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12 Schwerpunkt:

12 Schwerpunkt: Fördermöglichkeiten Für die Asphaltbranche ist das Förderprogramm „Energieeffizienz in der Wirtschaft“ aufgrund seiner Vielseitigkeit von Interesse. (Quelle: Gicon) Energieeffizienzmaßnahmen Flexible und attraktive Möglichkeiten für Asphaltmischanlagen Mit dem Förderprogramm „Energieeffizienz in der Wirtschaft“ bietet der Bund eine vielseitig und flexibel einsetzbare Möglichkeit zur Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen in Unternehmen jeder Größenordnung. In den vergangenen Monaten begleiteten die Ingenieure der Gicon – Großmann Ingenieuer Consult GmbH bereits eine Vielzahl an Förderanträgen aus der Asphalt-Branche. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Programm bestens für die Umsetzung von Modernisierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen an Asphaltmischanlagen geeignet ist. Von Falk Wittmann, Clemens Schmitt 4|2020

Schwerpunkt: Fördermöglichkeiten 13 Das Förderprogramm „Energieeffizienz in der Wirtschaft“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des „Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle” (BAFA) und der „Kreditanstalt für Wiederaufbau” (KfW) und bietet dem Antragsteller ein sehr weit gefasstes Spektrum förderfähiger Maßnahmen. Je nach persönlichem Bedarf kann sich der Antragsteller hierbei entscheiden, ob die Zuwendung in Form eines Investitionszuschusses (BAFA) oder als Tilgungskredit (KfW) erfolgen soll. Durch die Aufgliederung in vier separate Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten bietet das Programm ein hohes Maß an Flexibilität. Tabelle 1 gibt einen Überblick über die förderfähigen Inhalte der unterschiedlichen Module sowie die erreichbaren Förderquoten in Abhängigkeit der Größenordnung des Unternehmens. Weiterhin gibt die Tabelle Auskunft über die maximale Beihilfesumme des jeweiligen Moduls. Für die Asphaltbranche ist aufgrund seiner Vielseitigkeit insbesondere das Modul 4 von Interesse. Über das Modul können investive Maßnahmen zur energetischen Optimierung von industriellen und gewerblichen Anlagen und Prozessen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zur Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien und von Abwärme für gewerbliche Prozesse in Unternehmen gefördert werden. Die Förderung ist technologieoffen und kann darüber hinaus auch die unter Module 1 und 3 genannten Maßnahmen umfassen. Somit sind im Rahmen von Modul 4 u. a. folgende Maßnahmen förderfähig: • Prozess- und Verfahrensumstellungen auf effiziente Technologien und energetische Optimierung (z. B. Umstellung der Beheizungsart von Bitumentanks) • Maßnahmen zur Abwärmenutzung (z. B. Nutzung von Abgasströmen) • Maßnahmen zur effizienten Bereitstellung von Prozesswärme und -kälte (z. B. Substitution von Wärmeerzeugungsanlagen) Modul 1: Querschnittstechnologien (Pumpen, Motoren, Ventilatoren, Drucklufterzeuger usw.) Modul 2: Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien Modul 3: Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Energiemanagementsoftware Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen" Nicht KMU • Vermeidung von Energieverlusten im Produktionsprozess (z. B. Überdachung von Lagerboxen für RC-Material; Dämmmaßnahmen von Anlagenbereichen wie bspw. Heiß- und Fertigmaterialsilos; Einhausungen von Heißgaserzeugern/Paralleltrommeln) Anders als bei den anderen Modulen berechnet sich die Förderquote des Moduls 4 in Abhängigkeit von der Menge an eingesparten CO 2 -Äquivalenten. Für jede jährlich eingesparte Tonne CO 2 erhält der Antragsteller eine Förderung in Höhe von 500 Euro. Die maximale Fördersumme liegt hierbei bei 30 % der förderfähigen Kosten. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten sogar eine Förderung von 700 Euro pro jährlich eingesparte Tonne CO 2 . Für KMU liegt die maximale Fördersumme bei 40 % der förderfähigen Kosten. Als Nachweis für die Höhe der Einsparung von Energie und Treibhausgasemissionen ist jedem Förderantrag des KMU Pauschal 30 % Pauschal 40 % Maximale Beihilfe 200.000 Euro Pauschal 45 % Pauschal 55 % Maximale Beihilfe 10 Mio. Euro Pauschal 30 % Pauschal 40 % Maximale Beihilfe 10 Mio. Euro 30 % bzw. 500 Euro pro eingesparte Tonne CO 2 40 % bzw. 700 Euro pro eingesparte Tonne CO 2 Maximale Beihilfe 10 Mio. Euro Tabelle 1: Kurzbeschreibung der vier Module des Förderprogramms „Energieeffizienz in der Wirtschaft“ unter Nennung der maximal erreichbaren bzw. pauschal gewährten Förderquoten nach Größenordnung des Unternehmens. Beispiel 1: Ansicht Asphaltlagerboxen vor Umsetzung Maßnahme Ansicht Asphaltlagerboxen nach Umsetzung Maßnahme 4|2020