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GP 08/16

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14 AKTUELL WETTBEWERBE &

14 AKTUELL WETTBEWERBE & AUSZEICHNUNGEN Deutscher Umweltpreis für mineralisches Recycling der Spitzenklasse PREISTRÄGER 2016: Gekrönte Königin der Platte: Prof. Angelika Mettkes Forschung zeigt, dass Häuser aus gebrauchten Betonplatten eine interessante Alternative zu Neubauten sein können. Walter Feeß erkannte frühzeitig das Potenzial der rezyklierten Gesteinskörnung und erlangte beim Einsatz die bislang seltene Meisterschaft. Fotos: DBU/Weisflog/Auerbach Bundespräsident Joachim Gauck übergab im Oktober in Würzburg die aktuellen Deutschen Umweltpreise der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die höchstdotierte unabhängige Umweltauszeichnung Europas ging 2016 an Fairphone-Gründer Bas van Abel sowie an die Recycling- Experten Prof. Dr. Angelika Mettke von der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) und Walter Feeß, Geschäftsführer der Heinrich Feeß GmbH & Co. KG. Beide Persönlichkeiten sind durchaus auch in der Gesteinsbranche bekannt. So war Prof. Angelika Mettke unter anderem Referentin beim ForumMIRO 2015, Walter Feeß ist ISTE-Mitglied und ein Recycler der Premium-Klasse, in die bislang nur wenige Unternehmen vorgedrungen sind. Prof. Mettke widmete fast ihre gesamte bisherige wissenschaftliche Laufbahn dem Baustoff-Recycling. Sie entwickelte speziell neue Nachnutzungsmöglichkeiten für Betonplatten, gilt mittlerweile aber deutschlandweit auch als Spezialistin für Recycling-Beton. An der BTU unterrichtet sie unter anderem Bauliches Recycling. 2010 habilitierte sie zum Thema „Material- und Produktrecycling – am Beispiel von Plattenbauten“. Dank ihres planerischen Mitwirkens sind aus gebrauchten Betonelementen Prototypen für den Neu- und Wiederaufbau von Vereinsheimen sowie Wohnhäusern entwickelt worden. Dabei können die Platten sowohl funktionalen Charakter als auch eine gestalterische Funktion, etwa im Landschafts- und Deichbau, übernehmen. Neben ihrer Lehrtätigkeit arbeitet die Wissenschaftlerin eng mit Unternehmen zusammen, um neue Einsatzfelder für Recycling-Beton auf dem Markt zu entwickeln. Auch der Unternehmer Walter Feeß gilt als Wegbereiter für Recycling-Beton. Der gelernte Bautechniker bereitet mit seinem Familienunternehmen Bauschutt zu hochwertigen Sekundärkörnungen auf. Genutzt werden sie nicht nur für Recycling-Beton, sondern auch im klassischen Straßenbau oder als Feinstoff in Erden und Substraten. Er gilt bundesweit in der Branche als Unternehmer, der ökologisch sinnvolle Teilbereiche der Kreislaufwirtschaft in ökonomisch realistische Techniken umsetzt. Das in seinem Betrieb weiterentwickelte Verfahren zur Aufbereitung von Bauabfällen und zum Trennen und Waschen von Boden-Bauschutt-Gemischen ist beispielgebend. Dafür hat der Unternehmer viel probiert und vor allem in Verfahrenstechnik investiert. So ist es ihm schließlich gelungen, für seine Sekundärgesteinskörnung als Erster in Deutschland die bauaufsichtliche Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik zu erhalten. In Kirchheim unter Teck baut der Unternehmer nun ein neues Recyclingzentrum mit angeschlossenem Schulungszentrum auf. Der Präsident des Industrieverbandes Steine und Erden Baden-Württemberg (ISTE), Peter Röhm, betont: „Man kann die Auszeichnung Walter Feeß’ gar nicht hoch genug schätzen. Mit dieser Entscheidung rückt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt mehr als einen einzelnen Unternehmer mit vorbildlichem Betrieb in den Blick. Vielmehr macht sie auch auf den großen Massenstrom der mineralischen Bau- und Abbruchabfälle aufmerksam und zeigt, dass die Steine- und Erden-Branche nach Lösungen sucht und Antworten auf umweltpolitische Probleme und Fragen gibt! Wir beglückwünschen unser Mitglied Walter Feeß ganz herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung!“ ISTE-Hauptgeschäftsführer Thomas Beißwenger schließt sich diesen Glückwünschen an und ergänzt, es sei bemerkenswert, dass der deutsche Umweltpreis in diesem Jahr an ein Unternehmen der klassischen Wirtschaft ging: „Steine und Erden verwendet man seit Menschengedenken. Unsere Rohstoffbranche ist aber keineswegs von gestern, sondern hochmodern. Mitglieder in unserem Verband sind gleichermaßen Hersteller von Primärrohstoffen und Recyclingexperten. Die einen versuchen, ressourcenschonend zu gewinnen, die anderen entwickeln Zukunftstechnologien der Kreislaufwirtschaft. Immer geht es dabei um Umweltschutz. Fakt ist aber auch: selbst wenn wir 100 % der gebrauchten Steine wiederverwenden (derzeit stehen wir bei etwa 90 %), können wir damit nur etwa 12 % des Primärrohstoffbedarfs decken, weil wir deutlich mehr bauen, als wir abreißen. Eine verbrauchsnahe und dezentrale Rohstoffversorgung ist deshalb auch künftig unersetzbar.“ www.dbu.de www.feess.de www.b-tu.de GESTEINS PERSPEKTIVEN 8/2016

