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as 02/19

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40 Spezial Völkel

40 Spezial Völkel Mikroelektronik – Nachrüstbares Verdichtungsmessgerät für den Erd- und Straßenbau Mithilfe der Schnellwechselfunktion lassen sich der GNSS-Empfänger mit Modem und das Navigator-Display zügig anschließen. (Quelle: Völkel Mikroelektronik GmbH) Eine flächendeckende dynamische Verdichtungskontrolle (FDVK) soll die Qualität bereits während des Einbaus kontrollieren und dokumentieren. Um diesen komplexen Vorgang möglichst einfach und dennoch genau zu gestalten, hat die Völkel Mikroelektronik GmbH mit dem FDVK-Navigator ein intuitiv bedienbares System entwickelt, das gleichermaßen für den Erd- sowie Asphaltbau geeignet ist: Sensoren dokumentieren neben der Verdichtungsleistung unter anderem die Oberflächentemperatur bei der Asphaltierung sowie die Bodenbeschaffenheit in Echtzeit. Werden mehrere Walzen miteinander vernetzt, erhalten die Fahrer sowie die Bauverantwortlichen einen besseren Überblick über den Stand der Verdichtung. Das umfangreiche Mess-Tool wird auf der Bauma 2019 vorgestellt. FDVK-Systeme sind komplex in der Anwendung und nicht für jeden Bauunternehmer rentabel, da beispielsweise auch die Implementierung von GNSS-Empfängern und Nachrüstungen wie etwa die notwendige Sensorik oftmals zu teuer sind. Deshalb hat die Völkel Mikroelektronik GmbH mit dem FDVK-Navigator ein einfach zu verwendendes, dennoch vielseitiges Verdichtungsmesssystem entwickelt, das sich leicht bedienen lässt und neben visualisierbaren Messwerten auch die Qualitätssicherung während des Verdichtungsvorgangs ermöglicht. Das System lässt sich werkseitig oder nachträglich in jede Walze, unabhängig vom Typ oder Hersteller, einbauen. Der FDVK-Navigator besteht aus den fest in der Baumaschine installierten Komponenten, zu denen neben der Sensorik auch ein intelligenter Knotenpunkt für den Anschluss des mobilen Messequipments zählt. Dank der modularen Funktionsweise kann eine individuell gewünschte Anzahl von Walzenzügen, Tandemwalzen und Asphaltfertigern vorab mit der entsprechenden Sensorik ausgestattet werden. Auf dem Knotenpunkt müssen lediglich die Maschinenparameter gespeichert werden – beispielsweise die Breite der Bandagen und die Art der Walzen. Danach können mithilfe von Magnetfüßen die Baugruppe aus GNSS-Empfänger und Modem sowie per Schnellwechsler das Tablet-Display angeschlossen werden, über welche der Anwender sowie der Walzenfahrer alle Daten und Messungen während des laufenden Betriebs überblicken, speichern und weiterleiten kann. Das Mess-Equipment erkennt dann beim Anschluss automatisch die Art der Maschine und stellt die spezifischen Funktionen zur Verfügung. • Nadler Straßentechnik – Einstiegspunkte in die Digitalisierung Die Nadler Straßentechnik GmbH hat sich mit dem Thema „Digitale Baustelle“ auseinandergesetzt und für den Tief- und Straßenbau acht Einstiegspunkte erarbeitet. Durch diese Entscheidungshilfe findet die gesamte Belegschaft leicht den Einstieg in das Thema und zusätzlich gewinnt das Management die eigenen Mitarbeiter für die Digitalisierung durch sofortiges Einsetzen eines spürbaren Nutzens im Betrieb. Mit Q Point ist Nadler in Deutschland und der Schweiz in ein Partner-Netzwerk zur Digitalisierung der Baubranche integriert. Nadler ist der Vertriebspartner, Q Point liefert die Software, Support, Schnittstellen und ein aktuell 60-köpfiges Entwickler- Team. Q Point kann den gesamten Materialprozess abbilden. Von der Rohstoffgewinnung zur Mischanlage auf die Straße, in die Fräse zurück in einen Recyclingprozess. Die Erstellung von Einbau- und Logistikkonzepten (QSBW 4.0 Ready) erfolgt aus den bestehenden Planungsdaten per Knopfdruck. Die Plankosten der Asphaltbaustelle sind in jedem Planungsstadium ersichtlich. Jeder Bauleiter kann sein Projekt mit unterschiedlichen Ressourcen simulieren und sieht die jeweiligen Auswirkungen auf die Plankosten. Bei der Berechnung der Lkw- Umläufe werden aktuelle sowie historische Verkehrsdaten berücksichtigt. Zu jeder Zeit kann ein realistischer Zeitansatz ermitteln werden. Genauso können die Wartungsintervalle festgehalten und dokumentiert werden. Darüber hinaus können alle Maschinen mit Telematik-Einheiten ausgestattet werden. Somit wird die Maschinenauslastung dokumentiert und die Kosten werden der richtigen Kostenstelle zugeordnet. Das geht so weit, dass auch Maschinendaten wie Ölstand, Temperatur etc. aus der Ferne überwacht werden können. • Digitalisierung ist zur zentralen Herausforderung für die Baubranche geworden. (Quelle: Q Point) 2|2019

