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GP 07/19

10 Eindringlicher Appell

10 Eindringlicher Appell an die REGE TEILNAHME: Volles Haus für ein volles Programm. Gerechnet wird mit über 500 Teilnehmern. DISKUSSIONEN ZUR DISKUSSION auf dem Podium inmitten der Fachausstellung gab es reichlich bei den Teilnehmern. Das ForumMIRO geht vom 27. bis 29. November 2019 in seine zehnte Runde. Seit Etablierung dieser erfolgreichen Plattform hat sich eine Menge getan. Ursprünglich an verschiedenen Orten in Deutschland geplant und durchgeführt, ist die Leitveranstaltung der deutschen Gesteinsindustrie nun fest in Berlin vertäut. Das war ein wichtiger Schritt, denn neben den alltäglichen technischen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Problemen, mit denen sich die aktiven Unternehmen herumschlagen, ist das politische Grundrauschen – das auf Bundesebene mittelbar den Rahmen für die Entscheidungskaskade setzt – nicht wirklich angenehmer geworden. Wie von den Teilnehmern gewünscht und geschätzt, „lebt“ auch das ForumMIRO 2019 von einem breiten Informationsangebot zu Politik, Recht, Technik, Betriebswirtschaft, Umwelt und Kommunikation in und für die Gesteinsindustrie im bewährten parallelen Workshop-Format. Unabhängig davon ist im Umfeld „reichlich Druck im Kessel“ wie es MIRO-Präsident Dr. Gerd Hagenguth in seinem Vorwort zum Programm überschreibt. Denn auch wenn die Bedeutung heimischer Gesteinsrohstoffe im öffentlichen Bewusstsein wegen des sichtbar hohen Bedarfs Boden gutgemacht hat, fehlen messbare Ergebnisse. Stattdessen scheint Aussitzen das neue „Entscheiden“ zu sein. Was nützt es, wenn Parlamentarier, Amtsträger, Obleute und Ausschussvorsitzende hinter verschlossenen Türen im „Wenige-Augen- Gespräch“ versichern, man habe ganz recht, nach außen aber maximal schwammige Sowohl-als-auch-Bekenntnisse abgeben? Nicht umsonst ist deshalb zum zweiten Mal eine politische Podiumsdiskussion an den Anfang der Veranstaltung gestellt worden. Nach einer Einführung von Dr. Hildegard Wilken, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), zu Fakten und Trends zur Rohstoffwirtschaft wird unter der Überschrift „Heimische mineralische Rohstoffe – unverzichtbar als Basis für Wohnen, Mobilität und Industrieproduktion“ zum Stellenwert der heimischen mineralischen Rohstoffe in der Rohstoffpolitik der Bundesregierung diskutiert. Auf dem Podium stellen dazu neben Dr. Gerd Hagenguth und Dr. Hildegard Wilken Andreas Lämmel MdB (CDU), Michael Thews MdB (SPD), Dr. Bettina Hoffmann MdB (Grüne) und Olaf in der Beek MdB (FDP) ihre Positionen unter der professionellen Moderation von Ute Welty dar. Die Verantwortungsbereiche der Damen und Herren Diskutanten entnehmen Sie bitte dem Programm – oder auch nicht. Vielleicht genügt es zu raten, aus welchem Lager heraus die Bewertung stattfindet, wobei auch das bei den heute verschwimmenden Grenzen gar nicht mehr so einfach klar wird. Ein Stück Hoffnung ruht auf Marco Wanderwitz MdB, Parlamentarischer Staatssekretärs beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, dessen Rede zur Eröffnung die Überschrift trägt: Bauen, bauen, bauen: Die Wohnungspolitik als zentrale Aufgabe. Wanderwitz leitet eine Expertenkommission der Bundesregierung zur Baulandbereitstellung, um dem Ziel, in dieser Legislaturperiode 1,5 Mio. neue Wohnungen zu bauen, nahezukommen. Passend dazu sollten die erforderlichen Baurohstoffe über kurze Wege verfügbar sein. Zur Erholung vom „Ungefähren“, nicht Greifbaren respektive verlässlichen, GESTEINS Perspektiven 7 | 2019

