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22 Intern RV Bayern vor

22 Intern RV Bayern vor malerischer Kulisse Die diesjährige zweitägige Regionalversammlung Bayerns des Deutschen Asphaltverbandes fand im Fränkischen Seenland statt. Genauer gesagt in Langlau am Kleinen Brombachsee, einem Ortsteil der Gemeinde Pfofeld, direkt am Wasser gelegen. Der stellvertretende Regionalvorsitzende Karlheinz Wolf, der für den am ersten Tag verhinderten Vorsitzenden Rainer Hohenwarter durch die Veranstaltung führte, war zufrieden über die Wahl des Veranstaltungsortes. Er betonte in seiner Eröffnungsansprache: „Ich freue mich sehr, dass wir auch dieses Jahr wieder einen attraktiven Ort für unsere Veranstaltung anbieten können, der, wenn das Wetter mitspielt, uns bestimmt wieder eine ganze Reihe schöner Eindrücke mitnehmen lässt.“ Der Vormittag des ersten Tages gehörte traditionell den Mitgliederangelegenheiten. In der internen Mitgliederversammlung präsentierten die drei Arbeitsgruppen sowie die Geschäftsführung des Verbandes die Themen der letzten Monate. Direkt nach einem kleinen Mittagsimbiss wurden dann die Sachthemen des bayerischen Asphaltstraßenbaus in der öffentlichen Veranstaltung diskutiert. Den Anfang machte der bereits zu einer Tradition gewordene Bericht von Klaus H. R. Wild, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV). „Ich hoffe, sie bekommen viel von dem Geld ab, das uns derzeit der Investitionshochlauf beschert“, eröffnete Wild seinen Vortrag. Er hob die Aufgaben der GSV hervor und erklärte an exemplarischen Bauprojekten, warum die Arbeit der GSV auch jetzt noch wichtig ist. „Die GSV hat noch zu tun, denn wir müssen aufpassen, dass auch zukünftig ausreichend Etat für den Straßenbau vorhanden ist“, resümierte Wild. 5|2018 Als erstes Mitgliedsunternehmen nahm Ritchi Bros die Gelegenheit war, auf den Regionalversammlungen auszustellen. Thomas Hölzl: „Es sind für Straßenbauer tolle Zeiten gerade.“ Im Anschluss stellte Thomas Hölzl, Leitender Baudirektor beim Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, die aktuellen Themen seiner Behörde vor. Dabei musste er gleich zu Beginn ein paar Neuerungen erklären. Denn nachdem im März Markus Söder als Nachfolger von Horst Seehofer zum Bayerischen Ministerpräsidenten gewählt wurde, ergaben sich einige Umstrukturierungen in der Bayerischen Staatsregierung. Hiervon ist auch die ehemalige Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr betroffen. „Diese wurde aus dem bisherigen Innenministerium herausgelöst und zu einem eigenständigen Ministerium, dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, erhoben“, erläuterte Hölzl. Danach stellte er die Investitionen in Bayern vor und benannte einige beispielhafte Projekte. „Es sind für Strasenbauer gerade tolle Zeiten“, resümierte Hölzl in seinem Vortrag. Für den Abschluss des ersten Tages hatte sich die Regionalvertretung etwas ganz Besonderes, aber wenig Bayerisches ausgedacht. Denn mit dem Schiff ging es kreuz und quer über den Altmühlsee. Bei herrlichem Wetter und tollen Ausblicken konnten Kontakte gepflegt und Gespräche geführt werden. Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des technischen Erfahrungsaustausches. Hierzu lädt die Regionalvertretung stets einen Mitarbeiter der Landesbehörde ein. Gern gesehener Gast war dabei Baudirektor Stefan Leitner vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr. Leitner kündigte gleich zu Beginn an, dass er einen bunten Themenstrauß dabei hatte, den er mit der Asphaltbranche diskutieren wolle – und „diskutieren“ war hier sehr wörtlich gemeint, denn es entwickelte sich ein lebhafter Austausch, von dem beide Seiten profitieren konnten. Das dominierende Thema war dabei das Asphaltgranulat. Leitner hob noch einmal die große Erfolgsgeschichte der Wiederverwendung in Deutschland hervor, gab aber auch zu bedenken, dass mittlerweile Ausbauasphalte anfallen, in denen bereits wiederverwendete Anteile enthalten sind. „Das bedeutet, um weiter dauerhafte Straßen zu erhalten, müssen wir über die Verwendung von Straßenbaubitumen 160/220 nachdenken.“ Hierzu gibt es bereits sieben Probestrecken in Bayern, die von der TU München wissenschaftlich begleitet werden. „Die bisherigen Ergebnisse stimmen optimistisch“, so Leitner. Derzeit wird die Verwendung von Straßenbaubitumen 160/220 in Asphalttragschichten im Arbeitskreis 7.1.1 „Neufassung Vertragsbedingungen“ der FGSV behandelt. Allerdings, so wusste

Intern 23 Stefan Leitner nutzte die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit der Asphaltbranche. Leitner zu berichten, herrsche bei einigen Mitgliedern noch Skepsis vor. „Notfalls“, so schloss er, „kann Bayern in dieser Frage auch einen Alleingang für seine Staatsstraßen gehen.“ DAV-Geschäftsführer André Täube lobte in der sich anschließenden Diskussion den Einsatz von Straßenbaubitumen 160/220 als Schritt in die richtige Richtung. Ein weiteres Thema, das im technischen Erfahrungsaustausch angesprochen wurde, war beispielsweise die Asphaltfundationsschicht. Hier konnte die DAV-Geschäftsführung auf die unmittelbar im Vorfeld stattgefundene Regionalversammlung in Baden-Württemberg verweisen. Dort wurde nämlich die Verabschiedung des Merkblattes für Asphaltfundationsschichten in Heißbauweise Baden-Württemberg (M AFS-H BW) bekannt gegeben. Daneben waren die Verwendung von Fräsgut aus Offenporigen Asphalten, Qualitätssicherung oder etwa Griffigkeitsprobleme die Themen des Austausches. Hohenwarter, der am zweiten Tag die Leitung übernommen hatte, schloss mit den Worten: „Mit der Etablierung des Klaus H. R. Wild: „Die GSV hat noch zu tun.“ (Quelle: DAV/hin) technischen Erfahrungsaustausches gehen wir in Bayern erfolgreiche Wege. Denn nur im gemeinsamen Miteinander von Verwaltung, Asphaltproduzenten und Straßenbaufirmen wird es möglich sein, die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen.“ Die Regionalversammlung Bayern des DAV 2019 findet vom 4. bis 5. Juli statt. Der Ort wird zwar erst noch bekannt gegeben, aber es ist davon auszugehen, dass es wieder vor einer malerischen Kulisse sein wird. HIN ASPHALTBEWEHRUNG Maritimes in Bayern: Auf der Bootsfahrt gab der Kapitän Shantys zum Besten. Erhebliche Verzögerung des Durchschlagens von Reflexionsrissen Langfristige Kosteneinsparung durch Verringerung des Erhaltungsaufwands und Verlängerung der Nutzungsdauer Professionelle Beratung vor Ort und Systemempfehlung durch geschulte Anwendungsingenieure Umfassendes Produktportfolio für gezielten Einsatz unterschiedlicher Systeme passend zum Schadensbild AR-GN Glasstex P GlasstexPatch GlasstexGrid Tensar International GmbH Brühler Str. 7, 53119 Bonn Tel: +49 (0)228 91392-0 Fax: +49 (0)228 91392-11 info@tensar.de | www.tensar.de 5|2018