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10 Aktuell Leonhard

10 Aktuell Leonhard Weiss „Das erfolgreichste Geschäftsjahr aller Zeiten“ Als das „erfolgreichste Geschäftsjahr aller Zeiten“ bezeichnete Leonhard-Weiss-Geschäftsführer Volker Krauß das vergangene Jahr. Etwa 20 % des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen Leonhard Weiss mit dem Gleisbau, beispielsweise mit Weichen- und Gleiserneuerungsarbeiten im vergangenen Jahr in einem Eisenbahntunnel bei Vaihingen/Enz. Das Bauunternehmen Leonhard Weiss mit seinen Hauptstandorten in Göppingen und Satteldorf (Kreis Schwäbisch Hall) zählt zu den größten Baufirmen in Deutschland. 4.426 Mitarbeiter arbeiteten im vergangenen Jahr auf etwa 3.500 Baustellen bei der vor 116 Jahren als Gleisbauunternehmen in Göppingen gegründeten Firma, 260 mehr als noch im Jahr 2014. Und in diesem Jahr sollen bei dem Bauunternehmen noch weitere 300 Arbeitsplätze geschaffen werden, so dass die Mitarbeiterzahl auf über 4.700 Beschäftigte zum Jahresende steigen wird. Derzeit arbeiten 218 Auszubildende in 18 Ausbildungsberufen bei Leonhard Weiss. 99 neue Auszubildende wurden zum 1. September 2015 eingestellt, 2014 waren es etwa 70. „Es ist für uns eine Herausforderung, die Stellen gut zu besetzen“, sagte Geschäftsführer Alexander Weiss, zuständig für den Bereich Personal und Kommunikation. Auch in diesem Jahr wurde das Bauunternehmen bereits zum dritten Mal in Folge zum „Besten Arbeitgeber Branche Bau“ durch das Nachrichtenmagazin Focus ausgezeichnet. Im April folgte eine weitere Ehrung als „Deutschlands bester Ausbildungsbetrieb Branche Bergbau und Bauindustrie“. Die firmeneigene Leonhard-Weiss-Akademie bietet zudem Fort- und Weiterbildungen für die derzeit 4.426 Mitarbeiter an. 2015 gab es dort insgesamt 1.098 Schulungen. Dementsprechend zufrieden zeigten sich die sechs Geschäftsführer von Leonhard Weiss bei der Jahresabschlusskonferenz im Juni im Göppinger Firmensitz, dessen Erweiterungsbau erst vor wenigen Tagen eingeweiht worden ist. „2015 war ein besonderes, ein tolles Jahr für uns“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Volker Krauß. „Zu unserer Überraschung war es noch besser als 2014.“ Rendite über Branchendurchschnitt Im Vergleich zu 2014 (1,011 Mrd. Euro) stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um etwa 10 % auf nunmehr 1,114 Mrd. Euro. Auch die guten Witterungsverhältnisse im Vorjahr hätten sich da positiv ausgewirkt, diese führten zu einer hohen Geräteauslastung und Arbeitseinsätzen bis Ende Dezember, teilt das Unternehmen mit. Zur Rendite machten die Geschäftsführer dagegen abermals keine Angaben. „Das gute Ergebnis des Vorjahres konnte nochmals leicht gesteigert werden“, hieß es am Dienstag dazu von dem Bauunternehmen. Die Rendite des nach wie vor komplett in Familienbesitz befindlichen Bauunternehmens läge aber deutlich über dem Branchendurchschnitt. Und auch in Bezug auf Familienunternehmen gibt es Kontinuität: Nachdem vor wenigen Jahren Ralf Schmidt, Stefan Schmidt-Weiss und Alexander Weiss als vierte Generation der Gesellschafterfamilien zu Geschäftsführern ernannt worden waren, sind nun auch zwei Mitglieder der fünften Generation als Gesellschafter am Bauunternehmen beteiligt. Diese gehört insgesamt neun Gesellschaftern – mit Uli Leonhard-Weiss-Geschäftsführung (v.l.n.r.): Volker Krauß, Stefan Schmidt- Weiss, Alexander Weiss, Marcus Herwarth, Ralf Schmidt und Dieter Straub Weiss ist auch noch ein Gesellschafter aus der dritten Familiengeneration vertreten. Straßenbau sorgt für ein Drittel des Umsatzes Der Straßenbau sorgt etwa für ein Drittel des Umsatzes, der Ingenieurbau ebenfalls für ein Drittel und rund 20 % werden mit dem Gleisbau erwirtschaftet, sagte Volker Krauß. „Die Deutsche Bahn ist unser größter Kunde.