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GP 05/18

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8 ZUR SACHE kürzlich

8 ZUR SACHE kürzlich überarbeiteten Abfallrahmenrichtlinie. Die dort behandelte Problematik betrifft auch uns und wir haben uns deshalb entsprechend positioniert. Immer wieder stellen wir fest, dass es zu Fehlschlüssen führt, wenn die Recyclingthematik isoliert betrachtet wird. Unser Wissen dazu schöpfen wir aus zahlreichen eigenen Aktivitäten nicht nur im mineralischen Primär-, sondern auch im Sekundärrohstoffsektor. Einerseits sind unsere Unternehmen bestrebt, ihre Gesteinsressourcen so klug, vollständig und sinnvoll zu nutzen, wie es technisch möglich ist, andererseits besitzen unsere Betriebe sowohl das Know-how als auch die Möglichkeit, parallel einen Geschäftszweig Recycling zu betreiben. Das ist nützlich, spart Leerfahrten und schärft den Blick für die gebotenen Möglichkeiten, die bei aller Anstrengung keineswegs bedarfsdeckend weiterentwickelt werden können. Logischerweise fallen in Ballungsräumen größere Mengen an Abbruch- und Aushubmassen an als im ländlichen Raum. Eine ortsnahe Aufbereitung und Wiederverwertung im lokalen Umfeld hat den größten ökologischen Effekt. Die Gesamtquote der möglichen Substitution liegt dennoch im Schnitt bei nur etwa 12 %. Das registrieren und dokumentieren wir seit Jahren in Deutschland ganz eindeutig. Da wir national eine In Europa werden rund 2,7 Mrd. t definierte Gesteinskörnungen pro Jahr von 15.000 Unternehmen (mehrheitlich KMU) in 26.000 Gewinnungsstätten produziert, in denen rund 200.000 direkte und indirekte Beschäftigte arbeiten. Die UEPG vertritt nationale Verbände und damit Gesteinsunternehmen aus 26 Ländern. DIRK FINCKE setzt sich als UEPG-Geschäftsführer zusammen mit seinem kleinen Team für die Belange der Gesteinsindustrie vor Ort in Brüssel ein. jährliche Recycling- und Wiederverwertungsquote von über 90 % erreichen, stellt sich eindeutig die Frage, welche Lenkungswirkung eine potenzielle Rohstoffsteuer zugunsten von Sekundärbaustoffen entwickeln soll, wenn doch die nötigen Massen gar nicht in den entsprechenden Größenordnungen vorhanden sind. Wir stellen fest, dass die Politik vor diesen Fakten nach wie vor die Augen verschließt. Ein Zustand, den die UEPG – sozusagen als Augenöffner – mit weiterer Aufklärungsarbeit entgegentreten wird. Kommunikation im Social-Media-Zeitalter Die wachsende Bedeutung der sozialen Medien birgt Risiken, aber auch Chancen. Für die UEPG als relativ kleiner Verband ist es von Vorteil, mit geringem finanziellem Aufwand auf digitalen Wegen viel erreichen zu können. Imagekampagnen der Vergangenheit fanden in Printmedien, TV und Rundfunk statt und waren von uns finanziell nicht darstellbar. Heute dagegen sind Zielgruppen fokussiert ansprechbar und unsere Branche bietet jede Menge Material zum digitalen „Storytelling“. Die UEPG-Arbeitsgruppe für PR und Kommunikation treibt diese Aktivitäten voran. Hierbei ist es von großem Vorteil, dass unser junges Team in Brüssel einen unmittelbaren Zugang zu diesen Möglichkeiten hat und sie entsprechend umfangreich nutzen will. Ein optimistisches Wort zum Schluss Die Hausaufgaben, die für die UEPG anstehen, werden uns zum großen Teil von der EU diktiert. Quarzfeinstaub, Artenschutz, Überarbeitung der Kreislaufwirtschaftsrichtlinie, Europawahl und vieles mehr stehen auf der Agenda. Darüber hinaus registrieren wir allseits zunehmende Schwierigkeiten bei Rohstoffverfügbarkeiten in diversen europäischen Staaten. Die Schwierigkeit, neue Gewinnungsgenehmigungen zu erhalten, wächst nicht nur in Deutschland. Damit sind auch die Aufgaben der UEPG als Sprachrohr der europäischen Gesteinsindustrie und Seismograf für neue Entwicklungen auf europäischem Parkett gewachsen. Gemeinsam werden wir die Aufgaben angehen und dabei auch ein wenig in die umgekehrte Richtung wirken, denn das größte Geschenk, was wir unseren europäischen Kollegen machen können, ist, sie vor der deutschen Gründlichkeit zu schützen. Jener nämlich sind allerhand Vorschläge gegenüber der EU- Kommission zu verdanken, die – natürlich ohne Folgenabschätzung – am Ende alle treffen würden. Wie dann die Umsetzung jeweils aussehen würde, steht auf einem anderen Blatt, worüber zu spekulieren sich nicht lohnt. Kurz gesagt: wir bleiben angesichts unserer Erfolge, unserer erreichten Vernetzung, unserer Ziele sowie der haupt- und ehrenamtlichen Mannschaft optimistisch, viel im Sinne unserer Branche erreichen zu können. Ein Beitrag von Thilo Juchem, geschäftsführender Gesellschafter der Juchem-Gruppe und UEPG-Präsident. www.uepg.eu GESTEINS PERSPEKTIVEN 5/2018

ZUR SACHE 9 Leaders in drum cutting technology EINZIGARTIGE, AUSGEREIFTE TECHNOLOGIE Unsere Spezial-Anbaufräsen für Bagger von 0,6 bis 125t und für Baggerlader werden in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden entworfen. In der kontinuierlichen Produktweiterentwicklung fließen die Einsatzerfahrungen unserer weltweiten Baustellen mit ein. Erkat Anbaufräsen – robust, stark und qualitativ hochwertig ! www.erkat.com 5/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN