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GP 04/17

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42 MACH MAL WAS

42 MACH MAL WAS Sandgewinnung im „Ökotest“ RECHERCHE: Der Journalist Jörg Döbereiner (2.v.l.)widmete sich für das Ökotest-Magazin dem Rohstoff Sand. Im Werk der Büttel GmbH erfuhr er von Thomas Weber (i.), Ludger Benson (r.) und Dr. Olaf Enger, wie sich mineralische Rohstoffe, Recyclingprodukte und Rohstoffsteuern zueinander verhalten. Fotos: oe „Guten Tag. Ich bin Redakteur beim Ökotest-Magazin und habe ein paar Fragen zum Sand.“ Fast monatlich erhält die MIRO-PR-Verantwortliche derartige Anrufe – nachhaltig zieht sich dabei negatives Hintergrundrauschen aus der arte-Reportage „Sand, die neue Umweltzeitbombe“ von vor knapp drei Jahren durch den Fragenkatalog. Auch deshalb wird immer wieder nur nach Sand gefragt, so gut wie nie nach anderen Gesteinsrohstoffen. Meist geht es um die Gewinnung aus dem Meer – eine Marginalie im Aufkommen Deutschlands, um mehr Recycling und um Zerstörung von Natur –, so ist es eben, wenn einer vom anderen abschreibt. Wie antwortet man also am besten? Vielleicht kommt ein: „Was genau wollen Sie denn am Sand ‚ökotesten‘“ ganz gut. Und – ah ja: da haben wir es auch schon! Tatsächlich geht es gar nicht um den Sand als Produkt, sondern um die offenbar vermutete „Ökoschädlichkeit“ seiner Gewinnung. Wenn nicht das Meer herhalten kann, tut es auch ein Baggersee. Aufklärung muss her! Der Journalist hatte vergleichsweise mehr Zeit als seine Kollegen und erklärte sich bereit, seine Fragen schriftlich zu stellen. In einer gemeinsamen Aktion stimmten sich MIRO- Geschäftsführung und Geschäftsführer verschiedener Regionalverbände dazu ab, wie der Suche nach einem zumindest klitzekleinen Skandal mit Fakten und Ehrlichkeit begegnet werden kann. Was bleibt uns rational-sachlichen Persönlichkeitstypen auch anderes übrig, als sachlich-rational und ehrlich zu antworten? Genau das ist schließlich passiert. Weil wir aber einmal dabei waren, ist parallel zur konkreten Anfrage gleich noch ein Informationsblatt für künftige Redaktionswünsche dieser Art entstanden. Eine gute Idee! Denn die Info konnte für weitere Anfragen im April und Mai direkt eingesetzt werden. Nun stellt sich die Frage: Reicht unsere Sachlichkeit, einen kritisch eingestellten Journalisten glaubhaft zu vermitteln, was wir tun? Zweifel sind zumindest angebracht. Die Lösung: Er muss es selbst erleben! MIRO organisierte in Kooperation mit dem Verband Steine und Erden Neustadt Weinstraße, VSE, am 30. März 2017 für den Redakteur einen Besuch im Büttel-Kieswerk Gimbsheim. Für Fragen standen ihm neben Thomas Weber, geschäftsführender Gesellschafter der Büttel GmbH, auch Ludger Benson, VSE, und Dr. Olaf Enger, MIRO, zur Verfügung. Das Unternehmen gewinnt aus einem ehemaligen Altrheinarm Rohsand mit etwa 10 % Körnung per Saugbagger. Dieser verfügt über ein Abbaukontrollsystem, welches die genehmigungskonforme Gewinnung sicherstellt (GP 5/2016 berichtete). Beim Rundgang durch das Werksgelände wurden dem durchaus interessierten Gast der aktuelle Gewinnungsbereich, das Werk zur Aufbereitung, ein genehmigtes zukünftiges Gebiet und ein zum Natursee rekultivierter ehemaliger Gewinnungsbereich gezeigt. Parallel kam der Nutzen für die Gemeinde ins Spiel, für die ein aufgelassener Bereich des Baggersees zum Badestrand umgestaltet wurde. Nach Aussage von Thomas Weber hat sich das Konzept bewährt. Durch den legalisierten Badebetrieb ist der Erholungsdruck auf die umliegenden, der Natur vorbehaltenen Seen nämlich erheblich zurückgegangen. Auch brachte der kombinierte Bade- und Baggerbetrieb keine Nachteile für das Unternehmen. Nötig war lediglich die Absperrung des Gewinnungsbereiches Das Unternehmen betreibt noch ein weiteres Kieswerk in der Nachbarschaft sowie einen Recyclingbetrieb in Worms. Naturgemäß kam die Diskussion auch auf das Thema Rohstoffsteuer und ihren Nutzen für die Verbesserung des Absatzes von Recyclingprodukten. Eine solche Frage ist natürlich für einen Unternehmer und einen regionalen Verbandsvertreter, die beide Seiten dieser Angebotsmedaille aus Erfahrung und eigenem Erleben kennen, eine reine Steilvorlage, um überzogene Substitutionsfantasien sachlich auf den Boden der Möglichkeiten und Tatsachen zurückzuführen und zu erklären, dass beides nur im Zusammenhang Sinn ergibt: Die Rohstoffgewinnung zum Decken der Hauptnachfrage und das Recycling im Rahmen aller gebotenen Möglichkeiten des Anfalls, der Aufbereitung und des Einsatzes gemäß der Nachfrage. Eindeutig verneint wurde – auch deshalb – durch den Praktiker Weber der Bedarf einer Rohstoffsteuer, die keinerlei Lenkungswirkung auf die Dimensionen der Nachfrage hätte. Eine solche Steuer führe lediglich zu einer Verteuerung des Bauens und einem Zuwachs an Bürokratie. Und davon – hier waren sich alle einig – haben wir bereits genug. Noch haben wir bei MIRO das Magazin mit dem Beitrag nicht gesehen. Wir wären jedoch sehr positiv überrascht, dabei auf eine Gewichtung zu stoßen, die die Sachverhalte ideologiefrei wiedergibt. Sollte dies mit dieser umfangreichen Information noch nicht gelungen sein … machen wir dennoch weiter, denn auf Dauer werden sich Tatsachen gegenüber durchideologisierten Vorstellungen durchsetzen. (oe/gsz) www.buettel.de www.verband-Steine-Erden.de www.bv-miro.org GESTEINS PERSPEKTIVEN 4/2017

