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10 Aktuell Infratest

10 Aktuell Infratest Prüftechnik „Pur“ und zum Anfassen Im Oktober finden bei Infratest in Brackenheim-Botenheim wieder die Innovationstage statt. Wir nutzen die Gelegenheit, um im Vorfeld mit Matthias Martus, Geschaftsführer der Infratest Prüftechnik, über Asphaltextraktion zu sprechen und worauf sich die Besucher auf der Hausmesse freuen können. asphalt: Wie stehen Sie zum Lösemittel Oktansäuremethylester? Martus: Da möchte ich eins zunächst einmal klarstellen. Es steht uns nicht zu, hier ein eigenes Urteil zu bilden. Die Entscheidungen über Prüfverfahren, Prüfmittel und deren Anwendung werden in den verantwortlichen Gremien diskutiert und beschlossen. Als Hersteller von Prüfgeräten versuchen wir einen Markt zu bedienen. Wie bei jedem Projekt gilt es Aufwand und Nutzen gegeneinander abzuwägen. Dies muss in unserem Fall umso vorsichtiger geschehen, da wir ja kein großes Unternehmen sind und unsere Entwicklungskapazität dadurch eingeschränkt wird. Bei der Entwicklung eines Prototyps zur Extraktion mit Oktansäuremethylester kam erschwerend hinzu, dass wir kaum belastbare Stoffdaten zur Verfügung hatten. Kennwerte über Brennbarkeit und Dampfdruckkurven mussten wir uns selber erarbeiten. Danach gab es eine weitere große Zahl von technischen Herausforderungen. Eine grundsätzliche Eignung des Lösemittels „Kokosester“ stand ja nie außer Frage. Es ging immer darum, ob unter ökonomischen Bedingungen eine Extraktion für alle Asphaltmischgüter durchgeführt werden kann. Aber eine Maschine haben Sie doch gebaut? Ja, haben wir. Wir haben einen Prototyp entwickelt, mit welchem eine Extraktion grundsätzlich möglich ist. Ein erster Schritt quasi, um damit Forschungsergebnisse zu ermitteln, die ja dann in die weitere Entwicklung hätten mit einfließen können. Letztlich haben wir vier Anlagen verkauft, Anfragen gab es immer nur sporadisch. Und auch dies war nur möglich unter großem zeitlichem und finanziellem Aufwand. Und welche Lehren haben Sie daraus ge ­ zogen? Bei der Vielzahl der offenen Fragestellungen wie: Lösemittelversorgung und Logistik, Bewertungshintergrund, Geruchsbelästigung, Qualitätskontrolle war es für uns nicht mehr absehbar, wann dieses Projekt zu einem positiven Abschluss kommen konnte. Daher haben wir den Vorschlag gemacht, dass wir gerne weiterhin das Projekt unterstützen, aber wir das nur tun können, wenn man die Kosten der Entwicklungen auf eine breitere Basis stellt. Dazu konnte man sich nicht durchringen. Da raufhin beschlossen wir, dieses Projekt zugunsten anderer Konzepte zunächst nicht weiter zu verfolgen. Sie haben also für Ihre Innovationstage im Oktober ein neues Konzept entwickelt? Die Umsetzung der sogenannten Risiko-Minimierungsmaßnahmen beim Umgang mit chlorierten Lösemitteln hat zu einem höheren Sicherheitsniveau geführt. Die Betrachtung des ganzen Systems inklusive Transport und Entsorgung spielt dabei eine große Rolle. Mit unserem neuen System „Pur“ wollen wir über diese Maßnahmen hinaus auch die letzten Schritte automatisieren. So haben wir den Arbeitsschritt Analysator/Rotationsverdampfer in einer Maschine zusammengeführt. Das bedeutet, dass man eine Extraktion startet, und am Ende das Bitumen am Rotationsverdampfer entnimmt, ohne weitere manuelle Eingriffe. Entstanden ist dabei ein Modulsystem, was auch für moderne und komplexe Asphaltbaustoffe eine sichere Extraktion ermöglicht. Was bedeutet Module und welche gibt es? In der Zwischenzeit haben wir eine Reihe solcher Module entwickelt, die sich mit und untereinander kombinieren lassen. Dabei ist wichtig, dass jedes Modul die Breite einer halben gängigen Absaugkammer hat. Als Module gibt es ein normales Extraktionsmodul mit kurzer und normaler Waschkammer, ein Modul für Gummi und RC Asphalt, das Rotationsverdampfermodul, ein Wachmaschinenmodul sowie eine Wägestation. Martus: „Mit unserem neuen System ,Pur‘ wollen wir auch die letzten Schritte automatisieren.