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as 06/16

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44 Technik hiQ Solutions

44 Technik hiQ Solutions Wenn just in time verpflichtend ist 600 Starts und Landungen pro Tag bewältigt der Vienna International Airport derzeit mit nur zwei Pisten. Vor rund 20 Jahren wurde die Deckschicht der Piste 11/29 das letzte Mal großflächig saniert. Aus Sicherheitsgründen war es nun notwendig, die Oberfläche der Piste zu erneuern. Dies verlangte eine präzise Projektabwicklung. Mit dem Logistikmonitor von hiQ solutions wurden die Abläufe gesteuert. Elf Asphaltfräsen, mehr als 180 Lkw, sechs Mischwerke, 14 Asphaltfertiger und 25 Walzen waren im Einsatz. Auf 210.000 m² Fläche musste der Belag der 3.500 m langen Piste abgefräst und durch eine neue Asphaltschicht ersetzt werden. Wie auch bei Straßenbaustellen war Rücksicht auf das Verkehrsaufkommen geboten. Die Erneuerung der Asphaltschicht verlangte also höchst exaktes Vorgehen: Beste Oberflächenbeschaffenheit, beste Materialqualität und exakte Einhaltung von Zeitplänen. Die Verletzung einer dieser Ansprüche war mit hohen Vertragsstrafen belegt. Zu koordinieren waren bis zu elf Asphaltfräsen, mehr als 180 Lkw, sechs Mischwerke, 14 Asphaltfertiger und 25 Walzen. Bei Betrieb in den Tagesstunden wurde in den Nächten und an Wochenenden während der mehrwöchigen Bauzeit die gesamte Rollbahn erneuert. Alle, die die engen Zeitfenster im heutigen Flugverkehr kennen, wissen: Da darf nichts schiefgehen. Für je 15 min Verzögerung drohten Vertragsstrafen im fünfstelligen Euro-Bereich. Dieses logistisch herausfordernde Projekt konnte mit Hilfe modernster Hard- und Software unter Einhaltung der Fristen verwirklicht werden. Mittels GPS und Telematikdaten wurden die Baugeräte, Mischanlagen und Lkws koordiniert. Hard- und Software dazu stam- Rund 95.000 t Asphaltmischgut wurden am Vienna International Airport eingebaut. 6|2016

Technik 45 Auf 210.000 m² Fläche musste der Belag der 3.500 m langen Piste abgefräst und durch eine neue Asphaltschicht ersetzt werden. Ausfallzeiten kann sich kein Flughafen erlauben. Deshalb fanden die Arbeiten meistens nachts statt. Fotos: hiq men aus einer Kooperation der Firmen Batsch Waagen & EDV und hiQ solutions, einem Wiener Unternehmen, das auf Prozessoptimierung im Baugewerbe spezialisiert ist. „Dieses Projekt war natürlich eine Herausforderung“, erklärt Simon Martin Künz, Geschäftsführer von hiQ solutions. „Alleine 240 Baugeräte und Lkw mit Smartphones zu bestücken und die Fahrer einzuschulen, erforderte eine klare Planung und schlanke Kommunikation. Für den Einsatz auf Baustellen brauchten wir robuste und zuverlässige Endgeräte. Konfigurieren und installieren der App waren die nächsten Arbeitsschritte und natürlich mussten die 240 Akkus geladen werden. Das eigentlich Aufwendige erledigte dann die Software selbst. Denn es galt, die bis zu sechs involvierten Asphaltmischwerke (95.000 t Asphaltmischgut) und bis zu elf Fräsen (95.000 t Fräsgut) in Kombination mit Hunderten Lkw-Umlaufzeiten so zu steuern, dass die Baustelle im 15-Sekunden-Abstand beliefert wurde.“ Daher setzte der Flughafen Wien auf namhafte Bauunternehmungen und diese auf hiQ solutions, ein Unternehmen, das bereits über 2.000 Projekte mit ihren Prozessoptimierungstools unterstützt hat. „Bei Industrie-4.0-Bauprojekten wie diesem sind in zwei Bereichen Probleme zu lösen“, erzählt Frederik Tengg, Co-Geschäftsführer von hiQ solutions. „Zum einen die Bereitstellung des IT-technischen Knowhows – in unserem Falle ein System aus Hard- und Software, Telematik und cloud computing. Zum anderen sind aber auch Akzeptanzprobleme zu bewältigen, denn alle involvierten Personen sollen während des Bauprozesses dazu motiviert werden, die minimal nötigen Eingaben in die Mobilgeräte zu tätigen. Natürlich ist es dann eine große Erleichterung zu sehen, dass alles funktioniert wie ein Uhrwerk.“ Der eigentliche Bauablauf ist schnell beschrieben: Zuerst musste die alte Oberfläche abschnittsweise abgefräst und diese Bereiche danach gründlich gereinigt werden. Ein anschließend aufgebrachter Haftbelag verbindet Untergrund und neue Oberfläche. Die Asphaltmischanlagen produzierten die rund 95.000 t Asphalt, die von einem Heer an Lkw zum Flughafen transportiert wurden. Noch einmal Frederik Tengg: „Ein wichtiger Punkt für die Asphaltqualität ist, dass sich die Asphaltfertiger konstant bewegen können. Doch das alleine reicht nicht, denn alle an der Baustelle Beteiligten tragen zur besten Pistenqualität bei. Genauso entscheidend ist zum Beispiel, dass die Walzen die optimale Asphalttemperatur vorfinden, um die perfekte Verdichtung des Belages herstellen zu können. Daher berechnet unser System genau abgestimmte Umlaufzeiten der Lkw, da eventuelle Steh-, Pausen- oder Wartezeiten auch Temperaturschwankungen und damit verbunden mögliche Qualitätseinbußen bedeuten.“ Durch den enormen Einsatz von technischem Gerät und unserer Industrie-4.0-Lösung konnte so die gesamte Piste zeitgerecht in 35 Nächten und sechs Wochenenden erneuert werden, ohne den Flugbetrieb wesentlich zu stören. Auch die Kommunikation zwischen Bauleitung und den operativ Beteiligten war durch die eingesetzten Systeme einfach und effektiv. Von Jahr zu Jahr steigen die Frequenzzahlen des Vienna International Airports. 2015 waren es 22,8 Mio. Passagiere und 226.800 Flugbewegungen. Die wenigsten der Reisenden wissen, welcher Aufwand in der Erhaltung der Infrastruktur steckt. Die modernsten Technologien, wie die von hiQ solutions, werden eingesetzt, um das Reisen so angenehm und sicher wie möglich zu gestalten. • Kontakt: www.hiq-solutions.at 7/2016 Ihre Ansprechpartnerin für eine gezielte Werbung in der „asphalt“ Susanne Grimm-Fasching Tel.: +49 8364 986079 Fax: +49 8364 984732 Mobil: +49 162 9094328 susanne.grimm@stein-verlagGmbH.de Anzeigenschluss: 30.09.2016 Erscheinungstermin: 07.11.2016 6|2016

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