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GP 03/19

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14 AUS- & WEITERBILDUNG

14 AUS- & WEITERBILDUNG VERSTÄNDIGUNG? Kein Problem bei gleichem Interesse. Die ersten Kursteilnehmer büffeln der HQ-Prüfung entgegen, die im Mai zu absolvieren ist. Unterstützt werden sie dabei von praxiserfahrenen Lehrkräften, wie hier von Uwe Heider, Berufsschullehrer an der BSZ, staatliches Berufliches Schulzentrum Wiesau. Fotos: Müller (Eckert Schulen) Vom Start weg eine meisterhafte Erfolgsgeschichte Wenn eine Idee auf fruchtbaren Boden fällt und die passenden Leute zusammenkommen, um sie umzusetzen, lassen die gewünschten Ergebnisse nicht lange auf sich warten. Beispielhaft dafür steht die Installation des neuen Weiterbildungsangebotes zum „Industriemeister Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik IHK“. Wenn diese Ausgabe erscheint, werden die Premieren-Meisterschüler des ersten Kurses schon ihre Abschlussprüfungen absolviert haben und die Meister-Urkunden in den Händen halten. Interviews mit einigen der frischgebackenen Meister, die bald in Unternehmen der Gesteinsindustrie ihr neu erworbenes Wissen zur Entfaltung bringen, gibt es im kommenden Magazin. Diesmal werfen wir einen Blick auf den Kurs als solchen und die Veränderungen, die sich gegenüber den Ursprungsplanungen im Ablauf und Angebot ergeben haben. Das Meister-Projekt Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik startete bereits in der Planungsphase mit einer branchenübergreifenden Besonderheit: Es wird von mehreren Verbänden gemeinsam getragen, unterstützt und ausgestaltet: MIRO (Mineralische Rohstoffe), BTB (Transportbeton), bbf (Betonfertigteile) und DAV (Asphalt) installierten dafür zusätzlich zu den jeweils verbandsspezifischen Arbeitsgremien einen gemeinsamen übergreifenden Arbeitskreis (GAK Meis- GESTEINS PERSPEKTIVEN 3/2019

AUS- & WEITERBILDUNG 15 GEBOTENE MÖGLICHKEITEN Flexible Wege zum Meister Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung ihres optional als Kombi- oder Vollzeit absolvierten Kurses sind die Industriemeister Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik IHK Experten ihres Fachs. Als Schnittstelle zwischen Planung und Produktion sowie zwischen Facharbeitern und Management verantworten sie verschiedene Produktionsabläufe im Betrieb, entscheiden über den Einsatz von Betriebs- und Produktionsmitteln und sorgen für die Einhaltung der Vorgaben. Sie planen Arbeitsabläufe und haben dabei die Kostenentwicklung bestens im Blick. Mit der Aushändigung des Ausbildereignungsscheins (AdA-Schein) übernehmen die Absolventen zudem eine wichtige Rolle innerhalb der betrieblichen Personalentwicklung. Da der AdA-Schein für die Meisterprüfung obligatorisch ist, integrieren die Eckert Schulen die entsprechende Prüfungsvorbereitung direkt in den Stundenplan. KURS- START SEPTEMBER BQ- NOVEMBER PRÜFUNG HQ- PRÜFUNG MAI FACH- GESPRÄCH NACH WENIGEN TAGEN ca. 9 Wochen 25 Wochen (ca. 6 Monate) Meisterlehrgang VOLLZEIT Hinführung zur BQ-Prüfung Vollzeit | deutschlandweit Hinführung zur HQ-Prüfung Vollzeit | bei den Eckert Schulen Regensburg (BY) KURS- START NOVEMBER BQ- NOVEMBER PRÜFUNG HQ- PRÜFUNG MAI FACH- GESPRÄCH NACH WENIGEN TAGEN Meisterlehrgang KOMBI ca.12 Monate Hinführung zur BQ-Prüfung Teilzeit | deutschlandweit 25 Wochen (ca. 6 Monate) Hinführung zur HQ-Prüfung Vollzeit | bei den Eckert Schulen Regensburg (BY) Quelle: Eckert Schulen terkurs). Nachdem das Kurs-Konzept weitgehend ausgereift war und mit den Eckert Schulen ein hochprofessioneller Weiterbildungspartner gewonnen werden konnte, gelang es, auch den Rahmenlehrplan und die Inhalte für die Basisqualifikation (BQ) rasch zu fixieren. Die Lehrgangsinhalte der handlungsspezifischen Qualifikation (HQ), unter Regie der beteiligten Verbände in enger Zusammenarbeit mit Arbeitgebern der jeweiligen Teilbranchen erstellt, bilden die „zweite Zündstufe“ der Weiterbildungsrakete. Diese wiederum erwies sich bei genauer Betrachtung als ziemlich gewichtig – was eine zeitliche Neujustierung nach sich zog. Sechs statt vier Monate Substanz tanken Gingen die Vorstellungen der beteiligten Fachverbände anfangs von einer zwei- monatigen Basisqualifikation (BQ) und einer viermonatigen handlungsspezifischen Qualifikation (HQ) aus, stellten die Fachleute der Eckert Schulen nach Sichtung des Lernstoffes die Dauer der HQ auf sechs Monate um. Gerüstet mit dem nötigen Know-how, begründeten sie diese Entscheidung damit, dass die bundesweit bislang einmalige Aufstiegsfortbildung zum Industriemeister IHK in der Fachrichtung Aufbereitungs- und Verfahrenstechnik nur dann auch den gewünscht substanziellen Erfolg haben kann, wenn der Stoff der vier Sparten Rohstoffe, Transportbeton, Betonfertigteile und Asphalt auch in ausreichender Tiefe vermittelt werden kann. Um Arbeitgebern, die ihre Fachleute zum Meisterkurs schicken, und den Meisterschülern selbst eine bessere Kalkulation der Ausfallzeit aus dem operativen Geschäft der Betriebe zu erleichtern, wurde der HQ-Teil zeitlich direkt an den BQ-Teil, der von September bis November läuft, angekoppelt. Das heißt, der Vollzeit-Meister in spe absolviert, wenn er sich in Abstimmung mit seinem Arbeitgeber für die Vollzeitvariante entscheidet, von September eines Jahres bis zum Mai des Folgejahres seinen kompletten Kurs. Für Arbeitgeber heißt das: Die Zukunft ihrer meisterlich betreuten Produktion ist gesichert. Zwar zeigten sich einige üb errascht über die verlängerte Freistellungsfrist für die Qualifizierungsmaßnahme ihrer besonders fähigen Mitarbeiter, doch bei einem Neustart wie in diesem Fall kann es schon vorkommen, dass Justierungen nötig werden, die sich erst in der Laufzeit als erforderliche Maßnahmen herausstellen. Am Ende zählt das Ziel und dazwischen kommt es darauf an, wie gut die Mannschaften und das Management den Ausfall abfedern können. Der Kurs über die Winterphase hinweg dürfte zudem noch die günstigste 3/2019 GESTEINS PERSPEKTIVEN

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