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GP 05/18

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24 MACH MAL WAS Ein Herz

24 MACH MAL WAS Ein Herz für Wildbienen ZUM BUDDELN FREIGEGEBEN! Nach der Einweihung des Bienenhäuschens hatten die Kinder viel Spaß im Sand. HINTERGRUNDINFO Gewohnheiten der Wildbienen Im Sand- und Kieswerk Teunesen wurde am 17. Mai 2018 das Wildbienen-Haus eingeweiht. Kinder der umliegenden Grundschulen und Kindergärten hatten die Nisthäuschen zuvor selbst gebastelt. GRUNDSCHULKINDER AUS WEEZE mit ihren selbst gebauten Nisthilfen. Fotos: Teunesen/vero In Deutschland gibt es rund 560 Wildbienenarten, jede zehnte soll vom Aussterben bedroht sein. Die meisten Wildbienen nisten in der Erde und graben dort Gänge für ihre Brutzellen. Gerade in einem Kieswerk finden sie viele Möglichkeiten zum Buddeln und Bauen. Wildbienen haben keinen weiten Flug radius, daher muss ein Nahrungsangebot in Form von Wildblumen und anderen Nährgehölzen in der Nähe vorhanden sein. Das neue Umweltprojekt der Teunesen Sand und Kies GmbH widmet sich den Wildbienen. Gemeinsam mit 260 Weezer Kindern hat das Unternehmen daher artgerechte Nisthilfen gebaut. Wildbienen haben keinen großen Flugradius, daher sorgt Teunesen zusätzlich für ein unmittelbares Nahrungsangebot durch die Aussaat einer Bienenweide und die Pflanzung von Bienennährgehölzen an den Standorten Knappheide und Hüdderath. Daniela Franken leitet das Wildbienen-Projekt beim Unternehmen als Herzenssache. „Es macht großen Spaß, die Kinder mit einzubeziehen und zu sehen, mit welchem Eifer sie bei der Sache sind“, so Franken. In Zusammenarbeit mit der Landschaftsentwicklerin Melanie van de Flierdt hat sie die Maßnahme geplant und konnte in der näheren Umgebung vier Kindergärten und eine Grundschule für das Projekt begeistern. In Kurzvorträgen wurde den Kindern alles rund um das Thema Bienen erklärt und mit Eifer haben insgesamt 260 Kinder tatkräftig die kleinen Behausungen für die Bienen gebastelt. Auch Robèrt van de Laar, Geschäftsführer Business Development, freut sich über das Projekt: „Uns war es wichtig, dass das Projekt lebt, und wir sind froh, dass wir die Kindergärten und Grundschulen für das Projekt begeistern konnten.“ Eleonore Leuchtgens, Leiterin der Petrus-Canisius-Grundschule, bedankte sich mit einem Bienenfingerabdruckbild bei Daniela Franken. Die Grundschulkinder hatten dieses als Dan- GESTEINS PERSPEKTIVEN 5/2018

MACH MAL WAS 25 keschön für die Projektwoche selbst angefertigt. „Ich würde mich freuen, wenn wir das Wildbienenprojekt auch in den Folgejahren weiterführen könnten“, so Leuchtgens. Bereits 2014 hatte der Projektmanager der Teunesen Group, Jürgen Tarter, mit dem Projekt „Kies- Honig“ den Aufschlag für ein langfristig angelegtes Honigbienenprojekt gemacht. So hat Teunesen in Zusammenarbeit mit dem Kreisimkerverband Kleve die Pflanzung von Winterlinden im Tausch gegen Rotbuchen realisiert. Aufgrund des reichhaltigen Nektars werden Winterlinden bevorzugt von Bienen aufgesucht. „Unser Wildbienenprojekt 2018 ist nun der Startschuss für weitere naturschutzfachlich ausgelegte Projekte“, so Tarter. Hierzu plant Teunesen bereits für 2019 die Ausschreibung eines Umweltprojektes an weiterführenden Schulen im Kreis Kleve. www.teunesen.de VERTRETER DES STADTRATS WEEZE informierten sich über das Wildbienen-Projekt ebenso wie Eleonore Leuchtgens. 5/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN