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GP 01/18

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24 FORSCHUNG EU-PROJEKT

24 FORSCHUNG EU-PROJEKT IN REFERENZGEBIETEN Die Zukunft der Rohstofferkundung in Europa ROHSTOFFERKUNDUNG aus der Luft. Hubschrauber sind eine der Plattformen für innovative Technologien, die das Projekt Infact nutzt. Foto: Robert Zimmermann Europa soll attraktiver für die Erkundung von Rohstoffen werden. Dazu wollen Partner aus Forschung und Industrie innovative Technologien entwickeln und unter realitätsnahen Bedingungen testen. Zu diesem Zweck sollen drei europäische Referenzgebiete in Deutschland (Geyer), Finnland (Sakatti) und Spanien (Gerena, Minas de Ríotinto) etabliert werden. Dafür investiert die EU in den nächsten drei Jahren rund 5,6 Mio. Euro in das neue Forschungsprojekt „Infact“ (Innovative, Non-Invasive and Fully Acceptable Exploration Technologies), in dem sich 17 Partner aus sieben Ländern zusammengeschlossen haben. Koordiniert wird das Vorhaben durch das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Da der Erfolg neuer Erkundungsprojekte zunehmend auch davon abhängt, ob es gelingt, möglichst viele Interessengruppen aus der Zivilgesellschaft einzubinden, vereint Infact Partner aus Wissenschaft und Forschung, Industrie, staatlichen Behörden und gemeinnützigen Organisationen mit Bevölkerungsgruppen, die von Exploration betroffen sind. Ziel ist, Europa als Standort für aktive Rohstofferkundung wieder attraktiv zu machen und dadurch auch langfristig zu einer sicheren Versorgung der EU mit Ressourcen beizutragen. Denn obwohl der Kontinent einer der größten Nutzer von metallischen und mineralischen Rohstoffen ist und auf eine lange Bergbaugeschichte zurückblickt, wird die Erkundung neuer Lagerstätten durch soziale, politische und technische Hürden erschwert. Diese Herausforderungen wollen die Projektbeteiligten in Angriff nehmen. Infact teilt sich dazu in die drei Säulen Dialog, Innovation und Reform auf. Mit der Säule „Dialog“ ist das Ziel verbunden, die gesellschaftliche Akzeptanz für moderne Erkundung zu steigern. Bei der Säule „Innovation“ geht es um eine neue Generation von Methoden und Prozessen in der Exploration. Diese verringern die Eingriffe in den Boden und stoßen gleichzeitig in neue Dimensionen vor. Dazu sollen zum Beispiel Multisensor- Drohnen zum Einsatz kommen, die unterschiedliche Messsensoren miteinander kombinieren, sodass mehr mineralogische Informationen als bisher gleichzeitig gewonnen werden können. Um die neuen Methoden unter realitätsnahen Bedingungen zu testen sowie ihre Leistungsfähigkeit im Vergleich mit klassischen Verfahren zu bewerten, werden die drei durch aktiven oder historischen Bergbau gekennzeichneten europäischen Referenzgebiete eingerichtet. Die Technologien werden dort von Helikoptern, Flugzeugen und Drohnen aus zum Einsatz kommen. Nach Projektabschluss sollen die Gebiete für die globale Industrie langfristig zugänglich sein, um neue Explorationstechnologien zertifizieren zu lassen. Ein Verfahren dafür soll im Rahmen von Infact aufgebaut werden. Das deutsche Projekt mit einer langen Bergbautradition (bekannt sind Vorkommen an Zinn, Zink, Wolfram, Molybdän, Kupfer, Eisen, Silber und Indium) repräsentiert die Region Mitte. In dessen Zentrum liegt die Kleinstadt Geyer im Erzgebirge. Aufbauend auf dem Dialog mit der Bevölkerung sowie der Erforschung neuer Technologien soll in der Säule „Reform“ ein Wegweiser für moderne Exploration erstellt werden, der unter anderem einen Handlungsleitfaden für die Politik enthält, mit dem Ziel, Europa für Bergbau und Investoren attraktiv zu machen. www.hzdr.de/infact GESTEINS PERSPEKTIVEN 1/2018

Abbruchtechnik, Gewinnung und Recycling D i e A B Z - F a c h b e i l a g e n 2 0 1 8 1/1 Gipo F A C H B E I L A G E N Abbruchtechnik ❯ ABZ-Ausgabe 24/2018 Er schei nungs ter min: 15.06.2018 An zei gen schluss: 12.06.2018 Red ak tions schluss: 06.06.2018 ❯ ABZ-Ausgabe 38/2018 Er schei nungs ter min: 21.09.2018 An zei gen schluss: 18.09.2018 Red ak tions schluss: 12.09.2018 ❯ ABZ-Ausgabe 49/2018 Er schei nungs ter min: 07.12.2018 An zei gen schluss: 04.12.2018 Red ak tions schluss: 28.11.2018 F A C H B E I L A G E N Gewinnung und Recycling ❯ ABZ-Ausgabe 25/2018 Er schei nungs ter min: 22.06.2018 An zei gen schluss: 19.06.2018 Red ak tions schluss: 13.06.2018 ❯ ABZ-Ausgabe 39/2018 Er schei nungs ter min: 28.09.2018 An zei gen schluss: 25.09.2018 Red ak tions schluss: 19.09.2018 ❯ ABZ-Ausgabe 50/2018 Er schei nungs ter min: 14.12.2018 An zei gen schluss: 11.12.2018 Red ak tions schluss: 05.12.2018 Wo chen zeitung für das ge sam te Bau we sen KONTAKT ABZ-Redaktion: Tel. (05 11) 6 74 08-60/61/62/64/68 · Fax (05 11) 6 74 08-53 · E-Mail: abz-bachmann@patzerverlag.de ABZ-Werbeabteilung: Tel. (05 11) 6 74 08-30/31/35/42/46 · Fax (05 11) 6 74 08-53 · E-Mail: abz-werbung@patzerverlag.de

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