AKTUELL 15 Rodeo in Stufen GESAMTSIEGER der Finalentscheidung des Case Rodeo 2016 wurde Ludovic Fronteau. TEAMGEIST made in Germany zeigten Ralf Groenboldt (Case), Jürgen Heyne und Armin Schneider (v.l.). Über 100 Teilnehmer stellten sich den Herausforderungen der Rodeo-Parcours, die der Case-Händler August Bruns Land- und Baumaschinen GmbH in Cloppenburg zur großen Hausausstellung am neue röffneten Standort im September als eines der Highlights für die Gäste aufgebaut hatte. Mit einer Gesamtzeit von nur 4:40 min konnte Jürgen Heyne den nationalen Case-Wettbewerb für sich entscheiden und sein Ticket für den internationalen Wettbewerb in Paris sichern. Der Maschinist bei der Joh. Beeken GmbH aus Bösel hatte alle drei Prüfungen ohne einen einzigen Fehler und ohne Strafsekunde absolviert und dabei mit seiner Siegerzeit auch noch einen deutschen Rekord aufgestellt. Beim Finale des Case Rodeos 2016 im Oktober in Paris, wo die besten Case-Baumaschinenführer aus Europa, Nahost und Afrika zusammenkamen, siegte in vier anspruchsvollen Wettkampfrunden Ludovic Fronteau aus Frankreich. Der Preis für das beste Länderteam ging an die Mannschaft aus Dänemark. Speziell geehrt wurde ein internationales Team von Maschinenführern aus Mosambik, Israel und Rumänien, die erstmals am Rodeo teilnahmen. www.casece.com Baggern auf leisen Sohlen verdient Umweltengel Um den Lärm auf Baustellen zu reduzieren, arbeiten Hersteller von Baumaschinen intensiv daran, die Geräte leiser zu machen. Bei einer Baumaschinengattung ist das besonders gelungen, und deshalb verdienten sich die Cat Mobilbagger der neuen F-Serie, angefangen vom M318F bis hin zum M322F, sowie die entsprechenden Umschlagmaschinen dafür das Umweltsiegel „Blauer Engel“. Beurteilt wurde dafür sowohl die Geräuschkulisse außerhalb als auch in der Kabine des Fahrers. Neue Motoren auf Basis der Stufe IV begrenzen nämlich nicht nur den Ausstoß von CO 2 -Emissionen, sondern verursachen auch deutlich weniger Geräusche. Ausgestattet ist die Baureihe der Cat-Mobilbagger mit einem Cat-Acert- Motor C7.1, der die Anforderungen für das Gütesiegel „Blauer Engel“ erfüllt. Was Baumaschinen betrifft, waren bislang Cat-Kompaktradlader die einzigen, die den zulässigen Schallpegel von mobilen Geräten und Maschinen erfüllten, nun dürfen auch Cat-Mobilbagger das begehrte Siegel tragen. BLAUER ENGEL für die Cat-Mobilbagger M318F, M320F und M322F sowie die Cat-Umschlagbagger MH3022 und MH3024. Foto: Cat/Zeppelin www.zeppelin-cat.de GP Ausgabe 1/2017: Anzeigenschluss: 16. Januar 2017, Erscheinungstermin: 10. Februar 2017 8/2016 GESTEINS PERSPEKTIVEN

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