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4 Aktuell Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2016 Fliegl für Ressourceneffizienz ausgezeichnet Das Fliegl-Team direkt nach der Preisverleihung (v.l.n.r.): Heribert Gosebrink, Helmut Fliegl, Margit Fliegl und Michael Abendroth. (Quelle: Fliegl) Zum neunten Mal wurde Ende November in Düsseldorf der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. 1.200 Gäste erlebten die Gala, bei der „Spitzenleistungen bei der Bewältigung ökologischer und sozialer He rausforderungen der Zukunft“ gewürdigt wurden. Die Stars des Abends waren die Fantastischen Vier und Nicholas Cage, die Ehrenpreise für ihr ökologisches, soziales und humanitäres Engagement bekamen. Höhepunkt aus Sicht von Fliegl Trailer: der Gewinn des Sonderpreises Ressourceneffizienz, der den „ganzheitlichen Ressourceneffizienzansatz“ des mittelständischen Nutzfahrzeugbauers würdigt. Geschäftsführer Helmut Fliegl nahm den Deutschen Nachhaltigkeitspreis entgegen: „Wir stehen dafür, dass Güter mit möglichst wenig Schadstoff, Kraftstoff oder Verschwendung transportiert werden. Das verdanke ich meinen Mitarbeitern.“ Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für Leistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Mit über 800 Bewerbern ist der Preis der größte seiner Art in Europa. Die Auszeichnung wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. vergeben – in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. „Die Preisträger des Jahres 2016 sind wichtige Impulsgeber auf dem Weg zu einer Green Economy“, so die Stiftung. Insgesamt zeichnet die Jury die ressourcenschonende Arbeitsweise des Mittelständlers aus. So wird beispielsweise mit Blockheizkraftwerken und mehr als 4.000 Solarmodulen dreimal mehr Energie und Elektrizität produziert, als benötigt wird. Neu ist ein Biobrennstoff-Heizkraftwerk, das den Ölverbrauch des Unternehmens um 50 % reduziert hat. Regenwasser wird für die Lkw-Reinigung und im Sanitärbereich genutzt. Warmwasser wird mit Solaranlagen erzeugt und mit Hilfe von Druckluftkompressoren aufbereitet. Das Unternehmen reduziert mit elektronischen Rechnungen und Cloudlösungen zusätzlich den Papierverbrauch. Ein eigener Müllpresscontainer spart pro Monat 20 Lkw-Anfahrten. Im Einkauf nutzt das Unternehmen wiederverwendbare Transportgestelle und -behälter für Komponenten, die von Lieferanten bezogen werden. Lieferanten haben auf wiederverwendbare Verpackungen umgestellt, nachdem Fliegl sie verpflichtet hatte, Entsorgungskosten für Einwegverpackungen selbst zu tragen. Der Nutzfahrzeugbauer hat den Einstieg in erneuerbare Rohstoffe geschafft und bezieht seine Siebdruckplatten aus zertifizierter, nachhaltiger EU-Forstwirtschaft. Im Kernbetrieb schließt das Unternehmen Ressourcenkreisläufe in der Produktion, so werden etwa Bremsleitungsreste zu Granulat verarbeitet, das dem Kunststoffrecycling zugeführt wird. Auch in der Nutzungsphase der Fliegl-Maschinen ist Ressourceneffizienz gefragt, etwa durch geringe Leergewichte. Hohe Nutzlasten hingegen erhöhen die Transportkapazität und optimieren die Auslastung. Mindestens 95 % eines Nutzfahrzeugs wird recycelt. Nach Ansicht der Jury zeigt Fliegl, dass mittelständische Unternehmen in ihrer jeweiligen Branche wichtige Ressourceneffizienzhebel bewegen können. Das Unternehmen fungiert damit als sehr gutes Beispiel in der noch traditionellen Nutzfahrzeugbranche und für den Technologiestandort Ostdeutschland. „Die Auszeichnung mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ehrt uns und macht uns stolz. Wir verstehen sie als Anerkennung und Bestätigung und als Ansporn, den Kurs der Nachhaltigkeit konsequent beizubehalten“, sagt Helmut Fliegl. „Wenn wir andere Unternehmen unserer Branche inspirieren können, Althergebrachtes zu überdenken, sind wir gerne Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit.“ • 1|2017

