Aufrufe
vor 1 Jahr

as 02/18

  • Text
  • Rejuvenator
  • Bindemittel
  • Asphalt
  • Bild
  • Phasenwinkel
  • Unternehmen
  • Kugel
  • Erweichungspunkt
  • Deutschen
  • Mitarbeiter

34 Verlegung der

34 Verlegung der Asphalteinlage (Quelle: Tensar International GmbH) gen aus anderen Projekten entschied der Auftraggeber, bei der Deckenerneuerung zusätzlich eine bewehrende Asphalteinlage – Tensar Glasstexgrid – einzusetzen. Die Asphalteinlage verzögert die Bildung von Reflexionsrissen aus der Unterlage in die neuen Asphaltschichten. Ausführung Mit der Ausführung der Komplettleistung wurde die Eurovia Verkehrsbau Union GmbH, Niederlassung Neubrandenburg, beauftragt. Die Ausführung der zwei verschiedenen Abschnitte erfolgte von September bis Oktober 2015. Da eine Vollsperrung der Richtungsfahrbahnen aufgrund des Verkehrsaufkommens und der damit zusammenhängenden Verkehrsbehinderungen nicht möglich war, erfolgte die Durchführung der Baumaßnahmen in mehreren Bauphasen und unter halbseitiger Sperrung der Richtungsfahrbahnen. Somit wurden jeweils für beide Fahrtrichtungen zwei Bauabschnitte benötigt. Nach Einrichtung der Verkehrssicherung erfolgte das Fräsen der Asphaltdeckschicht und der Asphaltbinderschicht entsprechend der vorhandenen Querneigung. Zur endgültigen Festlegung der Flächen für die Verlegung der Asphalteinlage wurden die Fräsflächen visuell begutachtet. Hierbei waren die Risse, die sich in der Fahrbahnoberfläche ausgebildet hatten, gut erkennbar. Zudem wurden weitere Risse sichtbar, die noch nicht in der Fahrbahnoberfläche durchgeschlagen waren. Um eine Rissbildung in die neuen Asphaltschichten zu verzögern, wurde eine vollflächige Verlegung der Asphalteinlage auf einer Fläche von rund 92.000 m² umgesetzt. Die fachgerechte Verlegung erfolgte durch einen Fachverleger für Asphalteinlagen, die MOT Müritzer Oberflächentechnik GmbH. Hierzu wurde die gereinigte und vorbereitete Fläche mit einer Bitumenemulsion C70BP3-OB-1 entsprechend der Verlegeanleitung angespritzt, gefolgt von der unmittelbaren maschinellen Verlegung der Asphalteinlage. Die Glasstexgrid-Produktreihe passt sich durch ihre hohe Flexibilität an die Unterlage an, welches insbesondere beim Einsatz von Gittern mit ausschließlich bewehrender Funktion auf Fräsflächen von großem Vorteil ist. Hierdurch wird eine gute Lagestabilität erreicht, welche einen reibungslosen Einbau der darüberliegenden Asphaltschicht ermöglicht. Die Kraftübertragung vom Asphalt auf die Asphalteinlage erfolgt über das Bitumen an die flexiblen Fasern des Produktes durch adhäsive Schubhaftung, wodurch die bewehrende Wirkungsweise erzielt wird. Die Asphalteinlage wurde mit einer 8,5 cm dicken Asphaltbinderschicht AC 22 B S und einer 3,5 cm dicken Asphaltdeckschicht SMA 8 S unter Verwendung von Naturasphalt mit Einsatz eines Beschickers und thermoisolierten Transportfahrzeugen überbaut. Zwischen allen Beteiligten – Auftraggeber, Bauunternehmen und Fachverleger – erfolgte eine enge Abstimmung der Bauabläufe, so dass die Taktung der einzelnen Leistungen optimal aufeinander abgestimmt wurde und das Projekt termingerecht im Oktober 2015 fertiggestellt werden konnte. Aufgrund der insgesamt positiven Erfahrungen entschied sich der Auftraggeber, bei zwei weiteren Maßnahmen Asphalteinlagen im Rahmen von Deckenerneuerungen einzusetzen. Die Deckenerneuerung der Abschnitte „A20 Pasewalk“ und „A20 Gützkow“ wurde 2017 realisiert. Der 230.000 m² große Abschnitt der A20 im Bereich Pase- 2|2018

Technik 35 walk wurde durch die Strabag AG realisiert, wobei die fachgerechte Verlegung hier durch die Fachverleger Bitunova GmbH und Stramev GmbH erfolgte. Der mit einer Asphalteinlage realisierte etwa 140.000 m² große Abschnitt der A20 im Bereich Gützkow wurde durch die Arge Eurovia Verkehrsbau Union GmbH und Strabag AG ausgeführt. Die fachgerechte Verlegung erfolgte hier erneut durch die MOT Müritzer Oberflächentechnik GmbH. Fazit Um die geplante Nutzungsdauer von Verkehrsflächen, insbesondere unter Berücksichtigung der starken Zunahme des Güterverkehrs, zu erreichen, werden oftmals frühzeitige Investitionen für bauliche Erhaltungsmaßnahmen notwendig. Um die Instandsetzungsintervalle zu verlängern und den Erhaltungsaufwand zu verringern, können Asphalteinlagen zur Verzögerung von Reflexionsrissen in neue Asphaltschichten erfolgreich eingesetzt werden. Die genauen Schadensursachen für Risse können sehr vielschichtig sein, sodass zur Erarbeitung eines geeigneten Erhaltungskonzeptes hinreichende Voruntersuchungen durchgeführt werden sollten. Dies ist die Voraussetzung für den späteren Erfolg der Maßnahme. Auch im Hinblick auf den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 und den darin enthaltenen Kernanliegen des Erhalts der Bestandnetze bietet die Anwendung von Systemen mit Asphalteinlagen bei der baulichen Erhaltung von Verkehrsflächen gute Möglichkeiten, öffentlichen Mittel effektiv und nachhaltig einzusetzen. Kontakt: www.tensar.de A20 nach Fertigstellung Asphalteinbau 2017 (Quelle: Tensar International GmbH) EXPERTEN-NETZWERK Fotos: Anke Müllerklein, Firmengruppe Max Bögl, und Jakub Jirsák fotolia.com CONNECT INNOVATIONEN IM SPEZIAL-, TIEF- UND INGENIEURBAU LOGISTIK IN HOCHBAU UND MONTAGE Baumaschinenmeister Werkstatt- /Betriebsleiter PROZESSOPTIMIERUNGEN IM BAU UND RECYCLING DIALOG FORSCHUNG TRIFFT PRAXIS Managementvorträge, Workshops, TDK-Branchentreff Ingenieure Unternehmer Bachelor/Master Servicedienstleister WILLINGEN 23.– 26. 2.2016 Bauleiter Sachverständige 16 80 16 888 m.de de Der VDBUM am Puls der Zeit Menschen – Visionen – Lösungen Einkaufsleiter Verkäufer/Vermieter m/w 26.11.15 16:53 VDBUM Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e. V. Henleinstraße 8 a · 28816 Stuhr Tel.: 0421-87168-0 Fax: 0421-87168-88 E-Mail: zentrale@vdbum.de www.vdbum.de 2|2018

Archiv Fachzeitschriften