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GP 07/19

EVOLUTION AUSSEN

EVOLUTION AUSSEN REVOLUTION INNEN DIE NEUE SANDVIK 800i-KEGELBRECHERSERIE Diese acht Brecher maximieren die Betriebszeit und bieten Ihnen die bestmögliche Lösung für jede Bergbau- oder Zuschlagstoffanwendung. Sie sind rund um die Uhr mit dem My Sandvik-Portal verbunden und standardmäßig mit dem Automationsund Konnektivitätssystem (ACS) der neuen Generation ausgestattet, was die Produktivität erhöht und Ihnen hilft, die Leistung vorherzusagen. Mit unserem Sandvik Reborn Konzept und den Instandhaltungskits war es noch nie so einfach, Upgrades durchzuführen und Brecher kosteneffizient zu betreiben. Erleben Sie die Brecher-Revolution. ROCKTECHNOLOGY.SANDVIK/800i

LEITARTIKEL 3 Foto: Heinrich Linse/Pixelio.de Wer nennt die (richtige) Zahl? In Theodor Fontanes „Die Brücke am Tay“ geht es um die Verschwörung dreier Geister, die eine neu gebaute Brücke zum Einsturz bringen. „Tand, Tand ist das Gebilde von Menschenhand“ lautet das Fazit des Gedichts, wobei Tand im Allgemeinen etwas Hübsches, aber im Grunde Überflüssiges ohne besonderen Wert bezeichnet. Inwieweit veröffentlichte Zahlen wie jene über den Energiebedarf zur Herstellung von Gesteinskörnungen im Vergleich zur Herstellung von Sekundärkörnungen aus Bauschutt als „Tand“ betrachtet werden können, müssen andere entscheiden. Am besten jene, die sie mit viel Fantasie kreierten, um dem Recycling das Wort zu reden und die Primärrohstoffe als „Teufelswerk“ dastehen zu lassen. Gleiches gilt übrigens auch für die kursierenden Zahlen zu Staubemissionen der Gesteinsindustrie, die regelmäßig (von wem, wer nennt die Zahl?) nach Brüssel gemeldet werden. Nachdem MIRO sich in die Diskussion eingeschaltet und belastbare Zahlen zur Verfügung gestellt hat, fällt die Bilanz für die Gesteinsindustrie jeweils deutlich günstiger aus. Im Gedicht verabreden die destruktiven Geister für weiteres Ungemach nach der Brückenzerstörung: „Ich nenn euch die Zahl.“ – „Und ich die Namen.“ – „Und ich die Qual.“ In der Realität bedarf es der Verabredung von Fachleuten der Gesteinsindustrie, um die richtigen Zahlen zu nennen und sie in die Diskussion einzubringen. Nur so können konstruktive Dialoge geführt werden, um Zerstörung abzuwenden und stattdessen das Fundament zum „Brückenbau“ im Sinne einer guten Zusammenarbeit zu legen. Dann ist vielleicht auch der verheerende Sturm, der die Brücke am Tay tatsächlich zum Einsturz brachte, im übertragenen Sinne nur noch ein „Sturm im Wasserglas“. Und eventuell verwandeln sich die Zahlen generierenden „bösen Geister“ auf diesem Wege in seriöse Wissenschaftsinstitute, die es mangels richtiger Angaben einfach nicht besser wussten. Ihr Walter Nelles stellv. Hauptgeschäftsführer MIRO Sprecher der Geschäftsführung 7 | 2019 GESTEINS Perspektiven