“ Insgesamt hielten sich öffentliche sowie private Auftraggeber mit jeweils 50 % die Waage. Etwa 10 % des Umsatzes werden mittlerweile von den Standorten in elf europäischen Ländern erwirtschaftet, wobei die wichtigsten Märkte für den Bauriesen in Skandinavien, dem Baltikum und Osteuropa liegen. Leonhard Weiss ist auch in Norwegen, Schweden, Polen, Rumänien, Tschechien, Schweiz, Österreich, Finnland, Estland, Litauen und Lettland vertreten. Der größte ausländische Standort befindet sich in der estnischen Hauptstadt Tallinn. Neben den beiden Hauptstandorten in Göppingen und Satteldorf hat Leonhard Weiss 18 weitere Standorte in Deutschland, vornehmlich im süddeutschen Raum. Dazu kommen noch fünf Tochterunternehmen. 2015 wurde eine Dependance in Sinsheim eröffnet, ein neuer Standort in Hamburg ist in Planung. Neben der Erweiterung des Göppinger Firmensitzes investierte das Unternehmen 2015 auch in eine eigene Schalungshalle mit Produktions- und Büroräumen am Standort Satteldorf. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 54,1 Mio. Euro in die Baufirma investiert, in diesem Jahr plant Leonhard Weiss mit einem Investitionsvolumen von 53,7 Mio. Euro. Vor allem in die Modernisierung sowie die Neuanschaffung von Maschinen und Fahrzeugen soll dieses Jahr das Geld fließen. Dabei könnte sich das laufende Geschäftsjahr noch positiver als das vergangene Jahr für Leonhard Weiss entwickeln. „Die Anzeichen sind da, dass wir 2015 noch übertreffen könnten“, waren sich die Geschäftsführer am Dienstag einig. So habe der Umsatz im ersten Quartal 2016 etwa 10 % über den Planungen gelegen, der Auftragsbestand liege aktuell bei rund 880 Mio. Euro, sagte Leonhard- Weiss-Geschäftsführer Dieter Straub. • 5|2016

Aktuell 11 Überarbeiteter Leitfaden Ratschläge für den Einbau von Walzasphalt Fotos: Leonhard Weiss, dav, dav/hin Die Leitfäden des Deutschen Asphaltverbandes (DAV) setzen Maßstäbe: Sie sind kompakt, von namhaften Autorenteams erstellt, verständlich und eine Hilfestellung für die Praxis beim Ausschreiben und bei der Ausführung von Asphaltarbeiten. Das gilt auch für den kleinen kompakten Ratgeber „Ratschläge für den Einbau von Walzasphalt“, der nun in einer überarbeiteten Fassung vorliegt. Klaus Graf war einer der Autoren der ersten Auflage des Leitfadens. Er erinnert sich an die damalige Intention: „Der Leitfaden wendet sich sowohl an Einsteiger als auch an ,alte Hasen‘. Warum? Alten Straßenbauhasen erscheint vieles selbstverständlich und dadurch können sich Nachlässigkeiten einschleichen. Neueinsteiger hingegen müssen nicht erst alle Vorschriften und Lehrbücher lesen, sie bekommen einen Ratgeber, nach dem sie sofort arbeiten können.