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ra 02/19

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SPECIAL: bauma

SPECIAL: bauma 2019 Es ist wieder so weit: Vom 8. bis 14. April 2019 öffnet die bauma ihre Pforten. Auch für Recycler wird einiges geboten! NACHHALTIGKEIT: ein Kernthema der größten Messe der Welt Die 32. Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte findet in diesem Jahr vom 8. bis 14. April 2019 wieder auf dem Messegelände in München statt. Mit einer Gesamtausstellungsfläche von 614.000 Quadratmetern ist sie die größte Messe der Welt. 2016 brach sie mit insgesamt 3.425 Ausstellern aus 58 Ländern sowie 583.736 Besuchern aus 219 Ländern alle früheren Rekorde. 8. – 14. April 2019 Montag – Freitag Samstag Sonntag 09:30 – 18:30 Uhr 08:30 – 18:30 Uhr 09:30 – 16:30 Uhr Die Baubranche hat naturgemäß einen sehr großen ökologischen Fußabdruck. Auf der bauma präsentieren Aussteller Innovationen in Richtung Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Umweltschutz. Einige der Lösungen sind auch für den bauma-Innovationspreis nominiert. Ein nach wie vor großes Spielfeld für technische Neuerungen und Verbesserungen in der Bauwirtschaft sind das Vermeiden oder Reduzieren von Emissionen aller Art. Beispielsweise entstehen beim Kaltfräsen alter Fahrbahndecken bedeutende Mengen an Feinstaub – eine Gesundheitsgefahr für Baustellenpersonal, Anwohner und Passanten. „Umso erfreulicher ist es da, dass viele der in diesem Jahr auf der bauma präsentierten Innovationen Effekte in Richtung Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Umweltschutz haben“, sagt bauma-Projektleite- 18 recycling aktiv 2/2019

SPECIAL: bauma 2019 Die weltgrößte Messe rechnet auch dieses Jahr wieder mit einem Besucherrekord. rin Mareile Kästner. Um die Feinstaubmengen zu senken, entwickelte beispielsweise die Bomag GmbH aus Boppard/ Deutschland die Ion-Dust-Shield-Technologie. Das System ist in einem Kasten direkt am Förderband der Fräse installiert. Eine Absaugung zieht die Staubpartikel durch ein elektrisches Feld. Sie laden sich positiv auf und werden vom negativ geladenen Gehäuse angezogen. Dabei verklumpt der Feinstaub dauerhaft zu ungefährlicheren gröberen Partikeln und kann mit dem Fräsgut abtransportiert werden. Diese umweltfreundliche Lösung brachte Bomag auf die Liste der Nominierten für den bauma-Innovationspreis 2019. Staub mit Kunstschnee binden: Auch beim Gebäudeabbruch, im Tagebau und bei Verladeprozessen müssen Stäube gebunden werden. In Ländern mit Wetterextremen kann es vorkommen, dass bei eisigen Temperaturen nicht mehr mit dem dabei üblichen Wassernebel gearbeitet werden kann. Dann erzeugt die neue Staubbindemaschine V22Orca der Firma EmiControls aus Bozen/Italien kurzerhand Schnee! Der Staub haftet sehr gut an den von der speziellen Schneekanone erzeugten Flocken. Als Hybrid mit Wassernebel- und Schnee-Modus ist das Gerät zwischen + 50 °C und -25 °C einsetzbar. Elektroantrieb: Weniger Emission, mehr Wirtschaftlichkeit Nicht nur bei Staub, auch und gerade bei Abgasen und Lärm ist die Baumaschinenbranche aufgerufen, Emissionen zu vermeiden. Ein verstärkter Einsatz von Elektroantrieben kann hier einen wichtigen Beitrag leisten. Die Wacker Neuson Group erweitert ihre Produktpalette in diesem Bereich mit dem Akkustampfer AS60e und der Akkuplatte AP2560e. Ein von der Handhabung wie auch der Wirtschaftlichkeit her interessantes Detail: Mit den beiden Neuzugängen können jetzt insgesamt sechs Produkte des Münchner Herstellers mit dem gleichen Wechselakku betrieben werden, ein maschinenübergreifender Austausch ist also problemlos möglich. Eine bauma-Neuheit, die alle drei klassischen Felder der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – „bedient“, ist die mobile Fertigung der Max Bögl Wind AG. Das Unternehmen aus Neumarkt/Deutschland ist bekannt für die Herstellung von Hybridtürmen aus Beton- und Stahlelementen für Windkraftanlagen mit großen Nabenhöhen. Beim neuen Konzept werden die Betonelemente in einer per 262 Containern angelieferten, temporären Fabrik in der Nähe des späteren Standorts der Windkraftanlagen produziert – auf Wunsch an nahezu jedem Ort der Welt. Beispielsweise wurden bei dem im August 2017 gestarteten Pilotprojekt 90 Türme für einen Windpark in Thailand gefertigt. Lokale Rohstoffe und Arbeitskräfte sorgen für eine Wertschöpfung vor Ort und steigern die Wirtschaftlichkeit des Projekts. Gleichzeitig schonen Bei allem „Besuchs-Stress”: Etwas Entspannung sollte auch dazugehören. Fotos: Messe München weniger Schwertransporte die Infrastruktur, das Klima und die Umwelt. Das weltweit einzigartige Fertigungskonzept ist ebenfalls für den bauma-Innovationspreis nominiert. Rohstoffe statt Abraumhalden Eine wesentliche Forderung für nachhaltiges Handeln und Wirtschaften ist die Ressourcenschonung. Hier sind unter anderem Technologien gefragt, die den Rohstoffanteil in Abraumhalden erschließen – wie der neue Spiralwellenseparator SWS 3000 des Herstellers Doppstadt aus Velbert/Deutschland. Das Gerät ist in der Lage, stark bindige Materialgemische zu trennen, also zum Beispiel Steine von klebrigem Lehm oder Ton. Im Ergebnis schrumpft das Volumen der Abraumhalden und die Rohstoffgewinnung aus dem ursprünglichen „Abfall“ verlängert die Laufzeit des Steinbruchs. recycling aktiv 2/2019 19

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