagen zu reparieren. Nur die Raffinerie Kuybyshev in Russland und die Raffinerie РСК konnten dank korrekter und rechtzeitiger Maßnahmen zum Korrosionsschutz der Anlage den Betrieb fortsetzen. Mittlerweile arbeitet die PCK-Raffinerie wieder normal, wie das Unternehmen mitteilte. Aufgrund der eingeschränkten Ölversorgung über das Druschba-Pipelinesystem waren zusätzliche Ölmengen über den Rostocker Hafen an die Raffinerie geliefert worden. Die PCK-Raffinerie und die Mineralölverbundleitung GmbH (MVL), der deutsche Betreiber der Druschba-Pipeline, nahmen einen Teil des kontaminierten Öls entgegen, um das System freizumachen. Entsprechend den Anweisungen der russischen staatlichen Stellen, die Kontrolle über die Ölqualität zu verschärfen, wurde beschlossen, Überwachungsunternehmen auf allen Stufen des Rohöltransports hinzuzuziehen. • 5|2019

Aktuell 7 64. Nordbau Fachtagungen und Baumaschinen Vom 11. bis 15. September 2019 findet in den Holstenhallen Neumünster die 64. Nordbau statt – seit über sechs Jahrzehnten der Treffpunkt für die Bauwirtschaft und alle Bauverantwortlichen im nördlichen Europa. 2019 steht die Messe unter dem Motto „Wissen schafft Lebensräume“, mit den Schwerpunkten: „Sportstätten der Zukunft“, „Lebensräume gestalten und Smarthome fürs Zuhause“ sowie die „digitale Baustelle Part 2“, denn die Vernetzung von Planungsdaten, Maschinentechnik und Baustelle wird auch für den Mittelstand immer wichtiger. Geschäftsführer der Holstenhallen Dirk Iwersen (l.) mit Wolfgerd Jansch, Prokurist, Leiter Messe Nordbau (Quelle: Messe Neumünster) Die 64. NordBau findet vom 11. bis 15. September 2019 in den Holstenhallen in Neumünster statt. (Quelle: DAV/hin) Daten & Fakten 64. Nordbau Datum: 11. bis 15. September Ort: Holstenhallen Neumünster Öffnungszeiten: 9.00 bis 18.00 Uhr Internet: www.nordbau.de Mit großem Erfolg wurde auf der letztjährigen Nordbau das Thema „digitale Baustelle” in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum Bau-ABC Rostrup und dem Bauindustrieverband Hamburg Schleswig-Holstein aufwendig in Szene gesetzt. Aus diesem Grunde wird auf der Nordbau die Thematik fortgesetzt mit „digitale Baustelle Part 2“. Im Vordergrund muss die Qualifizierung der Mitarbeiter stehen, damit die Digitalisierung zu mehr Kosteneffizienz und Arbeitssicherheit führen kann. Auf dem Freigelände am Eingang Süd präsentieren sich auf der Nordbau Nutzfahrzeuge Bau mit Werkstattausrüstungen, Ladungssicherungen und Anbaukränen. Dieser Bereich hat sich seit Jahren immer mehr zum beliebten Treffpunkt von Handwerkern und Bauunternehmern entwickelt, sodass sich die Angebotsfläche und Ausstellerzahl in diesem Jahr deutlich erweitert. Im Freigelände Nord finden die Nutzer von großen Maschinen ihre Produkte: Die bekanntesten Hersteller der Branche sind auf der Messe in der Mitte Schleswig-Holsteins vertreten und präsentieren dort Trends und Neuheiten. Die Baumaschinen der Zukunft werden nicht nur kompakter und leistungsfähiger, sondern sind auch flexibler und energiesparender. Weit mehr als 50 Fachtagungen von Fachverbänden, Berufsgenossenschaften und Kommunen unterstreichen den Seminarcharakter der größten Kompaktmesse Nordeuropas für das Bauen. Zwei Drittel der Tagungen werden von der Architekten- und Ingenieurkammer als offizielle Fortbildungsveranstaltung anerkannt! Ein weiterer Schwerpunkt der kommenden Nordbau sind die Sportstättensanierung und die Sportstätten der Zukunft. Zusammen mit der Technischen Hochschule Lübeck, dem Landessportverband und weiteren Partnern wird in der Halle 8 der Nordbau auf rund 400 m² eine zentrale Anlaufstelle mit Beispielmodulen, Modellen und Planungsbeispielen entstehen. Für den Bereich der Freiraum-Gestaltung sind 1:1-Präsentationsteilstücke zu sehen. 2018 informierten über 800 Aussteller aus 13 Ländern rund 64.000 Besucher über die neuen Trends in der Bauindustrie. Zu den 50 Fachtagungen kamen insgesamt 4.300 Tagungsteilnehmer. Die Nordbau kooperiert seit über 40 Jahren mit dem Partnerland Dänemark, welches die Fachmesse als Basis für den deutschen und europäischen Markt sieht. • 5|2019