Aktuell 5 Baden-Württemberg Investitionen erneut auf Höchstniveau Der Bund hatte für 2016 seine Mittel für den Bundesfernstraßenbau in Baden-Württemberg auf 814 Mio. Euro festgesetzt. (Quelle: DAV/hin) In das Straßennetz Baden-Württembergs wurde auch 2016 kräftig investiert, das meldet das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur des Landes. Insgesamt werden voraussichtlich 789 Mio. Euro Bundesmittel von der Straßenbauverwaltung umgesetzt. Damit wird das Ergebnis von 2015 um 38 Mio. Euro übertroffen und insgesamt ein Rekordergebnis beim Umsatz von Bundesmitteln für die Fernstraßen in Baden-Württemberg erreicht. Nach den bisher vorliegenden Zahlen werden beim Neu- und Ausbau der Bundesfernstraßen 136 Mio. Euro und bei der Sanierung 390 Mio. Euro umgesetzt. 263 Mio. Euro fließen in weitere Investitionen wie Tunnelnachrüstung und Telematik sowie in die Unterhaltung der Bundesfernstraßen. „Wir arbeiten seit Jahren auf Hochtouren, um den Sanierungsstau weiter abzubauen und Engpässe im Straßennetz zu beheben“, fasste Verkehrsminister Winfried Hermann zusammen. Der Bund hatte für 2016 seine Mittel für den Bundesfernstraßenbau in Baden-Württemberg auf 814 Mio. Euro festgesetzt, was einer nochmaligen Steigerung von 17 % gegenüber dem Jahr 2015 (696 Mio. Euro) bedeutet. Nach derzeitigem Stand wird Baden-Württemberg voraussichtlich 789 Mio. Euro Bundesmittel abrufen. Die in diesem Jahr von den Ländern nicht umgesetzten Bundesmittel werden im kommenden Jahr wieder zur Verfügung gestellt. „Es verfällt somit kein Geld! Anders als in den Vorjahren sind die Mittel ins neue Jahr übertragbar und stehen 2017 erneut zur Verfügung“, so Minister Hermann. Insgesamt wird der Bund für alle Bundesländer zusammen 2016 voraussichtlich bis zu 150 Mio. Euro in das Folgejahr übertragen. Die Komplexität der Straßenbauprojekte nimmt seit Jahren zu, wodurch der Aufwand für die Realisierung der Projekte und für den Umsatz der Mittel stetig steigt. Seit 2013 wurden insgesamt 169 zusätzliche Stellen für die Straßenbauverwaltung zur Verfügung gestellt. 2017 sollen weitere 50 Stellen folgen. Eine weitere Herausforderung sind die hohen Kosten für die Planung und die Bauüberwachung bei der Ausführung der Projekte. Bei Infrastrukturprojekten fallen dafür regelmäßig 15 bis 20 % der Projektkosten an. Der Bund erstattet den Ländern davon aber bislang nur 3 % zurück. „Das ist sachlich nicht gerechtfertigt und belastet einseitig den Haushalt des Landes“, stellte Minister Hermann fest. • Internet Eurobitume in den sozialen Medien Jetzt auch in den sozialen Medien vertreten: Eurobitume (Quelle: Eurobitume) Eurobitume, der Verband der europäischen Bitumenindustrie, hat seine digitale Präsenz mit neuen Kanälen auf Facebook, LinkedIn und Twitter erweitert. Eurobitume, der europäische Verband der Bitumenproduzenten, wurde 1969 gegründet und ist die Stimme der europäischen Bitumenindustrie zur Förderung des effizienten, effektiven und sicheren Umgangs mit Bitumen, zum Bau von Straßen und Gebäuden und bei industriellen Anwendungen. Der Verband bietet eine Plattform, um technische und wissenschaftliche Informationen auszutauschen und weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen Verbesserung im Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz und technischer Fortschritt. Ziel des Verbandes ist es, Transparenz in technischen Fragen rund um die europäische Bitumenindustrie zu bieten. Aimé Xhonneux, Generaldirektor von Eurobitume, erklärte: „Durch unsere neuen Aktivitäten bei Facebook, LinkedIn und Twitter haben wir für unsere Ansprechpartner zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, mehr über unsere Neuigkeiten und Veranstaltungen und zu Aktualisierungen zum sicheren Arbeiten mit Bitumen, zu Spezifikationen und Normen zu erfahren. Die interaktiven Kanäle bieten die Plattform zur unmittelbaren Kommunikation aktueller Informationen und sind zugleich ausgezeichnete Mittel, um berufliche Netzwerke zu pflegen und Erfahrungen mit anderen Beteiligten zu teilen. Wir laden jeden an Bitumen Interessierten ein, uns in den sozialen Medien zu folgen und dadurch zum aktiven Mitstreiter in der Bitumen-Community zu werden!” • 1|2017

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