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GP 03/18

24 MACH MAL WAS

24 MACH MAL WAS STEINSCHMECKER-SOIREE: Der Einladung zum genussvollen Beisammensein folgten die Landtagspräsidentin, die Fraktionsvorsitzenden und zahlreiche Abgeordnete aller Fraktionen. Übereinstimmendes Fazit: Nachhaltigkeit schmeckt! Kulinarik-Experiment gelungen, „Steinschmecker“ begeistert! Mit einer „Steinschmeckerwoche“ betraten sowohl der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg, ISTE, als auch das Stuttgarter Landtagsrestaurant Plenum Neuland. Eine gute Woche lang bot das renommierte Restaurant im Gebäude des baden-württembergischen Parlaments Köstlichkeiten an, die ihren Ursprung in Gewinnungsstätten des Landes hatten – unter anderem Rind, Hirsch, Lamm, Fisch und Wein. Die baden-württembergischen Gesteinsunternehmen wollten mit diesem ungewöhnlichen Angebot sowohl auf ihre Tätigkeit, dann aber auch auf ihr besonderes Verhältnis zur natur- und umweltverträglichen Rohstoffgewinnung aufmerksam machen und zeigen, dass Nachhaltigkeit schmeckt! „Die Gäste im Plenum haben die Steinschmeckerwoche durchweg positiv erlebt und kommentiert!“ Alexander Schmier, Veranstaltungsleiter des Stuttgarter Restaurants, zieht nach acht Tagen des ganz besonderen Angebots ein zufriedenes Fazit. „Eigentlich liefen alle Gerichte gut. Besondere ‚Renner‘ aber waren als Vorspeisen die marinierten Baggersee-Lachsforellen und die Ziegenkäse-Crème-brulée. Als Hauptgang war der rosa gebratene Rücken vom Hirsch besonders beliebt und als Dessert die Tarte von Buttermilch und Ziegenfrischkäse-Mousse.“ ISTE-Hauptgeschäftsführer Thomas Beißwenger zeigt sich ebenfalls hochzufrieden, dass die nicht unkomplizierte Steinschmeckerwoche so gut gelungen ist. „Die Mitgliedsunternehmen unseres Verbandes sind Spezialisten, wenn es um große Mengen von Gesteinskörnungen geht. Nun kleine Mengen wertvoller, auf ihren Betriebsgeländen erzeugter Lebensmittel koordiniert anzubieten, war für sie eine besondere Herausforde- EINLADEND: Rosa gebratener Rücken vom Hirsch aus der Kiesgrube in Mietingen-Baltringen mit geschmorten Schwarzwurzeln, Waldpilzen und Wacholder-Rahmsoße. Fotos: ISTE GESTEINS PERSPEKTIVEN 3/2018

MACH MAL WAS 25 rung.“ Zwar habe man in den vergangenen drei Jahren schon durch die Präsenz auf der Stallwächterparty, dem Sommerfest der baden-württembergischen Landesregierung in deren Vertretung in Berlin, Erfahrungen sammeln können, ein Restaurant mit ausgewählten Stücken zu versorgen, sei aber noch einmal etwas anderes. „Trotzdem wollten wir uns auch der breiten Öffentlichkeit vorstellen als Unternehmen, die wertvolle Rohstoffe fördern, ihre Gewinnungsstätten später verantwortungsvoll rekultivieren oder renaturieren und die Nachhaltigkeit leben!“, so Beißwenger. Für alle Gäste dokumentierte der baden-württembergische Verband die Bedeutung und Funktion seiner Unternehmen während der Steinschmeckerwoche mit einem informativen Flyer. Zum Auftakt der Kulinarikwoche begrüßte der Verband über 30 Abgeordnete des baden-württembergischen Landtages zur Steinschmecker-Soiree, unter anderem die Parlamentspräsidentin Mutherem Aras (Grüne). Sie bekannte gegenüber den ISTE-Unternehmen: „Mir schmeckt Ihre Grundhaltung, Ihre Offenheit!“ Die Kombination „Steine und Kulinarik“ sei in ihren Augen absolut folgerichtig, wenn sie an die Nachnutzungen von Gewinnungsstätten denke. Auch die Liebe zur Natur könne durch den Magen gehen. Rohstoffsicherung und die nachhaltige Folgenutzung von Gewinnungsstätten bildeten gleichfalls den Mittelpunkt des Gesprächs mit den Fraktionsvorsitzenden der im Stuttgarter Landtag vertretenen Parteien. Für das gastronomische Team um Plenum-Küchenchef Benjamin Widmann stellten sowohl Steinschmecker-Soiree als auch Steinschmeckerwoche ebenfalls eine Herausforderung dar: „Das war für uns etwas ganz Besonderes. Einmal, weil es sich um Fleisch von frei lebenden Tieren handelt und nicht aus Massenzucht. Dieses Fleisch ist kräftiger, und ein Koch muss sich überlegen, wie er es zart bekommt. Dann aber auch, weil wir genau rechnen und kalkulieren mussten – wir hatten nur begrenzte Mengen zur Verfügung. Das alles machte großen Spaß!“ Spaß hatten auch die Lieferanten, die diesmal nicht mineralische, sondern kulinarische Rohstoffe beisteuerten (siehe Kasten). ISTE-Präsident Peter Röhm sparte nicht mit Lob für die Produkte, die während der Steinschmeckerwoche auf die Teller kamen. Sie sollten natürlich Mägen und Herzen öffnen für (s)eine Industrie, welche viele in der einen oder anderen Weise erleben, deren Produkte alle brauchen und deren Hintergründe die wenigsten kennen: „Unsere Steine- und Erden-Industrie wird selten von der Bevölkerung wahrgenommen. Und wenn, dann ist diese Wahrnehmung mit Belästigungen verbunden, wenn im Steinbruch gesprengt werden muss oder der staubige Lkw vor einem fährt. Aber mindestens so staubig wie der Laster ist das veraltete Bild unserer Branche in den Köpfen vieler Menschen.“ Kurz und knapp klärte der Präsident auf: Jeder Baden-Württemberger braucht 1 kg Steine, Sand und Kies für die verschiedensten Zwecke – pro Stunde! Das bewusst zu machen und Verständnis zu wecken für diese Branche und die in ihr arbeitenden Menschen – sei neben der Genussvermittlung ebenfalls Anliegen der gesamten Steinschmeckerwoche gewesen. www.iste.de SiEBAnLAGEn-BRECHAnLAGEn VERKAUF VERmiETUnG SERViCE GELUNGENES GEMEINSCHAFTSWERK Lieferanten der Steinschmecker-Rohstoffe Jetzt neu im Programm für den GaLa-Bau und kleine Baustellen Jochen Sämann aus Mühlacker lieferte Lammfleisch und Honig; Hans-Georg Kraut (HeidelbergCement) steuerte das Fleisch der Taurusrinder von der Urzeitweide bei; Sabine Schädle (Holcim Süddeutschland) sorgte für die Produkte der Schafe und Ziegen, die auf Ödflächen grasen; Peter Röhms ehemalige Kiesabbaustätte bei Baltringen beherbergt eine Herde Karpatenhirsche; verschiedene Unternehmen am Oberrhein sorgten für die Fische aus ihren Baggerseen; Yves Muller vom Weingut Kalkwerk Istein rundete das Kulinarik-Erlebnis mit guten Tropfen ab. Oppermann & Fuss GmbH Carl-Zeiss-Straße 10 25451 Quickborn Tel: 04106 77 82 0 Fax: 04106 77 82 20 info@oppermann-fuss.de www.oppermann-fuss.de

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