11 Vernunft: das 10. Mal ehrlich – vor jungen Leuten, die nicht nur fordern, sondern bereit sind, in schwierigen Zeiten Verantwortung zu übernehmen, zieht man ehrlichen Herzens den Hut. In diesem Sinne: Ein herzliches Willkommen an Teilnehmer aller Altersgruppen beim ForumMIRO 2019 in Berlin. Sie werden in guter Gesellschaft sein. Nach jetzigem Stand wird die Gesamt-Teilnehmerzahl jene des Vorjahres deutlich übertreffen. Freuen Sie sich also auf mehr als 500 potenzielle Netzwerkpartner, auf Informationen, Inspirationen – und einen erneuten Festabend in der Arminius-Markthalle. Wir sehen uns in Berlin und hoffen Ihnen mit diesem Ausblick hier und auf den nächsten Seiten eine passende Einführung zur Verfügung zu stellen. (gsz) UNTERSTÜTZUNG für junge Fachleute. Eingeladen sind Studenten relevanter Hochschulen. Diesmal ist außerdem ein separates Treffen für den Führungskräftenachwuchs anberaumt. www.forummiro.de www.bv-miro.org bieten sich die Workshops an – zumindest trifft das auf die Mehrzahl zu. Von der Nutzung alternativer Energien auch in Gesteinsbetrieben über das Dauerthema Genehmigungen bis hin zu fiskalischen Aspekten und Personalführung wird nichts ausgespart. Und natürlich stehen auch technische Innovationen wieder im Mittelpunkt der Betrachtung. Ein Lichtblick! Man wünschte, die Podiumsteilnehmer würden genug Interesse aufbringen und jenseits der abendlichen Diskussionsrunde in den einen oder anderen Workshop hineinschnuppern. Sicher wäre eine solche Realitätsdusche hilfreich für künftige Entscheidungen. Gleiches trifft auch auf den Direktkontakt mit den etwa 70 Fachausstellern zu, der immerhin in Teilen peripher gegeben ist, da das Podium nur über den Weg durch die Fachausstellung erreicht werden kann. Verantwortung übernehmen? Aber ja doch! Wie schon im vergangenen Jahr sind ausgewählte Studierende einschlägiger Fachrichtungen der im Rohstoffsegment führenden deutschen Hochschulen als Gäste der Veranstaltung vor Ort, um Branchenluft und Flair auch aus dieser Perspektive zu schnuppern. Spontan erweist sich daneben ein neuer Veranstaltungspunkt als Renner. Die Rede ist vom zwanglosen Kennenlern- Treffen junger Führungskräfte & Unternehmensnachfolgerpersönlichkeiten am späten Nachmittag des Auftakt-Tages. Mit fast 50 Anmeldungen dazu hatten die Veranstalter nämlich tatsächlich nicht gerechnet. Neben Führungsnachwuchs aus Gesteinsunternehmen in der Mehrzahl, haben auch Aussteller Kandidaten oder junge Inhaber von Führungspositionen dazu angemeldet, woraus sich eine gute Mischung mit Fruchtfolgen für die Zukunft ergibt. Fachliche Vernetzung von Anfang an ist schließlich gefragt und willkommen. Und – ganz Angebote zum Verkauf Bergwerkseigentum und bodenschatzführende Flurstücke Sand und Kies, Natursteine, Kalk-, Mergel- und Dolomitstein, Lehm (Ziegelton), Quarzsand und -kies, Tonrohstoffe, Torf, Naturwerk- und Dekosteine, Feldspat, Schiefer in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen • Aufrechterhaltenes Bergwerkseigentum, Grundstücke • Als Erweiterungsflächen oder für den Neuaufschluss • Diverse Flächengrößen und Lagerstättenarten • Erkundungsdaten großenteils vorhanden • Lage ballungsraumnah wie ländlich, teils überregionale Transportanbindungsmöglichkeiten Die BVVG ruft zur Abgabe von Interessenbekundungen und Geboten auf. Ansprechpartnerin: Dr. Sabine Dietrich Tel.: 030/4432-2045, E-Mail: dietrich.sabine@bvvg.de Endtermine für die Interessenbekundungen und Gebote: siehe jeweiliges Objekt. Weitere Informationen zu den Objekten und den Ausschreibungsbedingungen erhalten Sie unter www.bvvg.de. Ihre Gebote und Interessenbekundungen senden Sie bitte, gekennzeichnet mit der Objektnummer, an: BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH Ausschreibungsbüro Postschließfach 55 01 34, 10371 Berlin Tel.: 030/4432-1099, Fax: 030/4432-1210 7 | 2019 GESTEINS Perspektiven