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6 Aktuell Stefan

6 Aktuell Stefan Wiedenstried demonstriert die „Learning Toolbox“, die beim Bau-ABC Rostrup mit viel Erfolg angewendet wird. (Quelle: DAV/hin) netten Kollegen (68 %) und einer umfassenden und gründlichen Ausbildung (67 %). Dass bei der Vergleichsstudie von 2012 für die Azubis noch eine gründliche Ausbildung an erster Stelle stand, lässt aus Sicht der Soka Bau nur einen Schluss zu: „Daran lässt sich ablesen, dass die junge Azubigeneration etwas andere Schwerpunkte bei der Ausbildung setzt – eine Tatsache, die Arbeitgeber und Ausbilder berücksichtigen sollten, denn hier handelt es sich um grundlegende Haltungen zum Verhältnis zwischen Arbeits- und Privatleben, die sich nicht nur in der Baubranche zeigen, sondern auch in anderen Branchen generell der jüngeren Generation zugeschrieben werden.“ Also in erster Linie Spaß an der Arbeit. Rainer Schütte, Lehrwerkmeister Maschinentechnik beim Bau- ABC Rostrup, bringt es auf eine gängige Formel: „Wir verkaufen in der Baubranche stylisch aufgemachte Werbeflyer, die uns von professionellen Agenturen erstellt werden, und merken nicht, dass wir die Jugendlichen auf diesem Weg nicht erreichen.“ Denn die jungen Menschen, die heutzutage nach Bad Zwischenahn kommen, sind anders als noch vor zehn oder 15 Jahren, weil auch die Gesellschaft sich gewandelt hat. Diese Erkenntnis, dass heutzutage junge Menschen komplett anders angesprochen werden müssen als noch vor 20 Jahren, muss sich dringend bei den Baubetrieben im Straßenbau – sowohl auf Auftraggeber- als auch Auftragnehmerseite – durchsetzen. Schon heute ist der Tiefbau beim Kampf um neue Azubis dramatisch abgeschlagen. Denn die Branche ist nicht alleine. Es gibt unzählige Berufe, die sich gleichermaßen um die jungen Menschen bemühen. Auf Nachfrage meldet die Bundesagentur für Arbeit, dass im Jahr 2017 auf 100 freie Ausbildungsstellen gerade einmal 53 Bewerbungen kommen. Im Hochbau sind es immerhin 62. Ganz vorne in diesem Ranking, und damit mit einem Überangebot an Bewerbungen konfrontiert, liegen typische Medienberufe wie Veranstaltungs-, Kamera-, Tontechnik (421 Bewerbungen), Veranstaltungsservice, -management (327), aber auch in der Holzbe- und -verarbeitung kommen noch 223 Bewerbungen je 100 Ausbildungsplätze. Und auch in anderen handwerklichen Sparten sieht das Verhältnis Bewerbungen zu freien Ausbildungsstellen wesentlich günstiger aus. Wie eine neue Ansprache aussehen kann, demonstriert Stefan Wiedenstried, u. a. Lehrwerkmeister Straßenbauer beim Bau-ABC. Mit Hilfe der sogenannten „Learning Toolbox“ werden den Azubis wichtige und relevante Informationen mittels einer App auf das eigene Smartphone oder Tablet zugespielt. Hier können die angehenden Tiefbauer beispielsweise Arbeitsaufträge einsehen oder eigene Arbeitsfortschritte für den Lehrmeister dokumentieren. Wiedenstried erläutert: „Für die jungen Leute ist das Internet die erste Informationsquelle. Bevor sie sich aber auf irgendwelchen dubiosen Ausbildungszentren der Bauwirtschaft, wie das Bau-ABC Rostrup, gewährleisten einen hohen Standard. (Quelle: DAV/hin) 3|2018

