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36 Technik A9 Weit über

36 Technik A9 Weit über einen Tag eingespart Die BAB A9 verbindet die Metropolregion München und Berlin miteinander. Auf ihrem Weg von Süden nach Norden kreuzt sie die Bundesländer Bayern, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Im Abschnitt in Bayern, zwischen den Anschlussstellen Schnaittach und Hormersdorf, wurde Ende Oktober die Fahrbahn auf einer Länge von 220 m erneuert, bei dem eine Umlegung des Verkehrs auf die Gegenfahrbahn nicht möglich war. Dabei ging es vor allem um eine schnelle Verkehrsfreigabe. Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet. asphalt war vor Ort. Von Bernd Hinrichs 1|2019

Technik 37 Jahrelange Erfahrungen belegen, dass durch die Verwendung eines wachsmodifizierten PmB eventuell auftretende Schäden erst gar nicht auftreten. Rainer Schröter (l.) und Richard Mansfeld (r.) besprechen sich auf der Baustelle. In zwei Nächten wurden auf der A9 220 m Fahrbahn saniert. Donnernd rasen die Lkw an der Baustelle vorbei. Von den drei Fahrstreifen steht keiner mehr zur Verfügung. Der Verkehr muss sich für heute Nacht stattdessen mit dem Standstreifen begnügen. Deshalb sollte in einer Nacht die Fahrbahn auf einer Lange von etwa 220 m erneuert werden. Die Fahrstreifen der A9 konnten jeweils nur von 20 Uhr bis 6 Uhr des darauffolgenden Morgens gesperrt werden. Es galt, in dieser kurzen Sperrphase die Decke, also Asphaltbinder- und -deckschicht, zu erneuern. Um die Ausführung in dieser kurzen Zeit gewährleisten zu können, kamen nur Mischgutkonzeptionen infrage, die für eine frühe Verkehrsfreigabe geeignet sind. Mischgutkonzeptionen mit viskositätsverändernden Bindemitteln sollten hierbei als vielversprechende Lösung zur Anwendung kommen. Die Erstprüfungen wurden speziell für diesen Anwendungsfall erstellt. Die Sperrung der Fahrbahn begann um 20 Uhr. Die Freigabe erfolgte am nächsten Morgen gegen 6 Uhr, also nach nur zehn Stunden. Zunächst wurden die Asphaltdeck- und -binderschicht gefräst. Auf der Fräsfläche wurden mit zwei gestaffelt fahrenden Asphaltfertigern im Anschluss eine neue Schicht aus SMA-Binder und danach eine neue Asphaltdeckschicht aus SMA hergestellt. Beide Schichten wurden unter Verwendung viskositätsveränderter, Polymermodifizierter Bitumen nach den „Empfehlungen zur Klassifikation von viskositätsveränderten Bindemitteln“ (E KvB) hergestellt. Als viskositätsverändernder Zusatz kam Sasobit von Sasol Wax zum Einsatz. Rainer Schröter, Sales Manager Asphalt bei Sasol Wax: „Bei diesem viskositätsverändernden organischen Zusatz handelt es sich um ein Fischer- Tropsch-Wachs. Erst ab 90 °C bildet Sasobit während des Abkühlens eine versteifend wirkende Gitterstruktur im Bitumen (der häufig genannte Erstarrungspunkt von 100 bis 105 °C 1|2019