Spannung pur vom 30. August bis 2. September 2017 Branchengrößen im Partnermodus & E 43690 Ausgabe 2/2017 E 43690 Ausgabe 1/2017 Offizielles Organ des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe und seiner Landesverbände Deutlich erhöhte Messeauflage! Offizielles Organ des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe und seiner Landesverbände RAUPENMOBILE BACKENBRECHANLAGE GIPOBAC B 1410 FDR GIPO AG Industriegebiet See, Zone C, Kohlplatzstrasse 15, CH-6462 Seedorf T +41 41 874 81 10, F +41 41 874 81 01 info@gipo.ch, www.gipo.ch E 43690 Ausgabe 3/2017 DIE NEUE GRÖSSE IM ZERKLEINERN! RUBBLE MASTER RM120GO! Offizielles Organ des Bundesverbandes Mineralische Rohstoffe seiner Landesverbände Unser Print-Original begleitet das Messe-Original, denn ZUR SACHE Gestein des Jahres Der Diabas im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit MACH MAL WAS Beständigkeit punktet Regionale Unternehmen erreichen Umfrageplus INSTANDHALTUNG Verbesserung zählt Produkte und Dienstleistungen für eine starke Saison EM-REIFEN Vielfalt wächst Neue Marken brachten Bewegung in den Markt ZUR SACHE Preiswürdig Hohe Weihen für Rohstoffeffizienz in Gesteinsunternehmen FORSCHUNG Aussagkräftig Unterschiede in der sozialen Akzeptanz der Rohstoffgewinnung DATENMANAGEMENT Vielgestaltig Generierte Datenfluten kanalisieren und zielführend nutzen FÖRDERTECHNIK Vorsorglich Arterien funktionierender Betriebsprozesse unter Kontrolle Diese Maschine, das gesamte Rubble Master Programm und weitere Top-Marken für Recycling und Aufbereitung: In Süddeutschland exklusiv bei KÖLSCH Baumaschinen! GP GesteinsPerspektiven ist offizieller Publikationsträger der steinexpo 2017! recycling aktiv | Freigelände R420 recycling aktiv | Freigelände R420 Näher dran geht nicht: Nutzen Sie die Reichweite und Zielgenauigkeit unserer speziellen Messeausgabe für die Information Ihrer Besucher zu Ihrem steinexpo-Auftritt und maximieren Sie Ihren Messeerfolg. ZUR SACHE Steine des Anstoßes MIRO-Forderungen im Vorfeld der deutschen Bundestagswahl PRAXIS Anlage mit Zukunft Wir beraten Sie in allen Fragen für Ihren optimalen Auftritt in unserer GP-Spezialausgabe zur Messe: Susanne Grimm-Fasching +49 162 909 43 28 Susanne.Grimm@stein-verlaggmbh.de Anzeigenberatung Bench – die einen nennen es Abgucken, andere Inspiration AUFBEREITUNG Mobil mit Mehrwert Brechen, sieben und reinigen im handlich-versetzbaren Format TREFFPUNKT Messen mit Bewegung Die Demo-Doppelmesse nach ihrem Umzug nach Karlsruhe Gabriela Schulz +49 171 536 96 29 Gabriela.Schulz@stein-verlaggmbh.de Chefredaktion Anzeigenannahme bis 11. Juli 2017 Redaktionelle Beiträge bis 7. Juli 2017 www.steinexpo.de

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