“ Der komplett überarbeitete Leitfaden ist als Arbeitshilfe für die Praxis auf der Baustelle gedacht. Die vorangegangene Auflage stammt aus dem Jahr 2007 und wurde vor allem im Bereich der technischen Regelwerke aktualisiert. Im praktischen DIN-A6- Format passt er in jede Tasche und kann so problemlos mitgeführt werden, um im Bedarfsfall schnell zur Hand zu sein. Richard Mansfeld, ebenfalls Autor der ersten Ausgabe: „Die handliche Form des Leitfadens gestattet es, dass er immer ,am Mann‘ sein kann und sich somit jeder Nutzer sofort Ratschläge einholen kann. Ziel des Leitfadens ist es, dem Baupraktiker zu helfen, durch sorgfältige Planung und Ausführung des Einbaues von Walzasphalten qualitativ hochwertige Asphaltschichten herzustellen. Außerdem soll er den Umgang mit besonderen Bauweisen und Verfahren erleichtern. Dafür ist der Leitfaden in zwölf Kapitel gegliedert: Vorbereiten der Unterlage, Bestellen und Abrufen des Asphaltmischgutes, Asphaltmischguttransport, Beurteilung vor dem Einbau, Einbau, Verdichten, Griffigkeit, bauweisenbedingte Besonderheiten, Nähte, Fugen, Fahrbahnränder sowie Probenahme. „Die Ratschläge basieren auf Erfahrungen, sie zeigen Beispiele und dienen der Sensibilisierung für den Einbau von Walzasphalt bei den Mitarbeitern der Baufirmen, der Straßenbauverwaltung und den Ingenieurbüros. Es soll den am Bau beteiligten Personen für die tägliche Arbeit ein Hilfsmittel an die Hand geben werden, so wie es der Vorgängerleitfaden auch schon mit Erfolg getan hat“, urteilt Graf. Im Bereich der technischen Regelwerke wurden insbesondere die ZTV Asphalt-StB 07/13 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Verkehrsflächenbefestigungen aus Asphalt), ZTV BEA-StB 09/13 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für die Bauliche Erhaltung von Verkehrsflächenbefestigungen – Asphaltbauweisen), TL BE-StB 15 (Technische Lieferbedingungen für Bitumenemulsionen) und TL Sbit-StB 15 (Technische Lieferbedingungen für Sonderbindemittel und Zubereitungen auf Bitumenbasis, Ausgabe 2015) berücksichtigt. „Im überarbeiteten Exemplar wurde vor allem eine redaktionelle Anpassung an aktuelle Vorschriften und Regelwerke vorgenommen. Somit kann jeder Nutzer einen Bezug zu diesen aktuellen Vorschriften vornehmen“, fasst Mansfeld zusammen. Der neue Leitfaden „Ratschläge für den Einbau von Walzasphalt“ kann als Druckwerk auf der Homepage des Deutschen Asphaltverbandes unter www.asphalt.de in der Rubrik Literatur bestellt werden. Für Vertreter der öffentlichen Hand und Ingenieurbüros sowie für Studenten ist dies kostenfrei. Darüber Ziel des Leitfadens ist es, dem Baupraktiker zu helfen, durch sorgfältige Planung und Ausführung des Einbaues von Walzasphalten qualitativ hochwertige Asphaltschichten herzustellen In der dritten, komplett überarbeiteten Neuauflage stellt der Leitfaden „Ratschläge für den Einbau von Walz asphalt“ vor. hinaus steht das Werk dort ab sofort auch zum kostenfreien Download im PDF-Format zur Verfügung. „Der Leitfaden muss daher ein ständiger Begleiter beim Einbau von Walzasphalt sein“, fasst Graf abschließend zusammen und Mansfeld ergänzt: „Derzeitig werden auch die Unterlagen zur Qualitätsinitiative des DAV ,asphalt aber richtig‘ überarbeitet und ergänzt. Diese sollten dann auch im Rahmen von Weiterbildungsmaßnahmen genutzt werden, um zusätzliche und umfassendere Kenntnisse zum Einbau von Walzasphalt zu gewinnen.“ hin 5|2016

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