Spezial 41 Fliegl – Schwergut und Abschiebetechnik Auch unter den extremen Bedingungen im Einsatz: die Abschiebetechnik (Quelle: Fliegl) der ASW Stone Offroad direkt angetrieben wird, sinkt der Spritverbrauch. Der neue „ASW Stone Offroad extra strong“ ist auf die Anforderungen in Steinbrüchen, im Bergbau, Minen und auf Großbaustellen zugeschnitten. Der „ASW Stone Offroad extra strong“ kommt auf eine Nutzlast von souveränen 50 t. Der Abschiebeaufbau ist aus hochverschleißfestem Stahl mit HB 400 bis 450 Härte gefertigt. Die Stärke des Muldenbodens misst stolze 16 mm und verkraftet somit auch die härtesten Brocken. Die Abschiebetechnik funktioniert uneingeschränkt in anspruchsvollem, stark abschüssigem Gelände; ein Abschiebewagen steht sicher, wo Kipper längst an die Grenzen der Physik gestoßen sind. Das Entladen – etwa von grob gebrochenem Gestein – erfolgt zügig und dosiert, sodass Zerkleinerungsanlagen vor Beschädigungen oder Störungen bewahrt werden. Bei Bedarf kann die Materialübergabe in den Brecher auf Knopfdruck angehalten werden. Der „ASW Stone Offroad extra strong“ ist rundlauffähig – ein Effizienzvorteil beispielsweise im Tunnelbau. • Die Fliegl Bau- und Kommunaltechnik konzentriert sich u.a. auf den Schwergut-Muldenkipper Stone Masters. Die Mulde ist für eine technische Nutzlast im Gelände bis zu 25 t ausgelegt. Die robusten Halbschalenmulden sind durchgehend, also sowohl die Boden- als auch die Seitenwände, aus hochverschleißfestem Stahl (400 – 450 HB) gefertigt und weisen ein Fassungsvermögen von ca. 15 m3 gehäuft auf. Der Wannenboden und die Seitenwände sind 6 mm stark. Einzigartig ist die Unterzugverstärkung der Mulde, die dadurch selbst massiver Belastung von Felsen, Geröll und Steinen standhält. Konstruktion und Qualitätsfertigung schließen also selbst bei extremster Belastung praktisch Schäden an der Schwergut-Mulde aus. Sowohl das Breitspurfahrgestell als auch der Rahmen des Fahrgestells sind formstabil und verwindungssteif verarbeitet. Eine weitere Besonderheit stellt die hydraulisch gefederte Zugdeichsel dar. Anders als üblich gibt es kein Stoßen und Schlagen. Die Zugdeichsel ist hydraulisch höhenverstellbar, der Zugholm mit Unterzug- und Oberzugverstärkung ausgestattet. Das serienmäßig eingebaute BPW-Pendelaggregat ist mit einem automatisch lastabhängigen Bremskraftregler (ALB) ausgestattet. Dank seines sehr hohen Kippwinkels lässt sich die Ladung schnell und restlos abkippen, der Frontkippzylinder sorgt für zusätzliche Stabilität. Die hydraulische Rückwand verfügt über eine zusätzliche Pendelfunktion und kann dank langer Rückwandarme weit geöffnet werden. Die niedrige Überladekante und der niedrige Gewichtsschwerpunkt bieten weitere Vorteile beim Fahren, Be- und Entladen. Die Fliegl Abschiebetechnik deckt ein breites Einsatzspektrum ab. Seit Jahren bewährt sich das System im Tief-, Straßen- und Tunnelbau und hält schwerer Beanspruchung stand, etwa unter Tage. Fliegl Bauund Kommunaltechnik liefert Aufbauten für Dumper, Knicklenker, Sattelauflieger und LKW-Aufbauten. Neu ist eine besonders leistungsstarke 29-m³-Mulde für Sonderfahrzeuge für extreme Einsätze. Gewinnungsbetriebe bevorzugen immer häufiger Lkw, da sie die Life-Cycle-Kosten pro bewegter Tonne senken und den laufenden Betrieb optimieren. Weil „Zukünftige Weiter- bzw. Neuentwicklungen von Asphaltmischanlagen werden im Wesentlichen eine weitere deutliche Reduzierung aller Emissionswerte hinsichtlich Abgas, Staub, Geräusch und Geruch beinhalten sowie eine weitere Steigerung der Effizienz des Gesamtsystems im Hinblick auf Ressourcenverbrauch und schonender Behandlung der eingesetzten Materialien ermöglichen. Hinzu kommen intelligentere Steuerungen, die den Asphalt-Herstellprozess in vielen Detailstufen permanent überwachen und dem Operator eine durchgehende Beobachtung und frühzeitige Eingriffs- und Optimierungsmöglichkeiten erlauben. Diese intelligenten Systeme ermöglichen weiterführende lückenlose Vernetzungen von Asphalt-Mischanlagen mit allen nachgeschalteten Verarbeitungsprozessen bis hin zu jedem Quadratmeter des auf der Straße liegenden Belags, der Begriff ,Industrie 4.0‘ wird somit auch die Asphaltbranche in den nächsten Jahren intensiv begleiten. Schlussendlich werden Intelligente und ausgereifte ,Retrofits‘ es zum Schutz der bereits in den letzten Jahren getätigten Investitionen ermöglichen, auch ältere Anlagen in den Bereich moderner Anlagen hineinzuführen.“ Dr. Hans-Friedrich Peters, Executive Vice President Division Plants Ammann 2|2019