“ (Quelle: Infratest) Gummi und RC? Gerade bei diesen Asphalten ist erhöhte Aufmerksamkeit bei der Extraktion notwendig, damit die Maschine nicht verstopft und zeitaufwendig gesäubert werden muss. Bei Ausbauasphalten weiß man ja nicht hundertprozentig, was einen erwartet. Wir haben bei unseren Versuchsreihen schon Erstaunliches gefunden. Dann steht uns eine spannende Veranstaltung bei Ihnen im Haus bevor? Unbedingt. Für uns als Maschinenbauer, der ja in die tägliche Laborpraxis nicht eingebunden ist, ist es immens wichtig, dass wir einen konstruktiven und offenen Dialog führen, um unsere Produkte den tatsächlichen Erfordernissen anzupassen. Die Erfahrung und das Wissen, welches unsere Kunden mit uns teilen, ist unabdingbar dafür, gute Prüfgeräte zu bauen, mit denen man gerne und problemlos arbeitet. Termine und Aufgaben sind in den Laboren heute so eng gedrängt, da will und kann man sich nicht um Geräte kümmern, die Probleme bereiten. Dass uns das nicht immer gelingt, wissen wir, daher soll solch eine Veranstaltung auch Plattform für kritische Anmerkungen sein. Darüber hinaus gibt es gute württembergische Weine und leckeres Essen. Bei der Arbeit darf auch der Genuss nicht zu kurz kommen. Wir würden uns aber freuen, wenn möglichst viele sich die Zeit nehmen könnten, um bei uns vorbeizuschauen. Vielen Dank für das Gespräch! 5|2019

Aktuell 11 Leonhard Weiss Azubis übernehmen Kompaktbagger Fünf Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrjahr stand der Stolz ins Gesicht geschrieben, als sie am 3. Juni in Göppingen bei einer feierlichen Übergabe „ihre“ Maschine entgegennahmen. Der Hitachi ZX48 wird ihnen vom deutschen Hitachi-Händler Kiesel überlassen. Nun dürfen sie sich im Umgang mit der Maschine üben und lernen, ihr Arbeitsgerät im einwandfreien Zustand zu halten. Bevor die Auszubildenden bei Leonhard Weiss zu Baustelleneinsätzen dürfen, durchlaufen sie im Rahmen ihrer Ausbildung zum Baugeräteführer ein umfangreiches Trainingsprogramm. Dafür betreibt das Bauunternehmen eigens ein Trainingsgelände mit einer Flotte von Fahrzeugen, die angehenden Fachkräften als Übungsgerät dienen – die meisten davon in schwarzer Sonderlackierung. In eben dieser Lackierung wurde auch der Hitachi ZX48 von Kiesel übergeben. Beide Unternehmen betonten die Wichtigkeit der Ausbildung junger Menschen – nicht nur aus unternehmerischer, sondern auch aus gesellschaftlicher Sicht. Zum einen erleichtert sie die Findung und langfristige Bindung qualifizierter Mitarbeiter, zum anderen gibt die qualifizierte Berufsausbildung jungen Menschen Halt und Richtung im Leben. • VERSCHLEISSFESTER STAHL ÜBERRAGENDE BEARBEITBARKEIT FÜR MEHR PRODUKTIVITÄT Stand F354 Die feierliche Übergabe (v. l. n. r.): Arthur Martin, Baulogistik-Fachausbilder; Jürgen Höfer, Baulogistik-Disponent Azubi-Maschinen; Jürgen Schmidt, Leiter Baulogistik; Simon Schall, Leiter Sondertechnik und Beratung; Jürgen Voß, Leiter Einkauf/Verkauf; Susanne Paetsch, Baulogistik Sondertechnik und Beratung; Günther Breyer, Regionalleiter Vertrieb Kiesel; Ralf Lüddemann, Bereichsleiter Maschinentechnik; Ralf Schmidt, Gesellschafter und Geschäftsführer, mit Auszubildenden zum Baugeräteführer. (Quelle: Kiesel) • Dicke: ab 3,2mm! • Exzellente Kaltverformungseigenschaften und Schweißbarkeit • Überlegene Verarbeitbarkeit, enge Toleranzen, hohe Oberflächenqualität und Konstanz NLMK DEUTSCHLAND GmbH Eutelis-Platz 2 40878 Ratingen T: +49 2102 5513 - 600 E: quard@eu.nlmk.com www.qUArD.ME 5|2019