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34 Intern

34 Intern DAI-Forschungsvorhaben: Asphalte für zukünftige schwerste Verkehrsbelastungen Um die vorhandenen Ressourcen effizienter nutzen und ein weitgehend sicheres und dauerhaftes Verkehrsnetz bieten zu können, ist es von großer Bedeutung, die einzelnen Konstruktionsschichten von Verkehrsflächenbefestigungen aus Asphalt ihrer Beanspruchung entsprechend zu konzipieren. Um die vorhandenen Ressourcen effizienter nutzen und ein weitgehend sicheres und dauerhaftes Verkehrsnetz bieten zu können, ist es von großer Bedeutung, die einzelnen Konstruktionsschichten von Verkehrsflächenbefestigungen aus Asphalt ihrer Beanspruchung entsprechend zu konzipieren. Das Gebrauchsverhalten der Baustoffgemische dieser Schichten wird bisher nur indirekt über ihre Zusammensetzung und einige wenige leistungsbezogene Prüfverfahren beschrieben. Ein Forschungsvorhaben des Deutschen Asphaltinstitutes (DAI), welches an der Technischen Universität Dresden bearbeitet wird und aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsgemeinschaften (AiF) gefördert wird, soll nun über die Bestimmung des Einflusses der Zusammensetzung von Asphaltdeck- und Asphaltbinderschichtgemischen auf deren Gebrauchseigenschaften eine He rangehensweise für die Asphaltkonzeption unter Verwendung von gebrauchsverhaltensorientierten Prüfverfahren entwickeln. Dazu werden in die Untersuchung ein Splittmastixasphalt mit einem Größtkorn von 11 mm und Asphaltbindergemische nach „Hinweise für die Planung und Ausführung von alternativen Asphaltbinderschichten“ (H Al Abi) mit einem Größtkorn von 16 mm einbezogen. Die Korngrößenverteilung wird dabei jeweils zweifach und der Bindemittelgehalt je zu untersuchende Korngrößenverteilung mindestens vierfach variiert. Als Bindemittel kommen polymermodifizierte Bitumen zum Einsatz. Das Gebrauchsverhalten der Asphaltgemische wird dabei durch verschiedene Prüfverfahren, die im Folgenden kurz beschrieben sind, bestimmt. Die Masterkurve soll anhand von einaxialen Druck-Schwellversuchen bestimmt werden. Somit kann die Masterkurve versuchstechnisch für die Asphaltvarianten bei Temperaturen über 20 °C bestimmt werden. Die Bestimmung der Ermüdungsfunktionen erfolgt unter Variation der Oberspannung über Spaltzug-Schwellversuche. Zur Ermittlung der Zugspannungen, welche bei tiefen Temperaturen durch behinderte thermische Dehnungen auftreten können, werden Abkühlversuche gemäß TP Asphalt-StB 46 A durchgeführt. Der Einfluss der Zusammensetzung der Asphaltdeckschichtvarianten auf das Griffigkeitsverhalten soll mit dem „Darmstädter Polierverfahren“ [Bald et al. 2004] getestet und beurteilt werden. Die Untersuchung der Verformungsbeständigkeit erfolgt in verschiedenen Teilschritten: • Einaxiale Druck-Schwellversuche nach TP Asphalt-StB 25 B 1 • Einaxiale Druck-Schwellversuche am schlanken Probekörper • Triaxialversuche an optimierten Asphaltgemischen. Die verschiedenen Versuchsdurchführungen kommen zur Anwendung, um in Auswertung der Versuche und der geplanten Prognoserechnungen der Spurrinnenentwicklung beurteilen zu können, ob zum einen der einaxiale Druck-Schwellversuch nach TP Asphalt-StB 25 B 1 den Widerstand der Asphalte gegenüber bleibenden Verformungen korrekt beurteilen kann. Zum anderen soll die Frage beantwortet werden, ob es möglich ist, ausschließlich anhand der Ergebnisse der einaxialen Druck-Schwellversuche Spurrinnenprognoserechnungen durchführen und auf die Verwendung von Triaxialversuchen verzichten zu können. Mit den Versuchsergebnissen werden Prognoserechnungen durchgeführt, welche die Auswirkungen der Asphaltzusammensetzung auf Erhaltungs-/Erneuerungsintervalle verdeutlichen können. Die Prognoserechnungen sollen sich hauptsächlich auf die Spurrinnenbildung und Ermüdungsrissbildung innerhalb der Asphaltdeckschicht sowie der Asphaltbinderschicht konzentrieren. Anhand der Versuchsergebnisse und dieser Prognoserechnungen sollen sowohl eine verbesserte Methode zur Bestimmung der Asphaltkonzeption als auch Konzeptionen für Asphaltgemische entwickelt werden, welche hinsichtlich ihrer Eigenschaften und Anforderungen optimiert sind. • LITERATUR [H Al ABi] Hinweise für die Planung und Ausführung von Alternativen Asphaltbinderschichten H Al ABi, Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, FGSV Verlag GmbH, 2015 [TP Asphalt-StB] Technische Prüfvorschrift für Asphalt im Straßenbau, Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, FGSV Verlag GmbH, 2013 [Bald et al. 2004] Polierverhalten von Asphaltmischungen – Vergleichende Untersuchungen zur Optimierung der Eignungsprüfungen, Asphalt, 39. Jahrgang, Heft 5, Giesel-Verlag GmbH, 2004 4|2016

