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GP 03/17

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38 Praxis Die Verfahren

38 Praxis Die Verfahren verstehen Maximum an effektiver Siebfläche: Für die Seitenabdichtung sind die Siebmatten zur Seitenwand hochgezogen. Die mittelständische Jöst GmbH + Co. KG aus dem westfälischen Dülmen mit Niederlassungen auf allen Kontinenten bündelt heute die Erfahrung aus fast 100 Jahren Schwingungstechnik. Doch das Zentrum von Jöst mit eigener Fertigung liegt weiterhin im Herzen Deutschlands. Abgestimmte Arbeits- und Aufbereitungsschritte rund um das Sieben, Fördern und Klassieren von Gütern unterschiedlichster Eigenschaften sind aus den verschiedensten Industriebereichen nicht mehr wegzudenken. Neben Branchen wie Metallverarbeitung, Recycling oder chemische Industrie ist die Schüttgutbranche um Steine und Erden traditionell eines der wichtigsten Anwendungsfelder. Hier bildet die Siebtechnik das wesentliche Segment im Maschinenbau der Dülmener. Aus dem einfachen Unternehmen Jöst ist daher längst die Jöst-Gruppe erwachsen, um die Geschäftsbereiche sinnvoll zielführend kombinieren zu können. Alle Einsatzszenarien verlangen an die jeweiligen Merkmale angepasste Spezifizierungen, um für jede Aufgabenstellung optimal gerüstet zu sein. Die Diversifizierung auf verschiedene Branchen als auch die Präsenz über die ganze Welt befindet Geschäftsführer Dr. Marcus Wirtz als einen der großen Vorteile des Mittelständlers: „Unsere internationalen Erfahrungen sowie die erworbenen technischen Kompetenzen aus anderen Branchensegmenten befruchten natürlich auch die Entwicklung von Produkten für die Schüttgutindustrie.“ Der deutsche Markt und die speziellen Anforderungen der hiesigen Unternehmen haben dabei weiterhin größte Bedeutung, auch und gerade weil die Ansprüche an technische Innovation und Qualität hier mit am höchsten sind. „Weil wir bei Jöst über Spitzenprodukt: Auf das Spannwellensieb Oscilla ist Geschäftsführer Dr. Marcus Wirtz ganz besonders stolz. Gesteins Perspektiven 3/2017

M2500_AquaCycle_GERMAN_half pg_21/03/17.indd 1 22/03/2017 10:26 Praxis 39 Jahrzehnte gelernt haben, die Verfahrenstechniken zu verstehen, sind wir heute zuverlässig in der Lage, Maschinen und Anlagen auf höchstem technischem Niveau liefern zu können.“ Eines der Spitzenprodukte der Dülmener zeigt nicht nur exemplarisch die verfahrenstechnischen Möglichkeiten, sondern auch, dass Innovationskraft bei Jöst keine Worthülse ist. Das Spannwellensieb Oscilla beispielsweise ist speziell konzipiert zum Aufbereiten von siebschwierigen Materialien. Es eignet sich ebenso für mineralische Schüttgüter als auch für unterschiedlichste Recyclingprodukte. Die Technik basiert auf einem Resonanzsystem, bei dem der innere Siebrahmen als Reaktion auf den direkt erregten äußeren Siebkasten zu einer Relativbewegung angeregt wird. Dies spannt und entspannt die Siebmatten. Die kreisförmige oder lineare Schwingbewegung des äußeren Siebkastens erzeugt eine zusätzliche Wurfkomponente, womit höchste Beschleunigungswerte von über 50 g erzielt werden. Eine von Jöst patentierte Blattfederkonstruktion ermöglicht dabei deutlich höhere Schwingweiten und Beschleunigungswerte als übliche Spannwellensiebe. Das Blattfederdesign zeichnet sich nicht nur durch extreme Haltbarkeit aus, sondern auch durch eine sehr einfache Anpassung der Schwingweite und Beschleunigung, ohne dass eine Steuerung dafür erforderlich ist. In dieser Bauweise ist eine Mehrdeckausführung mit Spannwellendecks sowie die Kombination mit konventionellen Siebbelägen im Oberdeck möglich. Bei Bedarf ist sogar die individuelle Justierbarkeit der verschiedenen Siebdecks durch das einzigartige Blattfedersystem gegeben. Die Siebdecktraversen von Oscilla sind besonders geformt und verhindern Materialablagerungen oder -verklemmungen. Fertigung mit hohen Standards Es geht in Dülmen auch handfest zur Sache, denn made in Germany ist immer noch mehr, als ausgefeilte Technik auf dem neuesten Stand. Es beinhaltet einen entsprechenden Anspruch an die Fertigungsqualität und auch hier setzt Jöst besondere Standards. Die hohe Fertigungstiefe beginnt in Dülmen mit dem Stahlbau. Dafür verfügt das Unternehmen über alle Fertigungsmöglichkeiten bis hin zum computergesteuerten Brenntisch. Eines der Herzstücke stellt die moderne Halle für alle Strahl- und Lackarbeiten dar. Um die allgegenwärtige atmosphärische Korrosion des Maschinenstahls zu unterbinden, bei der sich ein Kompakte Nassaufbereitungsanlage in modularer Bauweise mit integriertem Wasserrecycling für: Schnellen Einsatz Bis zu 90% geringere Wassermengen Maximale Feinsandgewinnung Geringe Kosten pro Tonne aufbereitetes Material cdeglobal.com Gutes Klima plus Sorgfalt: Innerhalb des temperierten Komplexes zum Strahlen und Lackieren werden Kleinteile von Hand bearbeitet. 3/2017 Gesteins Perspektiven

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