Aktuell 7 Der Kampf um Nachwuchskräfte ist in der Baubranche in vollem Gang. Von gezahlten Vermittlungsprämien im vierstelligen Bereich bis hin zu Handgeld und gesponserten Urlaubsreisen. Der Einfallsreichtum der Branche kennt kaum noch Grenzen. Die Aktivitäten der Bauunternehmen auf den Social-Media-Seiten, wie etwa Twitter, Facebook, Instagram oder Youtube, steigt beständig. Die Unternehmen erkennen zunehmend, dass sie sich als attraktiven Arbeitgeber präsentieren müssen. Ein Fazit der Soka-Bau-Untersuchung hat deshalb nicht nur Aussagekraft auf die Auszubildenden, sondern bezieht sich auf die ganze Personalsuche der Branche: „Daran zeigt sich erneut, dass sich Karrieren von Nachwuchskräften in erster Linie im Betrieb entscheiden. Deshalb empfiehlt sich eine frühzeitige Kontaktaufnahme zwischen einem Ausbildungsbetrieb und einem angehenden Azubi. Ein Kennenlernen zu einem frühen Zeitpunkt hilft beiden Seiten, sich ein Bild von der jeweils anderen Seite zu machen und zu sehen, ob es auf der zwischenmenschlichen und der fachlichen Ebene passt.“ • Rainer Schütte: „Wir verkaufen in der Baubranche stylisch aufgemachte Werbeflyer, die uns von professionellen Agenturen erstellt werden, und merken nicht, dass wir die Jugendlichen auf diesem Weg nicht erreichen.“ (Quelle: DAV/hin) Seiten ihre Informationen holen, stellen wir vom Bau-ABC Rostrup alles Wichtige in der App zusammen. So können sie weiter ihr Smartphone nutzen und erhalten die richtigen Infos.“ INFO Nachwuchskräftesicherung am Bau. Wie sind Ihre Erfahrungen? Wir hören gerne Ihre Meinung dazu: Bernd Hinrichs; Chefredaktion „asphalt“. E-Mail: hinrichs@asphalt.de, Tel.: 0228 9796519 Neue Zielgruppen Bei der Jagd nach neuen Fachkräften erscheinen auf dem Radar der Firmen auch immer öfter neue Personengruppen, die bisher noch nicht umworben wurden, wie jüngst die Initiative der Strabag AG zeigt. Gemeinsam mit den Eckert-Schulen bietet der Konzern ehemaligen Studierenden der Fachrichtungen Bauingenieurwesen, Architektur oder Vermessungswesen mit dem bundesweit einzigartigen Ausbildungsmodell „Fast Track“ jetzt eine neue Berufsperspektive. Die insgesamt zweieinhalbjährige Ausbildung startet mit einem einwöchigen Vorpraktikum bei Strabag. In den darauffolgenden zwölf Monaten drücken die Teilnehmenden bei den Eckert-Schulen die Schulbank. Ziel dieses eher theoretischen Teils ist der Abschluss zum staatlich geprüften Industrietechnologen Bau. Im Anschluss folgt der Praxiseinsatz in einer Strabag-Direktion deutschlandweit. Nebenberuflich erwerben sie den Abschluss zum staatlich geprüften Bautechniker. Wenn gewünscht, kann diese Weiterbildung bereits im ersten Jahr von Fast Track, parallel zur theoretischen Ausbildung, begonnen werden. Zugangsvoraussetzung für Fast Track sind das (Fach-)Abitur, ein erfolgreiches Beratungsgespräch bei den Eckert-Schulen und mindestens 30 Credit Points nach dem European Credit Transfer System, die in einem Hochschulstudium aus dem Mint-Bereich erworben wurden. Der Fast-Track-Abschluss ist dem „Bachelor of Engineering“ gleichgestellt. Erhebliche Verzögerung des Durchschlagens von Reflexionsrissen Langfristige Kosteneinsparung durch Verringerung des Erhaltungsaufwands und Verlängerung der Nutzungsdauer Professionelle Beratung vor Ort und Systemempfehlung durch geschulte Anwendungsingenieure Umfassendes Produktportfolio für gezielten Einsatz unterschiedlicher Systeme passend zum Schadensbild ASPHALTBEWEHRUNG Fazit AR-GN Glasstex P GlasstexPatch GlasstexGrid Tensar International GmbH Brühler Str. 7, 53119 Bonn Tel: +49 (0)228 91392-0 Fax: +49 (0)228 91392-11 info@tensar.de | www.tensar.de 3|2018