Intern 35 Wie schon in den Vorjahren war die gemeinsame DAV-ISTE-Veranstaltung gut besucht. Fotos: DAV, DAV/hin DAV und ISTE gemeinsam in Baden-Baden Zum dritten Mal veranstalteten der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. und die Regionalvertretung Baden-Württemberg des DAV ihre Mitgliederversammlungen gemeinsam, diesmal in Baden-Baden. In der internen Mitgliederversammlung der DAV-Regionalvertretung begrüßte der stellvertretende Vorsitzende Mathias Waggershauser André Täube zum ersten Mal als neu berufenen DAV-Geschäftsführer. Für das abgelaufene Jahr 2015 konnte er in Baden-Württemberg von einer gestiegenen Mischgutproduktion berichten. Während bundesweit die Asphaltherstellung mit 39 Mio. t auf niedrigstem Niveau stagnierte, konnten in Baden-Württemberg 5 bis 7 % mehr produziert werden. Zuversichtlich für 2016 stimmt, dass der Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung von verstärkten Investitionen in die Straßeninfrastruktur und einer personellen Stärkung der Straßenbauverwaltung spricht, wenn auch konkrete Zahlen noch vermisst werden. Im Mittelpunkt der technischen Diskussion stand das Verlangen von Umweltbehörden, die Emissionen von C gesamt kontinuierlich zu messen. Nicht nur in Bayern, sondern auch in Baden-Württemberg sieht sich die Asphaltindustrie mit ersten Forderungen nach dieser kontinuierlichen Messung konfrontiert. In seiner Begrüßung zu Beginn der gemeinsamen öffentlichen Veranstaltung mit dem ISTE betonte Mathias Waggershauser die Bedeutung der Kooperation zwischen DAV Baden-Württemberg und ISTE, die seit Jahren bereits gut funktioniert, durch einen schriftlichen Kooperationsvertrag aber auch formal besiegelt wurde. Neben vielfältigen gemeinsamen Interessen eint Naturstein- und Asphaltindustrie insbesondere das Ziel, die Verkehrsinfrastruktur zu erhalten und nötigenfalls auszubauen, um eine prosperierende wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen. rechts: Ministerialdirigent Gert Klaiber konnte durchaus erfreuliche Perspektiven für die nächsten Jahre aufzeigen. Im ersten Vortrag der Veranstaltung skizzierte Ministerialdirigent Gert Klaiber aus dem Infrastrukturministerium Baden-Württemberg die Umsetzung des Bundesverkehrswegeplanes im Land und konnte durchaus erfreuliche Perspektiven für die nächsten Jahre aufzeigen. Er verwies insbesondere darauf, dass auch ab 2018 die erhöhten Bundesmittel voraussichtlich nicht zurückgehen werden, sondern durch die Einnahmen aus der Lkw-Maut für Bundesstraßen und möglicherweise aus der Pkw-Maut für Autobahnen die Investitionen sogar noch einmal ansteigen könnten. ISTE-Präsident Peter Röhm führte dann in den Vortrag von Prof. Dr. Klaus J. Bade aus Berlin zur sogenannten Flüchtlingskrise ein. Prof. Bade zeigte auf, dass der Zustrom von Flüchtlingen nicht nur Risiken, sondern auch erhebliche Chancen mit sich bringt, und begründete dies mit nachvollziehbaren Statistiken. Mit einer gemeinsamen Abendveranstaltung ging der ereignisreiche Tag in Baden-Baden zu Ende. Rei 4|2016

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